Deutsche Fußball-Liga auf der Suche nach sich selbst

Reinhard Rauball, Präsident Bundesliga und Borussia Dortmund

Der Ball ruht derzeit in der Fußball-Bundesliga. Für die Führungsetagen der deutschen Profiklubs ist von geruhsamer Sommerpause aber dennoch keine Spur. Bei der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Dienstag nahe Frankfurt gilt es, die angestrebte Strukturreform für den Verband auf den Weg zu bringen. Denn die Zeit drängt gewaltig.

Fällt bis zur DFL-Generalversammlung im August kein Beschluss, müsste man dort nämlich einen Nachfolger für den scheidenden Präsidenten Reinhard Rauball wählen. Die große Strukturreform wäre damit zumindest vertagt. Es werde deshalb mit Sicherheit “entsprechende Anträge” geben, heißt es vonseiten der DFL. Ob tatsächlich abschließend abgestimmt wird, liegt aber in der Hand der Klub-Vertreter.

Peter Peters von Schalke 04.

Rauball (72) hatte im September seinen Rückzug angekündigt und im Zuge dessen auch eine neue Ordnung angeregt. Seither ist die DFL auf der Suche nach einem Konsensmodell. Ein erster Vorschlag, wonach das bisherige Präsidium durch einen größeren “Ständigen Ausschuss” mit weniger Zuständigkeiten ersetzt würde, fand allerdings keine Mehrheit. Die geplante Abstimmung bei der Versammlung im Dezember hat man daraufhin bereits im Vorfeld abgesagt.

Was bisher festzustehen schien: Dass Peter Peters, Finanzchef bei Schalke 04 und bisher Rauball-Vize bei der DFL, der oberste Bundesliga-Vertreter werden soll.

Widerstand aus der 2. Liga befürchtet

Stattdessen bildeten die 18 Bundesliga-Klubs eine sechsköpfige Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung konkreter Entwürfe. Herausgekommen ist dabei laut jüngsten Medienberichten eine eher moderate Reform. Das Präsidium würde unverändert aus sieben gewählten Mitgliedern der Klubs und zwei DFL-Vertretern gebildet. Sprecher des Gremiums soll DFL-Geschäftsführer Christian Seifert werden. Es kursierten allerdings auch einige andere Reform-Vorschläge. 

Voraussetzung für jedwede Neuerung wäre in jedem Fall die Zustimmung der Zweitligisten. Genau das könnte allerdings zum Problem werden. Denn schon vor der Versammlung im Dezember fürchteten einige Bundesligisten, dass die Zweitliga-Klubs gegen die Pläne aufbegehren könnten. Das Verhältnis zwischen Ober- und Unterhaus des deutschen Profifußballs war in der Vergangenheit durchaus angespannt. Einige Zweitligisten fordern anteilig mehr Geld aus den TV-Töpfen.

Christian Seifert mit Lothar Matthäus.

Vor dem Treffen in einem Hotel in Neu-Isenburg sind deshalb einige Fragen offen. Die DFL wollte auf SID-Anfrage keine Angaben zur Tagesordnung machen. Auch die Frage, welche anderen dringlichen Themen diskutiert werden sollen, bleibt damit offen. Etwa der gesuchte Konsenskandidat für das vakante Präsidenten-Amt beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) oder der weitere Umgang mit der Debatte um die Kostenbeteiligung bei Polizeieinsätzen.

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Borussia Dortmund: Das Risiko mit Mats Hummels

Mats Hummels 2012 mit Cathy und Meisterschale

Kommenden Freitag wird Hans-Joachim Watzke 60 Jahre alt. Wenn alles so kommt, wie er das geplant hat, macht der BVB-Geschäftsführer sich selbst mit der Rückkehr seines Lieblingsspielers Mats Hummels das schönste Geschenk.

Drei Jahre ist es jetzt her, dass der Abwehrchef von Borussia Dortmund zu Bayern München gewechselt ist. Der Kontakt ist nie abgebrochen. Er wusste immer, wie sehr ihn die Bosse beim BVB vermissten. Und umgekehrt, dass ihn die Bundesliga-Dominanz langweilte.

