Rebic erneut Matchwinner für Milan

Der ehemalige Frankfurter Ante Rebic blüht an der Seite von Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic in der italienischen Fußball-Liga immer mehr auf. Der 26-jährige Kroate schoss beim 1:0 (0:0)-Erfolg des AC Mailand beim Tabellenvorletzten Brescia Calcio das goldene Tor. Rebic wurde in der 58. Minute eingewechselt und sorgte 13 Minuten später für die Entscheidung zugunsten der Rossoneri, bei denen Ibrahimovic durchspielte.

Das Team von Trainer Stefano Pioli feierte damit erstmals in dieser Spielzeit drei Siege in Serie und klettert vor den weiteren Partien des 21. Spieltags seit langer Zeit wieder in die Europa-League-Ränge. Erst in der Vorwoche hatte Rebic seine ersten beiden Saisontreffer in der Serie A erzielt und Milan ebenfalls als Joker zu einem 3:2-Sieg gegen Udinese Calcio geführt.

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57 Minuten, 5 Tore: Haaland stellt Bundesliga-Rekord auf

Borussia Dortmunds neuer Wunderstürmer Erling Haaland hat mit seiner nächsten Torgala beim 5:1 (2:0) des BVB gegen den 1. FC Köln für einen Bundesligarekord gesorgt: Für seine ersten fünf Treffer im deutschen Oberhaus benötigte der 19-jährige Norweger insgesamt lediglich 57 Minuten.

Haaland wurde am 19. Spieltag im Heimspiel gegen den Aufsteiger erst in der 65. Minute eingewechselt, in der 77. und 87. Minute trug sich der Winterzugang in die Torschützenliste ein.

Bei seinem Debüt vor Wochenfrist im Spiel beim FC Augsburg kam der 20-Millionen-Mann in der 56. Minute auf den Platz und traf in der 59., 70. und 79. Minute.

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BVB setzt Aufholjagd bei Haalands Heim-Debüt fort

Borussia Dortmund bläst nach einer weiteren Gala seines neuen “Wunderstürmers” Erling Haaland zur Aufholjagd im Titelrennen. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre fertigte Aufsteiger 1. FC Köln dank eines Doppelpacks von Haaland mit 5:1 (2:0) ab und verkürzte den Rückstand auf Spitzenreiter RB Leipzig zumindest vorübergehend auf vier Punkte.

Raphael Guerreiro (1.), Marco Reus (29.), Jadon Sancho (48.) und Joker Haaland (77., 87.) bei seinem umjubelten Heim-Debüt erzielten die Treffer für den spielfreudigen Vizemeister. Die Kölner, für die Mark Uth (65.) traf, warten seit 29 Jahren auf einen Sieg in Dortmund.

Favre verzichtete vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park zunächst etwas überraschend auf Haaland, der zum Rückrundenauftakt beim FC Augsburg (5:3) als Joker mit drei Toren geglänzt hatte. Kölns Coach Markus Gisdol vertraute erwartungsgemäß der Elf, die gegen Wolfsburg (3:1) den vierten Sieg in Folge gefeiert hatte.

Auch ohne seinen norwegischen Winter-Zugang erwischte der BVB einen Blitzstart. Als die Kölner Defensive noch unsortiert war, legte Sancho mit viel Übersicht quer auf Guerreiro, der FC-Torhüter Timo Horn nach nur 53 Sekunden überwand.

Die frühe Führung gab dem achtmaligen deutschen Meister viel Selbstvertrauen. Der BVB ließ den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen und kombinierte sich auch immer wieder in die gefährlichen Zonen. Die junge Kölner Mannschaft wirkte in einigen Situationen überfordert.

Als Sebastiaan Bornauw den schnellen Achraf Hakimi von den Beinen holte, entschied Schiedsrichter Harm Osmers zunächst auf Elfmeter. Doch nach Studium der Bilder meldete Video-Assistent Tobias Stieler, dass das Foul vor dem Strafraum war (13.).

Doch auch davon ließen sich die spielfreudigen Gastgeber nicht aus dem Konzept bringen. Ein Kopfball von Mats Hummels klatschte nach Ecke von Julian Brandt allerdings nur an die Latte (14.).

Köln war zwar bemüht, doch offensiv gelang wenig. Der BVB agierte deutlich zielstrebiger und hatte nach einem Traumpass des starken Hummels aus der eigenen Hälfte diesmal Glück mit dem Videobeweis. Reus verwertete das sehenswerte Zuspiel, doch der Schiedsrichter-Assistent hob die Fahne. Stieler schritt erneut ein – es stand 2:0. Thorgan Hazard hatte frei vor dem stark reagierenden Horn noch vor der Pause den dritten Treffer auf dem Fuß (40.).

