Haching sucht neuen Trainer

Claus Schromm ist nicht mehr Trainer beim Fußball-Drittligisten SpVgg Unterhaching – wird allerdings seinen Nachfolger selbst aussuchen. “Wir haben ganz ehrliche, offene Gespräche geführt. Und sind gemeinsam zur Entscheidung gekommen, dass jetzt der Zeitpunkt der Richtige ist, dass der Claus weg von der Linie geht”, sagte Vereinspräsident Manfred Schwabl am Mittwoch. Schromm soll die sportliche Leitung des früheren Bundesligisten übernehmen und in dieser Funktion einen neuen Trainer finden.

Die Hachinger hatten die vergangene Saison auf Rang elf in der 3. Liga beendet, nachdem sie lange Zeit auf einem Aufstiegsplatz gestanden hatten. Es war nach dem Aufstieg aus der Regionalliga Bayern 2017 unter Schromm das dritte Mal in Serie, dass die Mannschaft in der Rückrunde eine hervorragende Ausgangsposition für den angestrebten Aufstieg in die 2. Bundesliga verspielte. “Zuerst muss man vor der eigenen Tür kehren und das habe ich gemacht”, sagte Schromm zum Rückzug als Trainer.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Messis Wechsel nach Mailand “Utopie”

Trainer Antonio Conte vom italienischen Spitzenklub Inter Mailand glaubt nicht an eine Verpflichtung von Fußball-Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona. “Es ist einfacher, den Mailänder Dom zu versetzen, als Messi nach Mailand zu bringen”, sagte Conte nach dem 2:0-Heimsieg gegen die SSC Neapel.

Auch Geschäftsführer Giuseppe Marotta hält einen Wechsel des Argentiniers für “Utopie”. Messi sei eine Ikone, ein großartiger Spieler, den jeder Verein haben wolle, so Marotta: “Doch kein italienischer Klub ist heute in der Lage, ihn unter Vertrag zu nehmen, es sei denn, es kommt zu außerordentlichen Umständen in Zusammenhang mit Eigentümern und Aktionären.”

PPTV, der TV-Sender des chinesischen Inter-Eigentümers Suning, hatte am Dienstag Gerüchte über einen Wechsel Messis nach Mailand befeuert. Der Kanal sendete ein virtuelles Plakat, auf dem der Schatten Messis auf den Mailänder Dom projiziert war. Unklar ist, was Suning damit bewirken wollte.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Fan-Bündnis sieht Pläne kritisch: “Eher eine Theaterveranstaltung”

In der Diskussion um eine Rückkehr von Zuschauern in die Bundesliga-Stadien stehen die Fanvereinigungen den Plänen ablehnend gegenüber. “Ob man überhaupt von Stimmung sprechen kann bei dem, was zu erwarten ist? Wenn jegliches Singen, Schreien und Rufen verboten ist, wird aus dem Fußballspiel eher eine Theaterveranstaltung”, sagte Jost Peter, Vorstandsmitglied des Fan-Bündnisses “Unsere Kurve”, der Augsburger Allgemeinen.

Am kommenden Dienstag (4. August) wollen die 36 Profiklubs der 1. und 2. Bundesliga über einheitliche Richtlinien bei der Teil-Rückkehr von Zuschauern abstimmen. Ziel ist es nach wie vor, bereits zum Start der neuen Spielzeit am 18. September wieder vor Zuschauern zu spielen. Dabei ist aber die vorübergehende Sperrung von Stehplätzen ebenso im Gespräch wie eine Austragung ohne Gästefans und ein Alkoholverbot bis mindestens 31. Oktober.

