Guardiola von Sterling-Gala nicht überrascht: “Kenne seine Qualitäten”

Nach der Gala-Vorstellung des englischen Fußball-Nationalspielers Raheem Sterling fand Pep Guardiola lobende Worte für seinen Offensivstar. “Ich kenne die besonderen Qualitäten des Spielers, seine Konstanz, Physis, den Abschluss”, sagte der Teammanager von Manchester City nach Sterlings Dreierpack beim 5:0 (1:0)-Auswärtssieg bei West Ham United.

Sterling knüpfte nahtlos an seine starken Leistungen aus der Vorbereitung an, auch im Community Shield gegen Champions-League-Sieger FC Liverpool (5:3 i.E.) hatte der 24-Jährige getroffen. In der vergangenen Saison steuerte er in 51 Pflichtspielen 25 Tore für die Citizens bei.

Sterling selbst hob die Leistung der Mannschaft hervor. “Viel wichtiger war, dass wir als Team gut starten und die drei Punkte holen. Es liegt noch ein langer Weg vor uns”, sagte er. Und auch Guardiola fügte mit Blick auf den Kader und Sterling an: “Sie sind alle unglaublich talentierte Spieler, aber sie brauchen die Gruppe. Wenn das Team vorankommt, spielt auch er besser.”

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Pizarro zweitältester Torschütze in der Historie des DFB-Pokals

Stürmer Claudio Pizarro vom Fußball-Bundesligisten Werder Bremen ist seit Samstag zweitältester Torschütze des DFB-Pokals. Der Peruaner erzielte gegen Atlas Delmenhorst die Treffer zum 5:1 und 6:1 und machte in der “Oldie-Wertung” einen Platz gut. Pizarro hat mit 40 Jahren und 311 Tagen nur noch Karl Lambertin (44 Jahre, 164 Tage) von der Spielvereinigung Frechen 20 vor sich. – Die ältesten Torschützen im DFB-Pokal in der Übersicht:

1. Karl Lambertin (Spielvereinigung Frechen 20, 44 Jahre, 164 Tage) am 4. Oktober 1980 beim 1:3 gegen beim Bünder SV (2. Runde)

2. Claudio Pizarro (Werder Bremen, 40 Jahre, 311 Tage) am 10. August 2019 bei Atlas Delmenhorst (1. Runde)

3. Manfred Burgsmüller (Werder Bremen, 40 Jahre, 148 Tage) am 19. Mai 1990 beim 2:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern (Finale)

4. Werner Emser (Borussia Neunkirchen, 39 Jahre, 77 Tage) am 29. Dezember 1959 beim 2:5 gegen Schwarz-Weiß Essen (Finale)

5. Karl-Heinz Bente (SC Freiburg, 38 Jahre, 352 Tage) am 30. August 1980 beim 4:2 gegen den Bremer SV (1. Runde)

6. Max Morlock (1. FC Nürnberg, 38 Jahre, 333 Tage) am 8. April 1964 beim 2:3 n.V. beim 1. FC Köln (1. Runde)

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Humorlos im Delmenhorster “Jahrhundertspiel”: Werder gewinnt Auswärtspartie im eigenen Stadion

Werder Bremen hat das Auswärtsspiel im eigenen Stadion locker gewonnen und den Sprung in die zweite Runde des DFB-Pokals geschafft: Der Halbfinalist des Vorjahres um Trainer Florian Kohfeldt setzte sich gegen den Oberligisten Atlas Delmenhorst in dessen “Jahrhundertspiel” mit 6:1 (4:1) im Weserstadion durch. Eine Woche vor dem Bundesliga-Start wurden die Profis kaum vom klaren Außenseiter gefordert.

Yuya Osako (10.), Kapitän Niklas Moisander (19.), Milot Rashica (37.), Davy Klaassen (40.) und “Oldie” Claudio Pizarro (68., 74.) trafen für dominante Bremer, die den Festtag des kleinen Nachbarn ziemlich humorlos angingen. Doch der SVA ließ sich die Party nicht verderben und feierte vor allem Tom Schmidt. Der Defensivmann überwand Werder-Keeper Jiri Pavlenka per Rechtsschuss (30.) und verschwand anschließend lange in einer wilden Jubeltraube.

Und Atlas hatte noch mehr zu bejubeln. Auch einen Zuschauerrekord stellte der Klub aus der Bremer Metropolregion auf, der mit einer Ausnahmegenehmigung des DFB die Partie in der Spielstätte des Gegners ausrichten durfte. 41.500 Fußballfans strömten ins ausverkaufte Weserstadion – die bisherige Rekordmarke für eine Erstrundenpartie mit Beteiligung einer Amateur-Mannschaft wurde geknackt. Bislang lag hier Germania Windeck seit 2010 und dem Spiel gegen Bayern München in Köln mit 41.100 Zuschauern vorne.

Das Duell auf dem Rasen war dagegen weniger rekordverdächtig. Werder, sechsmaliger Pokalsieger, machte von Beginn an ernst und stellte Delmenhorst mit seinem Kombinationsspiel vor unlösbare Probleme. Kohfeldt schonte seine Stars nicht, in der Innenverteidigung feierte Christian Groß sein Profidebüt bei Werder. Das 3:1 von Rashica bereitete der 30 Jahre alte nominelle Spieler der U23 mit einem feinen Chip-Pass vor.

