Gladbachs “Urgestein” Jantschke: Kein Verständnis für Pfiffe gegen Ex-Spieler

Tony Jantschke hält seinem Verein seit 13 Jahren die Treue, die Fans von Borussia Mönchengladbach feiern ihn als “Fußballgott” – und doch bringt der Innenverteidiger viel Verständnis für die Spieler auf, die einen anderen Weg gehen. “Loyalität und Treue sind ja keine Einbahnstraßen”, sagte Jantschke im Gespräch mit t-online.de.

“Es gibt sicher viele Spieler, die für sich entschieden haben, ewig in einem Verein zu bleiben. Doch dann kommt vielleicht eine Verletzung, ein neuer Trainer und doch dieses eine interessante Angebot”, sagte er: “Ist diese Person dann plötzlich nicht mehr loyal, wenn sie einen neuen Weg einschlägt, vielleicht sogar einschlagen muss?”

Jantschke weiß, wie schnell es im Profifußball geht, daher kann er nicht verstehen, dass Ex-Spieler bei den vielen Zuschauern einen schweren Stand haben. “Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wie ein Marco Reus, ein Mo Dahoud, ein Thorgan Hazard von unseren Fans ausgepfiffen werden können”, sagte Jantschke über das Trio, das mittlerweile bei Borussia Dortmund spielt: “Diese Spieler haben dem Verein Millionen eingebracht, sowohl als sie hier aktiv waren als auch durch die generierten Ablösesummen.”

Er selbst strebt nach 264 Pflichtspielen für Gladbach keinen Wechsel mehr an. “Ich sehe keinen triftigen Grund, diesen Verein noch einmal zu verlassen”, sagte Jantschke, der in dieser Saison bislang zehnmal in der Bundesliga für Gladbach zum Einsatz gekommen ist.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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