Infantino: FIFA „nicht glücklich“ über DFB-Krise

FIFA-Präsident Gianni Infantino verfolgt die Führungskrise beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit Sorge und kann sich künftig eine Präsidentin an der Spitze vorstellen. Die FIFA sei „nicht glücklich“ darüber, was in Deutschland passiere, sagte der Weltverbandsboss am Freitag auf der Pressekonferenz nach dem 71. Kongress. Die FIFA brauche einen starken DFB mit einem starken Präsidenten, sagte der Schweizer weiter: „Oder vielleicht, wieso nicht, eine DFB-Präsidentin.“

Am Montag war Fritz Keller als Folge eines von ihm ausgelösten Nazi-Eklats als DFB-Präsident zurückgetreten – als dritter DFB-Boss in Folge musste er vorzeitig seinen Hut nehmen. „Ich schätze Fritz Keller als Person“, sagte Infantino: „Er ist eine gute Person. Er hat einen Fehler gemacht und ihn zugegeben.“

Nach dem monatelangen Machtkampf in der DFB-Führung werden immer mehr Rufe nach tiefgreifenden Reformen im größten Einzelsportverband der Welt laut – ebenso wie die Forderungen nach einer Frau an der Spitze. „Vielleicht wäre es mal ganz gut, eine wirkliche Wahl des Präsidenten zu haben“, sagte Infantino: „Wenn man immer versucht, irgendwelche Kompromisslösungen zu finden, funktioniert das vielleicht nicht immer.“

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.