Nach Frahn-Rauswurf: Chemnitz-Boss Sobotzik bedroht

Geschäftsführer Thomas Sobotzik vom Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC ist nach dem Rauswurf von Kapitän Daniel Frahn offenbar bedroht worden. “Ich hatte sehr viele WhatsApp-Nachrichten von Fans, die plötzlich meine Nummer hatten. Das waren sicherlich nicht nur nette WhatsApp. Wenn man das als Drohungen bezeichnen kann”, sagte er dem MDR. 

Der CFC hatte sich am Montag von Frahn getrennt, nachdem jener die 1:3-Niederlage seiner Mannschaft am Samstag beim Halleschen FC im Fanblock des Auswärtsteams verfolgt hatte. Damit habe sich der aktuell verletzte Profi als “großer Sympathisant der rechtsradikalen und menschenverachtenden Gruppierung ‘Kaotic Chemnitz’ herausgestellt”, hieß es in der Pressemitteilung des Klubs.

Beim Gespräch mit Frahn am Montag habe sich der Stürmer wenig reumütig gezeigt. “Er war nicht sehr einsichtig, das war auch noch einmal enttäuschend. Er sieht das nicht als Problem. Es sei reine Privatsache, mit wem er sich umgibt”, sagte Sobotzik. Frahn war nicht das erste Mal auffällig geworden. 

Beim Skandalspiel im März gegen gegen VSG Altglienicke (4:4), das wegen umstrittenen Trauerbekundungen für den verstorbenen und mutmaßlich rechtsradikalen Chemnitz-Fan Thomas H. in die Schlagzeilen geriet, hatte Frahn nach einem Treffer ein schwarzes T-Shirt mit der weißen Aufschrift “Support your local Hools” (Unterstütze deine lokalen Hooligans) hochgehalten. Er wurde daraufhin gesperrt und zu einer Geldstrafe verurteilt.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Eine Antwort auf „Nach Frahn-Rauswurf: Chemnitz-Boss Sobotzik bedroht“

  1. nach Jahrzehntelanger FCK/CFC Leidenschaft – ich gehe seit den 60er Jahren zu diesem Club überwigend zu Heimspielen aber auch vereinzelt zu Auswärtsspielen bin ich seit letzter Zeit ziemlich ratlos über die Befindlichkeiten im Umfeld dieses Vereins – die Insolvenz hat natürlich mit dazu beigetragen, die Unsicherheiten dbzgl. zu fördern. Wie kann man das als fan überhaupt beeinflussen bzw. deeskalierend zwischen Insolvenzverwalter und dem sogenannten Notvorstand agieren. Ich bin seit mehreren jahren Mitglied des CFC, gehöre aber keiner Fangruppierung o.ä. mehr an – auch nicht der Ultragruppierung innerhalb des Vereins. Ich war vor den Geschehnissen vom 09.03. Mitglied im Fanclub Totale Offensive des CFC, bin aber aus diesem Fanclub ausgetreten.

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