In der Offensive, in der auch der neue Stürmer Niclas Füllkrug ab der 61. Minute ran durfte, präsentierte sich der Favorit sehr variabel und hebelte die Fünferkette des Gastgebers ein ums andere Mal aus. Pizarro bewies einmal mehr seine Klasse und hat nun mit 40 Jahren und 311 Tagen in der Liste der ältesten Torschützen des DFB-Pokals nur noch Karl Lambertin (44 Jahre, 164 Tage) von der Spielvereinigung Frechen 20 vor sich.

Atlas rannte, Atlas kämpfte – und musste dennoch Tor um Tor hinnehmen. Die Delmenhorster, erstmals seit 39 Jahren im DFB-Pokal, machten auch nach dem Wechsel keine Anstalten, ihre defensive Grundordnung etwas zu lockern. Zu groß war der Klassenunterschied an diesem Samstag – der dennoch zu den größten Momenten in der Historie von Atlas Delmenhorst zählt.

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Stadiondach in Alkmaar eingestürzt – keine Verletzte

Am Stadion des niederländischen Fußball-Erstligisten AZ Alkmaar sind am Samstag große Teile des Daches eingestürzt. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, Verletzte gab es keine. “Das ist derzeit das Wichtigste”, sagte ein Klubsprecher der Zeitung Telegraaf. Wie ein Foto des Vereins in den sozialen Medien zeigt, brach das Dach gegenüber der Haupttribüne zusammen und krachte auf die Sitzplätze.

Die Alkmaar-Profis mussten für ihr Training in eine Halle ausweichen. Ebenfalls unklar sind die Auswirkungen auf das Rückspiel der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation gegen den ukrainischen Vertreter FK Mariupol am kommenden Donnerstag.

Bereits im Jahr 2011 war in Enschede während der Bauphase des Stadions des FC Twente ein Teil des Daches eingestürzt, zwei Bauarbeiter kamen damals ums Leben.

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Pokal-Aus beim FCK: Mainz blamiert sich im Derby

Der FSV Mainz 05 hat sich im brisanten Duell mit dem einst so ruhmreichen Nachbarn 1. FC Kaiserslautern blamiert und ist in dieser Verfassung noch nicht bereit für den Ligastart. Der Fußball-Bundesligist unterlag in der ersten Runde des DFB-Pokals vor 40.694 Zuschauern im Hexenkessel auf dem Betzenberg mit 0:2 (0:0) beim Drittligisten.

Seine bisher letzte Pleite zum Pokal-Auftakt hatte der FSV vor fünf Jahren beim Chemnitzer FC kassiert. Manfred Starke traf mit einem umstrittenen Foulelfmeter (62.) zur Führung für die Roten Teufel, die sich über die Prämie in Höhe von 351.000 Euro freuen dürfen. Florian Pick (90.) machte alles klar. Die Mainzer haben vor ihrem ersten Punktspiel am Samstag beim SC Freiburg noch jede Menge Arbeit vor sich.

FSV-Trainer Sandro Schwarz hatte in Edimilson Fernandes nur einen Neuzugang in die Startelf beordert, Jeremiah St. Juste und Taiwo Awoniyi saßen zunächst auf der Bank. Dong-Won Ji, Jean-Philippe Mateta, Jonathan Meier, der Ex-Lauterer Philipp Mwene und Aaron Seydel fehlten dagegen.

Die Mainzer waren in der Anfangsphase das klar bessere Team. Schon in der 7. Minute hätten die Gäste in Führung gehen können. Robin Quaison scheiterte freistehend am Lauterer Torwart Lennart Grill. Den Pfälzern, die im vergangenen Jahr ein 1:6 gegen die TSG Hoffenheim kassiert hatten, war der große Respekt vor dem Erstligisten deutlich anzumerken.

In der 13. Minute vergab erneut Quaison. Das erste Tor für die Rheinhessen schien nur eine Frage der Zeit, zu überlegen waren die Mainzer. Aber auch Aaron Martin traf aus der Distanz nicht (18.), Quaison scheiterte eine Minute später. Der viermalige Meister aus der Pfalz, dessen Investor Flavio Becca mittelfristig die Rückkehr in die Bundesliga anstrebt, wurde teilweise vorgeführt.

Nach 25 Minuten wurden die Roten Teufel aber besser und brachten schon mit wenigen guten Aktionen ihre frenetischen Anhänger hinter sich. Die Atmosphäre beeindruckte die Gäste sichtlich, die Mainzer verloren ihre Linie. Es entwickelte sich bis zur Pause ein für den Betzenberg typisches Kampfspiel mit jeder Menge Emotion.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs hielt der FCK das Spiel offen, dennoch verbuchten Karim Onisiwo und Jean-Paul Boetius zwei gute Möglichkeiten für Mainz (57./58.). Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) einen äußerst umstrittenen Foulelfmeter für die Gastgeber nach einem Zweikampf zwischen FCK-Stürmer Timmy Thiele und dem Mainzer Verteidiger Stefan Bell. Eigentlich foulte Thiele eher Bell als umgekehrt.

Noch kurioser war der Treffer. FSV-Torwart Florian Müller hatte den schwachen Schuss Starkes im Grunde pariert, dennoch trudelte der Ball ins Tor. Nach dem Treffer ging es hoch her, vor beiden Toren wurde es immer wieder brenzlig. Pick sorgte für die Entscheidung.

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