Mats Hummels kostet 17 Mio. Euro Jährlich

Voraussetzend, dass die Bayern einschlagen: Den Preis wird man schnell taxieren können. Die Adhoc-Meldung an der Börse erfolgt, sobald die Ablösesumme mehr als 20 Mio. Euro beträgt. Doch selbst wenn die Ablöse tiefer liegt: Borussia Dortmund geht mit der Hummels-Verpflichtung ein großes Risiko ein.

Vor allem finanziell. Der Deal wiegt schwer. Die Eckpunkte: geschätzte 21 Mio. Euro Ablöse plus 10 Mio. Euro Jahresgehalt für einen Dreijahresvertrag – macht in Summe 51 Mio. Euro oder jährlich 17 Mio. Euro.

Noch ist die Rückkehr von Mats Hummels zu Borussia Dortmund nicht perfekt. Foto: Imago Images / Sven Simon

Wie viele Tore müsste Hummels verhindern, um das Investment wieder einzuspielen? Denn die Wertsteigerung beim Weiterverkauf ist quasi ausgeschlossen. Einen Innenverteidiger in diesem Alter wird man schwerlich gegen Geld los. Doch das ist nur ein Nebenaspekt.

Hummels, bis 2016 Kopf der Mannschaft, kehrt ganz sicher nicht als Mitläufer zurück. Er war zuletzt Kapitän und wird ein Wörtchen mitreden wollen. Man fragt sich: Was werden wohl die Leitwölfe Marco Reus und Axel Witsel dazu sagen, die inzwischen das Kommando führen?

Was sagen die anderen Leitwölfe zu Mats Hummels?

Sportdirektor Michael Zorc hat ihnen das Team mit drei frischen Kräften aufgepeppt (mit Thorgan Hazard, Julian Brandt und Nico Schulz), damit sie gemeinsam die immer noch junge Truppe zu Titeln führen. Im ersten Jahr gelang ihnen der Coup nur ganz knapp nicht.

Nun bekommen die zwei und der dritte Anführer Thomas Delaney das Signal: Da fehlt noch einer mit Erfahrung und Eigenverantwortung. Sportlich mag das stimmen. Manuel Akanji und Abdou Diallo spielten keine überzeugende Rückrunde, als es darauf ankam.

Aber ob das jetzt öffentlich vorgetragene Misstrauensvotum dazu beiträgt, dass die beiden stabiler stehen? Und nicht zu vergessen: Bundestrainer Joachim Löw hat Hummels nicht aussortiert, weil er blöd ist; er wollte ein Abwehrzentrum mit Zug und Zukunft.

Bayern verjüngt, Dortmund altert

Merkwürdig ist der Schwenk in der Personalpolitik allemal. Die Bayern verjüngen ihre Abwehr (für insgesamt 105 Mio. Euro), der BVB hebt den Altersschnitt in der Verteidigung.

Der Anhang auf der Südtribüne wird seine Vorbehalte vergessen haben, sobald Mats Hummels seine ersten gelungenen Aktionen auf dem Rasen zeigt. Blut ist dicker als Wasser. Fast ein Jahrzehnt lang war er Liebling der Fans. Auch das vergisst man nicht.

Foto: Imago Images / Sven Simon und Team2

Oliver Kahn wird 50: „Ich habe den Fußball überliebt“

Oliver Kahn mit Manuel Neuer

Vom Rasen-Rowdy zum designierten Bayern-Boss – die wundersame Verwandlung des Oliver Kahn. Heute wird der Titan 50 Jahre alt.

