Früherer DFB-Berater Peters: „Zu wenig Führungkompetenz“ bei Top-Verbänden

Der frühere DFB-Berater Bernhard Peters hält eine Strukturreform bei den großen deutschen Sportverbänden für dringend notwendig. „Unstreitig ist, dass die Verbände mit ihren Strukturen der Musik hinterherlaufen. Es gibt viel zu wenig sportfachliche Führungskompetenz in diesen großen Unternehmen“, sagte Peters der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Bezug auf den Deutschen Fußball-Bund (DFB) sowie den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Der ehemalige Hockey-Bundestrainer glaubt, man könne es heutzutage nicht mehr so gestalten, wie „es der DFB und der DOSB mit den Präsidialsystemen und dem ständigen Konfliktfeld zwischen Ehrenamt und Hauptamt noch immer versuchen“. 

Vor allem der DFB, der im März einen neuen Präsidenten wählt, stehe vor einer „Herkulesaufgabe“ in Bezug auf Strukturreformen. „Das ist brutal schwer, weil die Interessen dort derartig auseinanderlaufend sind“, sagte Peters mit Blick auf Amateurklubs auf der einen und Vereine wie Bayern München auf der anderen Seite.

Darüber hinaus sieht Peters ein Problem bei der Nachwuchsförderung im deutschen Spitzensport. Es brauche ein „in sich schlüssiges und ineinandergreifendes Gesamtkonzept“ bei der Sportentwicklung, jedoch gebe es im deutschen Spitzensport dabei „enorme Energieverluste. Ich sehe kaum Entwicklung, wir drehen uns im Kreis“, sagte Peters.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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