Matthäus über Löw und DFB-Elf: “Es stimmt nicht mehr”

Aus Sicht von Lothar Matthäus spielt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der EM im kommenden Sommer nicht bloß um die Zukunft von Bundestrainer Joachim Löw. “Wenn die EM nicht so verläuft, wie wir es uns wünschen und wie wir es angesichts der Spieler auch erwarten können, dann müsste nicht nur Löw den Koffer packen”, sagte der Rekordnationalspieler im Interview mit der Süddeutschen Zeitung: “Sondern alle, die entschieden haben, dass er bleiben soll. Dann müssen die ebenfalls die Konsequenzen tragen.”

Und Matthäus hat seine Zweifel an einer erfolgreichen Zukunft mit Löw, diese seien keinesfalls nur durch das blamable 0:6 in Spanien im November ausgelöst worden. Dieses Spiel sei “ein Ausnahmefall” gewesen: “Aber wenn ich die Gesamtsituation betrachte oder mich an die Spiele davor erinnere, die man über die Zeit gerettet oder in denen man im letzten Moment noch ein Gegentor bekommen hatte. Wenn ich mir all das anschaue, dann stelle ich fest: Es stimmt nicht mehr.”

Ursachen dafür seien durchaus bei Löw zu finden. Dessen Ansprachen seien “nicht mehr so klar wie früher. Das ist nicht mehr so flüssig und eindeutig wie noch 2016, oder sogar 2018. Seine Antworten klingen ein bisschen nach: ‘Lasst mich nur machen – ihr anderen habt keine Ahnung!’ Und dann diese Teilnahmslosigkeit auf der Bank, vor allem gegen Spanien!”

Dass Löw nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 eine weitere Chance erhielt, habe Matthäus nachvollziehen können. Nun aber sei “der Glaube der Fans verloren gegangen, und ich glaube, der DFB unterschätzt das”, sagte der 59-Jährige, der sich dennoch wünschen würde, “dass Joachim Löw wieder in die Spur findet – für ihn und für den deutschen Fußball.”

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Bayer-Boss Carro: “Wir müssen immer mehr wollen”

Geschäftsführer Fernando Carro vom Bundesligisten Bayer Leverkusen hat von allen Mitarbeitern im Klub eine größere Gier nach Erfolg gefordert. “Diese Einstellung erwarte ich von jedem Einzelnen: im Fußball-Unternehmen und in der Mannschaft”, sagte der 56-Jährige im Interview mit Sport1: “Ich will das noch weiter in den Verein hineintragen. Wir müssen immer mehr wollen.”

Die Last-Minute-Niederlage kurz vor Weihnachten gegen Meister Bayern München liegt Carro daher “immer noch im Magen. Wir waren über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft. Am Ende verlieren wir in letzter Sekunde 1:2.” Dennoch sieht er die Leverkusener auf einem guten Weg: “Natürlich sind die Bayern der scheinbar übermächtige Gegner – aber wir wollen und können es mit ihnen aufnehmen. Das hat das Spiel gezeigt.”

Das nach der Niederlage erneut aufkeimende “Vizekusen-Etikett” interessiert Carro “überhaupt nicht. Wir müssen uns in vielen Punkten sicherlich noch weiterentwickeln. Dazu gehört auch, in den entscheidenden Spielen bis zur letzten Sekunde voll da zu sein”, sagte er.

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Barcelona patzt ohne Messi

Der FC Barcelona schleppt sich in Spanien durch die Fußball-Saison. Ohne Superstar Lionel Messi, der nach einem Sonderurlaub in seiner Heimat Argentinien von der Tribüne aus zuschaute, kamen die Katalanen gegen den Abstiegskandidaten SD Eibar am Dienstag nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. 

Der frühere Dortmunder Bundesligaprofi Ousmane Dembele rettete Barcelona immerhin den einen Punkt: Der Franzose traf in der 67. Minute zum Ausgleich. Kike Garcia (57.) hatte Eibar nach einem schlimmen Aussetzer von Verteidiger Ronald Araujo in Führung gebracht. 

Barcelonas Rückstand auf Tabellenführer Atletico Madrid, der zwei Spiele weniger absolviert hat, beträgt sieben Punkte.

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Bundesliga: Mainzer Kunde fällt nach OP aus

Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 muss für vier bis sechs Wochen auf seinen Mittelfeldspieler Pierre Kunde verzichten. Der 25-Jährige hat sich laut Vereinsmitteilung vom Dienstag einem Eingriff am rechten Kniegelenk unterzogen. Kunde hat im ersten Saisonteil elf von 13 möglichen Ligaspielen absolviert.

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Hasenhüttl in Corona-Quarantäne – Rekordzahl neuer Fälle in der Premier League

Der deutsche Teammanager Ralph Hasenhüttl vom englischen Fußball-Erstligisten FC Southampton muss sich nach einem Coronafall in seinem Haushalt in Isolation begeben. Der 53-Jährige steht deshalb beim abendlichen Ligaspiel gegen West Ham United (19.00 Uhr/Sky) nicht an der Seitenlinie. Der frühere Bundesliga-Trainer werde aber während des Spiels “mit seinem Team in Kontakt bleiben”, teilte der Klub auf seiner Webseite mit.

Bereits am Montag war das Spiel von Manchester City beim FC Everton aufgrund von mehreren Coronafällen beim Vizemeister verlegt worden. Alle betroffenen Spieler und Betreuer haben sich laut Auskunft des Teams von Ilkay Gündogan umgehend in Isolation begeben.

Insgesamt verzeichnete die Premier League in dieser Woche eine Rekordzahl von 18 neuen Coronafällen. Dies teilte die Liga bei ihrer wöchentlichen Testbilanz mit.

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