Eine Szene, die Bundesliga-Geschichte schrieb: Torwart Oliver Kahn (Bayern) verliert die Beherrschung und gefährdet mit gestrecktem Bein die Gesundheit von Stephane Chapuisat. Foto: Imago Images / Team2

Darauf hat Oliver Kahn immer Wert gelegt: Einen wie ihn gibt es kein zweites Mal. Als ihm sein Torwartkollege René Adler den Beinamen „Titan“ für eine Handschuhmarke streitig machte, zog der dreimalige Welttorhüter vor Gericht und beanspruchte Exklusivität. Beschwichtigungsversuche schlugen fehl. Titan – das klingt so einzigartig, so eng verbunden mit ihm, dem Vizeweltmeister von 2002, dass er keinen Millimeter einlenkte. Nächster Verhandlungstermin: 29. Oktober dem Landgericht München.

Man darf also gespannt sein, wie Oliver Kahn seine künftige Rolle als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern definieren wird. „Er hat sich enorm entwickelt und eine innere Ruhe gefunden“, behauptet Präsident Uli Hoeneß zwar. Der Sport-Informationsdienst (SID) aber hält dagegen: „Kahn hat das Mia-San-Mia im Blut, er verkörpert den Erfolgshunger und auch den hohen Anspruch, der beim 29-maligen deutschen Titelträger zur Überzeugung gehört.“

Die Erfolge von Oliver Kahn als Bayern-Torwart

Ruhe: kennt Kahn nicht. Am Samstag wird er 50 Jahre alt und könnte auf eine erfüllte Profikarriere als Bayern-Torwart zurückblicken. 14 Jahre lang sammelte er fleißig Titel: Champions-League-Sieg 2001 und Uefa-Cup 1996, acht Deutsche Meisterschaften und sechs DFB-Pokalsiege von 1994 bis 2008. Seit er aufhörte, hat er nicht ein einziges Fußballspiel mehr bestritten. Nicht einmal aus Gaudi in Traditionsmannschaften. „Ich habe den Fußball überliebt“, scherzt er darüber.

Stattdessen baute er eine neue Existenz auf. Das Fußballpublikum erlebt ihn als TV-Experten im ZDF und als Werbefigur eines Wettanbieters. Im Hintergrund absolvierte er ein BWL-Studium und gründete das Unternehmen „Goalplay“ in München; zwei Dutzend Angestellte hat seine Firma inzwischen. Seine Reputation als Torwart-Titan machte er zu Geld: Der Weltmarktführer Samsung lässt ihn sogar eine eigene Torwartschule allein fürs Fernsehgerät produzieren.

FC Bayern braucht Oliver Kahn – mehr als umgekehrt

Womöglich braucht ihn der FC Bayern mehr als umgekehrt. Die Gespräche darüber, dass er 2020 eingearbeitet wird und spätestens 2021 den Vorstandsvorsitz von Karl-Heinz Rummenigge übernimmt, seien „sehr, sehr entwickelt“, wie Kahn im Gespräch mit diesem Autoren einräumt. Spruchreif sei der Wechsel nicht. Zumindest: noch nicht. Ein bisschen Beinfreiheit, wie weit er sich im Schatten von Uli Hoeneß bewegen darf, muss auch er verhandeln.

Auf der Spielmacher-Konferenz in Hamburg ließ Oliver Kahn am Mittwoch durchblicken, dass er Regulierungen im Bundesliga-Betrieb nicht ausschließt, um die Chancengleichheit zwischen den Vereinen zu erhöhen. Gleichzeitig weigert er sich, Investoren grundsätzlich zu verteufeln, und ermahnt die Klubs lieber zu einer gewissenhaften Vorbereitung auf den Fall, dass der alte Vereinsgrundsatz „50+1“ in der Liga wegfällt. Als Bayern-Boss darf er die Bundesliga prägen.

Man merkt bei jedem Satz: Das ist nicht mehr jener Kahn, der auf dem Spielfeld Gegenspieler in den Hals beißen (Heiko Herrlich) oder mit Kung Fu niederstrecken (Stephane Chapuisat) wollte. Nicht mehr jener Kahn, der mit der Eckfahne wedelnd „Weitermachen! Immer weitermachen!“ brüllte (2001) oder von seiner Mannschaft „Eier! Wir brauchen Eier!“ einforderte (2003). Nicht mehr jener Kahn, der Mitspieler am Nacken packte und aus Wut wegschleuderte (Andy Herzog 1996).

