Kein Kruse: Union unterliegt Augsburg

Max Kruse ist weg, die Erfolgsserie gerissen: Union Berlin hat durch ein 0:2 (0:1) beim starken FC Augsburg einen unerwarteten Dämpfer im Kampf um die Europacupplätze einstecken müssen. Nach zuvor fünf Bundesligaspielen ohne Niederlage verpasste es die Mannschaft von Trainer Urs Fischer vor 7600 Zuschauern somit, ihre Position als Anwärter auf die Champions League zu festigen.

Den einsatzfreudigen und schnörkellosen Augsburgern gelang dagegen ein wichtiger Sieg im Kampf gegen den Abstieg. Durch die Treffer des starken Michael Gregoritsch (16.) und von Andre Hahn (60.) beendeten sie eine Serie von fünf Spielen ohne Sieg. 

Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl zeigte sich nach dem desaströsen 1:5 zwei Wochen zuvor bei Bayer Leverkusen stark verbessert, hängt aber nach wie vor im Tabellenkeller fest.

Nach dem Abgang von Kruse zum VfL Wolfsburg hatte Unions Trainer den Nigerianer Taiwo Awoniyi in die Spitze geschickt, Kruse-„Ersatz“ Sven Michel kam erst in der 61. Minute für Andreas Voglsammer.

Weil auch Sascha Prömel wegen einer Corona-Infektion ausfiel, sollten Sheraldo Becker und Dominique Heintz die Offensive ankurbeln. Das gelang gegen aggressive Gastgeber nicht wie gewünscht.

Bei Augsburg stand der Amerikaner Ricardo Pepi nach seiner Reise zur Nationalmannschaft und einem Nasenbeinbruch nicht mal im Kader, was aber nicht weiter auffiel: Der für ihn in die Mannschaft gerückte Florian Niederlechner war bis zu seiner Auswechslung (74.) eine gute Vertretung. Das lautstarke Publikum wirkte zusätzlich belebend auf die mit viel Leidenschaft spielenden Gastgeber.

Das hohe Pressing der kompromisslosen Augsburger hatte schnell Folgen: Nach einem missglückten Passversuch von Torhüter Andreas Luthe landete der Ball bei Gregoritsch, der aus zehn Metern eiskalt verwandelte. 

Es wäre fast noch schlimmer gekommen für Union, doch Christopher Trimmel und der ansonsten starke Luthe vereitelten eine doppelte Chance durch Niederlechner und Ruben Vargas (24.), Gregoritsch traf mit einem Gewaltschuss die Latte (40.)

Union bemühte sich schon nach dem Gegentreffer vermehrt und auch mit langen Bällen um mehr Zug zum Tor, beschwor zusehends auch brenzlige Situationen herauf. Zum Abschluss aber kamen die Gäste nur selten, weil Augsburg mit mehr Entschlossenheit zu Werke ging – auch bei seinen eigenen Angriffen. Gut zu beobachten war dies beim Gewaltschuss von Hahn, der aus 22 Metern im Tordreieck landete.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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