Nach anstrengenden Achtelfinals: Brych und Siebert blicken gespannt nach Wembley

Nach ihren anstrengenden Einsätzen im Achtelfinale schauen die deutschen EM-Schiedsrichter Felix Brych und Daniel Siebert gespannt auf den Klassiker zwischen England und Deutschland am Dienstag im Londoner Wembley-Stadion (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV). Ob die Referees in Diensten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) noch einmal bei der Endrunde zum Einsatz kommen werden, hängt auch vom Weiterkommen oder Ausscheiden der deutschen Mannschaft ab.

Wie erwartet hatten der Berliner EM-Neuling Siebert und der Münchner Routinier Brych bei ihren Partien der ersten K.o.-Runde alle Hände voll zu tun. Sowohl Sieberts Partie zwischen Wales und Dänemark (0:4) wie auch die von Brych geleitete Begegnung zwischen Belgien und Titelverteidiger Portugal (1:0) waren phasenweise äußerst hektisch.

Siebert musste sich nach seiner Roten Karte gegen den Waliser Harry Wilson (90.) Kritik von Topstar Gareth Bale gefallen lassen. “Der Schiedsrichter war wohl von den dänischen Fans beeinflusst”, hatte der 31-Jährige gesagt, der aufgrund seiner verbalen Auseinandersetzungen mit Siebert selbst kurz vor einem Platzverweis stand.

Der belgische Siegtorschütze Thorgan Hazard bewertete den Auftritt Brychs dagegen etwas gelassener. “Alles in allem können wir uns nicht beschweren. Ich will nicht schlecht über ihn reden, sonst muss ich später in Deutschland dafür bezahlen”, sagte der Profi von Borussia Dortmund mit einem Augenzwinkern.

Vor den beiden Achtelfinal-Einsätzen hatte die Schiedsrichter-Spitze der Europäischen Fußball-Union (UEFA) die deutschen Unparteiischen explizit gelobt. “Dass die Beiden zum dritten Mal ran dürfen, sagt doch alles. Sie machen es sehr gut, das ist doch klar”, hatte der italienische Referee-Boss Roberto Rosetti zu den Ansetzungen von Siebert und Brych gesagt.

Das Vertrauen Rosettis in Brych durfte als eine Art Rehabilitierung gewertet werden. Schließlich war der Jurist bei der WM-Endrunde 2018 in Russland nach nur einem Vorrundenspiel von der FIFA aus dem Turnier genommen worden. Für Brych war das eine große Enttäuschung.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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