Laut Peter würden viele Fans den Spielen ohnehin fernbleiben. “Diese Meinung zieht sich weit in die organisierten Fanszenen – nicht nur bei den Ultra-Gruppen, auch bei ‘Unsere Kurve’. Ein Ausleben eines Fan-Daseins ist unter Corona-Bedingungen gar nicht möglich”, sagte er.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

CAS: ManCity mit “eklatanter Missachtung” der UEFA-Untersuchung

Der englische Fußball-Spitzenklub Manchester City hat nach Auffassung des Internationalen Sportgerichtshofes CAS die UEFA-Untersuchung wegen angeblicher Verstöße gegen das Financial Fair Play (FFP) “eklatant” missachtet. Der europäische Fußballverband habe allerdings nicht nachweisen können, dass City Gelder der Klubbesitzer als Sponsoreneinnahmen getarnt hat. Dies geht aus dem 93-seitigen begründeten Urteil hervor, das der CAS am Dienstag veröffentlichte.

Am 13. Juli hatte der Sportgerichtshof die durch die UEFA verhängte zweijährige Europapokalsperre gegen die Skyblues aufgehoben. Auch wurde die ursprüngliche Geldbuße von 30 auf 10 Millionen Euro reduziert. Doch auch diese Summe kennzeichne “einen schweren Verstoß” des Klubs, der mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der UEFA-Untersuchungskommission gezeigt habe, begründete der CAS.

Bei der Anklage wegen angeblicher Verschleierung von Eigenkapitalfinanzierung sei hingegen kein schwerwiegenderer Verstoß festzustellen gewesen, und “auf der Grundlage der Beweise kann das Gremium nicht zu der Schlussfolgerung kommen, dass eine verschleierte Finanzierung an City gezahlt wurde”.

Dem Klub wurde vorgeworfen, den Wert der Einnahmen der emiratischen Sponsoren Etisalat und Etihad Airways absichtlich überhöht zu haben, um die FFP-Bestimmungen zu erfüllen.

Die UEFA leitete ihre Untersuchung ein, nachdem das Nachrichtenmagazin Der Spiegel eine Reihe von E-Mails veröffentlicht hatte, die sich auf die Finanzen der Citizens im Jahr 2018 bezogen. Der CAS wies darauf hin, dass Zeugenaussagen von leitenden Angestellten des Klubs sowie ein Brief von Klubboss Scheich Mansour – die alle dem CAS, nicht aber der UEFA während des ersten Prozesses zur Verfügung gestellt wurden – das ursprüngliche Urteil des Kontinentalverbandes zugunsten des Vereins hätten beeinflussen können.

“Die angefochtene Entscheidung ist daher nicht per se falsch, sondern, zumindest bis zu einem gewissen Grad, eine Folge der Entscheidung von Manchester City, die relevantesten Beweise, die dem Verein zur Verfügung stehen, erst im vorliegenden Berufungsverfahren vor dem CAS vorzulegen”, urteilte das Gericht.

Der CAS hielt auch fest, dass der Fall durch das Drängen der UEFA, die Berufung vor Beginn der Champions-League-Saison 2020/21 abzuschließen, beeinflusst wurde. Das Gericht habe deswegen auf die Forderung nach mehr Beweismitteln verzichtet.

Neun Premier-League-Klubs (Arsenal, Burnley, Chelsea, Leicester, Liverpool, Manchester United, Newcastle, Tottenham und Wolverhampton) reichten bei der UEFA einen Antrag ein, City nicht am Europapokal teilnehmen zu lassen, wenn vor Beginn der Saison 2020/21 kein Urteil gefällt worden sei.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Nürnbergs Medeiros wechselt auf Leihbasis nach Braga

Offensivspieler Iuri Medeiros wechselt auf Leihbasis vom Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg in seine portugiesische Heimat zum Erstligaklub SC Braga. Das gaben beide Vereine am Dienstag bekannt.

Das Leihgeschäft beläuft sich auf eine Saison, dazu besitzen die Portugiesen eine Kaufoption. Der 26-jährige Medeiros wechselte erst vergangenen Sommer für zwei Millionen Euro Ablöse von Sporting Lissabon nach Nürnberg.

Medeiros kam vergangene Saison lediglich auf neun Einsätze und blieb ohne Torbeteiligung. Sein letzter Einsatz war aufgrund von Verletzungen im November vergangenen Jahres. Medeiros’ Vertrag bei den Franken läuft noch bis 2023.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch