IOC-Präsident Bach fürchtet um „soziale Mission des Sports“

IOC-Präsident Thomas Bach hat indirekt die Pläne einer Super League im Fußball kritisiert. „Sport basiert auf der Offenheit des Wettbewerbs. Aber leider müssen wir sehen, dass dieses Modell gerade bedroht wird. Es ist bedroht durch eine Initiative, die die prinzipiellen Werte des Sports und die Bedürfnisse der Nach-Coronazeit ignoriert“, sagte der 67-Jährige im Rahmen des Kongresses der Europäischen Fußball-Union (UEFA), ohne dabei das Wort Super League konkret in den Mund zu nehmen.

Am Montag hatte eine Gruppe von zwölf internationalen Topklubs mit der Gründung der geschlossenen Super League für ein Erdbeben im europäischen Fußball gesorgt. Bei derartigen Vorstößen gehe es hauptsächlich um „Profitmaximierung“, kritisierte Bach. Durch ein derartiges Aufbegehren einiger weniger könne „die soziale Mission des Sports verloren gehen“, führte er aus, „es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um diese soziale Mission zu retten.“

Bach setzt auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) große Hoffnungen in die vorher anstehende Fußball-Europameisterschaft. „Eine sichere Europameisterschaft würde sicher auch Vertrauen für die Olympischen Spiele schaffen“, sagte der IOC-Präsident. Das IOC werde sich „die EM genau anschauen und die Erfahrungen der UEFA mit den Corona-Maßnahmen in unsere Pläne einfließen lassen“, erklärte Bach: „Wir setzen dieselbe Priorität: Gesundheit. Deshalb können wir voneinander lernen.“

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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