Nach einer kurzen Schrecksekunde und einem Ausrutscher von Hummels stürmte der BVB weiter munter nach vorne. Sancho erzielte nach Pass von Reus seinen elften Saisontreffer und verpasste Nummer zwölf knapp (53.). 

Doch auch Köln wurde nun etwas mutiger und hatte durch Uth die große Chance zum Anschlusstreffer. Der Winter-Neuzugang scheiterte aber am stark parierenden Roman Bürki (54.).

Nachdem es Uth elf Minuten später besser gemacht hatte, löste unter dem Jubel der Fans Haaland Hazard ab und vergab kurz nach seiner Einwechslung die Möglichkeit zum 4:1 (66.). In der Schlussphase durfte der 19-Jährige dann doch noch seine ersten beiden Heimtore bejubeln.

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Klinsmann greift durch: Fans und Medien nur noch 20 Minuten beim Hertha-Training

Trainer Jürgen Klinsmann will sich im Abstiegskampf mit Hertha BSC nicht mehr in die Karten schauen lassen. Bei öffentlichen Trainingseinheiten des Fußball-Bundesligisten werden “fortan nur noch die ersten 20 Minuten für Fans und Medien frei zugänglich” sein, teilte der Klub am Freitag via Twitter mit: “Außerdem kann es jederzeit zu kurzfristigen Veränderungen des Trainingsplans kommen.”

In der kommenden Woche betrifft dies zwei Trainingseinheiten am Dienstag (10.30 und 14.30 Uhr). Alle übrigen Einheiten sind ohnehin als nicht-öffentlich geplant. 

Klinsmann war Ende November als Nachfolger von Ante Covic nach Berlin gekommen. Der ehemalige Bayern-Trainer will die Hertha mittelfristig zu einem Spitzenteam formen, allerdings geht es in der Gegenwart um den Klassenerhalt: Mit 19 Punkten steckt Berlin im unteren Drittel der Tabelle fest.

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Keller zum Holocaust-Gedenken: “Der Fußball hat sich mitschuldig gemacht”

DFB-Präsident Fritz Keller hat zum Holocaust-Gedenken mit eindringlichen Worten an die gesellschaftliche Verantwortung des Fußballs erinnert. “Dieses unfassbare Grauen, dieses beispiellose Leid, das den Menschen angetan wurde, schmerzt umso mehr, weil der Fußball, der heute für Verständigung und Vielfalt einsteht und gegen Rassismus und Diskriminierung, sich damals nicht widersetzt hat”, sagte Keller. “Im Gegenteil: Er hat sich mitschuldig gemacht.”

Daraus leitete Keller die besondere Pflicht ab, “dafür zu sorgen, dass diese Verbrechen niemals in Vergessenheit geraten. Gerade heute, da sich nicht mehr jeder in Deutschland daran erinnern will.” Dies sei man “nicht nur den Millionen Opfern schuldig, sondern auch den kommenden Generationen”.

Keller erinnerte daran, dass der frühere DFB-Präsident Felix Linnemann aktiv an der Deportation von Sinti und Roma nach Auschwitz beteiligt gewesen ist. “Wir spüren eine besondere Verantwortung”, sagte er. Die Rolle des Deutschen Fußball-Bundes im Nationalsozialismus hatte der Verband 2005 in einer wissenschaftlichen Studie (“Fußball unterm Hakenkreuz”) untersuchen lassen.

Am Montag wird der 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz begangen. Der deutsche Fußball richtet aus diesem Anlass zum 16. Mal den “Erinnerungstag” mit zahlreichen Aktionen aus. Unter anderem rufen die Nationalspieler in einem Videoclip zum Eintreten für Menschlichkeit, Respekt und Vielfalt auf.

Keller lobte die Vorbildfunktion von Eintracht Frankfurt in der Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit. Die Hessen erwägen, ihrem Ex-Präsidenten Rudolf Gramlich posthum die Ehrenpräsidentschaft zu entziehen. Der frühere Nationalmannschaftskapitän war Teil der Waffen-SS und Profiteur von Enteignungen. Auch der DFB will prüfen, ob frühere Ehrungen wie die Goldene Ehrennadel und die DFB-Ehrenmitgliedschaft widerrufen werden können.

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