Der neue Kahn kommt mit Ideen

Der neue Kahn hat den US-Sport studiert und versteht Fußball als Manager-Aufgabe. „Matthias Sammer weiß alles von Fußball“, sagt er. „Aber mit Management will er nichts zu tun haben.“ Er sei da anders. Social Media, Markenaufbau, Fußball als Geschäftsidee, Innovation: Er lebt das alles. Bewundernd schaut er zu Juventus Turin, wo sie Cristiano Ronaldo 2018 holten, als er zu haben war. Als Bayern-Boss hätte auch er das Unmögliche durchgerechnet. Man weiß ja nie.

An der Harvard-Uni hat er kürzlich seine Führungsqualitäten geschult, um den neuen Job bestens vorbereitet anzutreten. „Der FC Bayern ist ein ganz, ganz großer Teil des Lebens gewesen“, sagt er, „da hat man schon eine gewisse Verpflichtung.“ In der Klageerwiderung von René Adler steht zur Verwendung des Titan-Begriffs: Oliver Kahn sei „schlicht einer von vielen“, die sich Titan nennen dürften. Er wird nicht nur René Adler das Gegenteil beweisen wollen.

Fotos: Imago Images / Ulmer und Team2

Mahnung an die DFB-Spitze: Was deutet Karl-Heinz Rummenigge da an?

Die Schlusspassage in einem Sport Bild-Interview mit Karl-Heinz Rummenigge hatte es in sich. Fast bin ich geneigt zu sagen: Zwischen den Zeilen gibt der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern seine Bewerbung auf die DFB-Präsidentschaft ab. Ich betone: zwischen den Zeilen.

In der letzten Antwort seines Interviews fordert Rummenigge an der DFB-Spitze “eine Person, die den deutschen Fußball repräsentiert – national und international”. Danach listet er explizit die Eigenschaften auf, die diese Person haben muss, um dem Uefa-Präsidenten die Stirn zu bieten.

Der designierte Bundesliga-Aufsichtsratschef Peter Peters (Schalke) hat die offenbar nicht. “Es war vorauszusehen, dass Uefa-Präsident Ceferin beim Treffen mit Peters in Budapest dessen Vorschlag schmunzelnd ablehnen und so handeln würde.” Deutschland bekam keinen neuen Platz im Fifa-Rat.

Karl-Heinz Rummenigge mit seinem designierten Nachfolger Karl-Heinz Rummenigge. Fotos: Imago Images / Sven Simon

Den Grund führt Rummenigge aus:

“Es muss jemand sein, der Gewicht und ein Netzwerk hat, den die Leute kennen und dem sie vertrauen. Netzwerk und Vertrauen erarbeitet man sich nicht in sechs oder zwölf Monaten, das ist ein langer Prozess, da muss man viel geleistet haben, um am Ende in solchen Gremien zu landen.”

Karl-Heinz Rummenigge in Sport-Bild

In Gedanken will er wohl, dass man hinzufügt: einen wie Rummenigge. In der Tat hat der ehemalige Weltklasse-Stürmer nicht nur Bayern München über Jahre geleitet, sondern auch in der Klubvereinigung ECA als Gegenpol zur Uefa maximalen Respekt erworben.

Anspruch auf Botschafterrolle?

Ob sein Anspruch auf den DFB-Platz in den internationalen Verbänden zwangsläufig in Verbindung mit der verwaisten Position als DFB-Präsident steht, sei dahingestellt. Man kann nur spekulieren. Sinnvoll klingt der Wechsel vom Bayern-Chefsessel in die Uefa- und Fifa-Gremien allemal.

Der Deutsche Fußball-Bund hat seit Reinhard Grindels Abgang keinen, der den weltweit größten Sportfachverband im Ausland gewichtig vertritt. Rummenigges Aufstieg zum deutschen Botschafter würde diese Lücke schließen und gleichzeitig Interessen des FC Bayern berücksichtigen.

Oliver Kahn hätte einen Verbindungsmann

Sein potenzieller Nachfolger Oliver Kahn hätte einen Verbindungsmann, um zum Beispiel die Geldverteilung aus der Champions League zielführender zu reformieren. Auch braucht er prominente Unterstützung, wenn Investorenmodelle hoffähig gestaltet werden müssen.

Rummenigge als DFB-Botschafter und Kahn als Bayern-Chef: Der Gedanke entwickelt einen gewissen Charme. Auf der Spielmacher-Konferenz zeigt Oliver Kahn, dass sein Gestaltungswille schon größer ausgeprägt ist, als seine Zurückhaltung beim Thema FC Bayern vermuten lässt.

Oliver Kahn positioniert sich als künftiger Bayern-Boss

Oliver Kahn mit Pit Gottschalk auf der Spielmacher Konferenz in Hamburg

Der ehemalige Fußball-Nationaltorwart Oliver Kahn (49) geht davon aus, dass die 50+1-Regel im deutschen Fußball “Stück für Stück verschwinden wird”. Der geltende Grundsatz, dass Investoren in Deutschland nur die Mehrheit an einem Verein halten dürfen, wenn sie diesen mehr als 20 Jahre ununterbrochen und erheblich gefördert haben, stehe “rechtlich auf extrem wackligen Füßen”, sagte Kahn am Mittwoch bei der Spielmacher-Konferenz in Hamburg.

Kahn, der ab dem kommenden Jahr bei Bayern München als Nachfolger von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge aufgebaut werden soll, riet den Vereinen, sich “strategisch” auf den Fall von 50+1 vorzubereiten und “sich auf die positiven Aspekte zu konzentrieren”.

Oliver Kahn: Investoren nicht verteufeln

Zugleich warb der ehemalige “Titan” dafür, Investoren nicht grundsätzlich zu verteufeln. “In erster Linie ist ein Investor daran interessiert, das ganze System besser zu machen”, sagte Kahn und verwies auf den Fußball in England, wo 50+1 für Manchester City und Co. nicht gilt: “Ich kann nicht feststellen, dass die Begeisterung weniger geworden wäre, im Gegenteil.”

Für die drei Bundesliga-Klubs Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG Hoffenheim besteht eine Ausnahme von der 50+1-Regel. In Leverkusen (Bayer) und Wolfsburg (VW) sind die Investoren milliardenschwere Unternehmen, in Hoffenheim hatte Dietmar Hopp als Mäzen lange Jahre Millionen in den einstigen Dorfklub gesteckt. Bei Hannover 96 kämpft Klubchef Martin Kind ebenfalls für eine Bewilligung.

Bei der dritten Spielmacher-Konferenz im Cruise Center in der Hamburger HafenCity diskutierten am Mittwoch über 1000 Gäste aus Deutschland, Europa und den USA über die großen Zukunftsthemen des Fußballs. Kahn war in seiner Rolle als Unternehmer (Goalplay) Stargast der Veranstaltung.

Oliver Kahn mit Pit Gottschalk auf der Spielmacher Konferenz in Hamburg. Foto: SK

Oliver Kahns Rückkehr zum FC Bayern sehr wahrscheinlich

Seine Gespräche über eine Rückkehr zum Rekordmeister seien “sehr weit entwickelt”. Es sei “kein Geheimnis, dass wir in einem sehr, sehr engem Austausch sind”, sagte Kahn. Noch sei aber “nichts spruchreif – ich spreche nicht gern über Dinge, die noch nicht in trockenen Tüchern sind.”

Präsident Uli Hoeneß (67) hatte Kahn zuletzt als “Wunschkandidaten” für die Rummenigge-Nachfolge bezeichnet. Rummenigges Vertrag als Vorstandsvorsitzender läuft Ende 2021 aus. Kahn soll aber schon im Januar 2020 im Vorstand einsteigen und dort von Rummenigge (63) in einer Art Probezeit eingearbeitet werden.

Kahn spielte von 1994 bis 2008 für die Bayern. In dieser Zeit wurde er achtmal deutscher Meister, feierte sechs Triumphe im DFB-Pokal und gewann 2001 die Champions League.