Freitag: Rücksichtnahme im Profisport „ein Fremdwort“

Auch die Sportausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag hat eine Sonderrolle für den Profifußball in Zeiten der Corona-Pandemie ausgemacht. „Es ist völlig unstrittig, dass der Fußball eine Sonderrolle für sich beansprucht. Das hat einen einfachen Grund: Der Fußball ist weltweit die beliebteste Sportart. Und da steht eine geballte Macht hinter, die offensichtlich auch weiß, sich entsprechend zu positionieren“, sagte die SPD-Politikerin dem Deutschlandfunk.

Freitag lobte zwar die Hygienekonzepte im Profisport, doch die Handhabung von Fällen wie dem jüngsten positiven Corona-Test von Thomas Müller (Bayern München) während der Klub-WM in Katar seien der Bevölkerung kaum noch vermittelbar. „Der Profifußball, und auch andere Sportarten, leben offensichtlich in einem anderen Kosmos, in dem Rücksichtnahme ein Fremdwort ist“, sagte Freitag.

Die Politik sei diesbezüglich relativ machtlos, so Freitag. Sie erklärte: „Politik kommt dann ins Spiel, wenn es darum geht, Einreisen möglicherweise zu unterbinden. Aber es ist natürlich nicht möglich, deutschen Staatsbürgern die Reise nach Budapest zu verbieten.“ 

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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