Klopp fühlt “extrem” mit van Dijk: “Wir werden auf ihn warten”

Teammanager Jürgen Klopp vom englischen Fußball-Meister FC Liverpool fühlt “extrem” mit seinem verletzten Abwehrstar Virgil van Dijk. “Wir sind für ihn da, das weiß er. Wir werden auf ihn warten, so wie eine gute Ehefrau wartet, wenn der Ehemann im Gefängnis sitzt”, sagte Klopp in einer Videobotschaft bei LFC TV. In der Zwischenzeit wolle der Klub “alles tun, was wir tun können, um es ihm so leicht wie möglich zu machen”, sagte Klopp weiter.

Wegen einer nicht näher erläuterten Bänderverletzung fällt der 29 Jahre alte Niederländer auf unbestimmte Zeit aus. Dass van Dijk am Samstag im Derby beim FC Everton (2:2) durch die Attacke von Torwart Jordan Pickford einen Kreuzbandriss erlitten habe, wie Medien berichteten, bestätigte Liverpool nicht explizit.

“Wir fühlen in diesem Moment extrem mit ihm, weil die meisten von uns in einer ähnlichen Situation waren. Und wir wissen, dass diese Situationen absolut unsinnig sind”, sagte der 53-jährige Klopp, der mit van Dijk in Kontakt steht und sich auch als Optimist gab: “Heute ist der erste Tag der Genesung, wenn Sie so wollen”, sagte Klopp.

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Juventus setzt Betrieb seiner Nachwuchsmannschaften aus

Der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin hat den Betrieb seiner Nachwuchsmannschaften vorerst ausgesetzt. Der Beschluss, der sowohl die männlichen als auch die weiblichen Jugendteams betrifft, wurde nach mehreren Coronafällen in der U23 gefasst. Die positiv getesteten Spieler wurden unter Quarantäne gestellt. Zuletzt war auch der Trainer der U23, Lamberto Zauli, an COVID-19 erkrankt.

Das U23-Team der Bianconeri spielt in der dritten italienischen Liga. Auch in der Serie A sind zahlreiche Spieler mit dem Coronavirus infiziert.

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Nach Anfeindungen gegen Moukoko: Videomaterial ausgewertet

Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat nach den Anfeindungen gegen Borussia Dortmunds Jungstar Youssoufa Moukoko im U19-Revierderby die ersten Ermittlungsschritte abgeschlossen. “Der FC Schalke 04 hat das ihm zur Verfügung gestellte Audio- und Videomaterial des Spiels ausgewertet und arbeitet nunmehr intensiv an der Identifikation der verantwortlichen Personen”, teilten die Königsblauen auf ihrer Homepage mit.

Moukoko (15), Dreifach-Torschütze des BVB im “kleinen Derby” im neuen Gelsenkirchener Parkstadion (3:2), war am Sonntag mit Todeswünschen und Drohungen überzogen worden. Da die 300 Eintrittskarten personalisiert waren, hofft Schalke, die Übeltäter ausfindig machen zu können. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird ebenfalls ermitteln.

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Nürnberg verspielt erneut eine Führung – für Trainer Klauß keine Kopfsache

Viertes Spiel, zum dritten Mal eine Führung verspielt – für Trainer Robert Klauß liegt der Stotterstart des 1. FC Nürnberg in der 2. Liga nicht an einem mentalen Problem. “Ich glaube nicht, dass das eine Kopfsache ist”, sagte der 35-Jährige nach dem furiosen 2:2 (1:1) beim FC St. Pauli.

Neuzugang Manuel Schäffler (8.) bei seinem Debüt und Johannes Geis (49.) per Handelfmeter hatten den Club zunächst zwei Mal in Führung gebracht, doch Rodrigo Zalazar (28.) per Foulelfmeter und Daniel Buballa (78.) konnten für die Hamburger noch ausgleichen. Wie schon zuvor bei Jahn Regensburg (1:1) und gegen Darmstadt 98 (2:3) verspielten die Franken Punkte, mit fünf Punkten liegt der Traditionsklub auf Platz neun.

“Am Ende ist aber wichtig, dass wir hier etwas mitgenommen haben. In so einem wilden Spiel hat man bis zum Schluss das Gefühl, dass noch was passieren kann”, sagte Klauß. Schäffler war hinterher “nicht ganz zufrieden, auch wenn ich getroffen habe. Ich muss die Bälle besser halten und verteilen”, sagte der Angreifer: “Wir haben heute die Führungen zu einfach verspielt. Es ist aber gut, dass wir mit einem Punkt nach Hause fahren.”

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Wieder kein Sieg nach Führung: Nürnberg mit Remis bei St. Pauli

Erst Regensburg, dann Darmstadt – jetzt St. Pauli: Der 1. FC Nürnberg hat schon wieder eine Führung verspielt. Die Mannschaft von Trainer Robert Klauß kam am 4. Spieltag in der 2. Liga trotz einer guten Vorstellung nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus, nachdem Manuel Schäffler (8.) den Club bei seinem Debüt und Johannes Geis (49.) per Handelfmeter zunächst zwei Mal in Führung geschossen hatten. Doch Rodrigo Zalazar (28.) per Foulelfmeter und Daniel Buballa (78.) glichen für die Kiezkicker vor 1000 Fans nicht unverdient noch aus.

Beide Teams müssen damit weiter auf ihren zweiten Saisonsieg warten. St. Pauli rangiert in der Tabelle auf Platz sieben. Nürnberg, das sowohl gegen Regensburg (1:1) als auch gegen Darmstadt (2:3), hier ebenfalls zwei Mal, eine Führung aus der Hand gegeben hat, ist Neunter.

Die Fans auf dem Kiez sahen eine äußerst muntere Partie, lange ging es hin und her – wobei St. Pauli durch die Gegentore gezwungen war, das Spiel zu machen und Nürnberg mehr auf Konter setzte. Schäffler suchte dabei stets die Lücken in der Dreierkette der Hamburger, die er schon in der Anfangsphase entdeckt hatte.

Die Hausherren zeigten sich allerdings wenig geschockt, spielten weiter zielstrebig nach vorne. Nach einigen guten Möglichkeiten verwandelte dann Zalazar einen Strafstoß nach Videobeweis eiskalt im rechten Eck. 

Beide Teams hielten stets das Tempo hoch und erarbeiteten sich gute Möglichkeiten. Bei Nürnberg machten sich die prominenten Ausfälle unter anderem des erneut schwer verletzten Angreifer Virgil Misidjan oder von Hanno Behrens, der Mitte der Woche positiv auf das Coronavirus getestet wurde, kaum bemerkbar. Robin Hack (30.) hätte sogar schon vor der Pause zur erneuten Führung treffen müssen.

Auf der anderen Seite sorgte der quirlige Zalazar immer wieder für Wirbel, doch Nürnberg war effektiver. Geis verwandelte sicher vom Punkt, nachdem der nicht immer sichere Schiedsrichter Florian Heft nach Videoansicht auf ein Handspiel von Christopher Avevor entschieden hatte.

Bei St. Pauli ließen dann irgendwann die Kräfte nach, doch Zalazar und Co. drängten weiter nach vorne. Nürnberg war mit zunehmender Spieldauer vor allem darauf bedacht, in der Abwehr sicher zu stehen.

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