FIFA: WM 2022 in Katar wie geplant – Termine für Klub-WM offen

Der Fußball-Weltverband FIFA geht trotz der Corona-Pandemie von der planmäßigen Austragung der Weltmeisterschaft in Katar (21. November bis 18. Dezember 2022) aus. Das bestätigte FIFA-Präsident Gianni Infantino nach dem 70. Kongress am Freitag. “Wir haben Glück im Unglück. Die WM findet erst Ende 2022 statt, dadurch haben wir etwas mehr Zeit für die Qualifikationsrunde”, sagte Infantino.

Zur Durchführung der Qualifikation stellte der FIFA-Chef kurzfristige Änderungen des Modus in den jeweiligen Konföderationen in Aussicht. “Wir werden sicherstellen, dass die Qualifikationsspiele überall stattfinden können”, sagte Infantino: “Die WM ist das wichtigste Turnier der Welt. Sie hat oberste Priorität für die FIFA. Wir werden die beste WM der Fußballgeschichte erleben.”

Eine Austragung der Klub-WM 2020 mit Champions-League-Sieger Bayern München zum geplanten Termin im Dezember hält Infantino aufgrund der Unterbrechung des Spielbetriebs für unwahrscheinlich. Der Wettbewerb könne Anfang nächsten Jahres ausgetragen werden.

Wann die ursprünglich für 2021 geplante erweiterte Klub-WM mit 24 Vereinsmannschaften nachgeholt wird, ist offen. Die Erstauflage des Wettbewerbs war aufgrund der EM-Verschiebung verlegt worden.

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Thiago-Transfer nach Liverpool perfekt

Der lange erwartete Wechsel des spanischen Fußball-Nationalspielers Thiago (29) von Champions-League-Sieger Bayern München zum englischen Meister FC Liverpool ist in trockenen Tüchern. Nachdem die Verantwortlichen des FC Bayern die Einigung mit den Reds am Donnerstag bestätigt hatten und der Mittelfeldstar am Freitagmittag emotional bei Twitter nach sieben Jahren Abschied genommen hatte, bestätigten am Nachmittag auch die Reds den Transfer. Die Ablöse soll bei 30 Millionen Euro liegen.

“Es ist ein großartiges Gefühl. Ich habe lange auf diesen Moment gewartet, und ich bin sehr, sehr glücklich, hier zu sein”, wurde Thiago in der Mitteilung des FC Liverpool zitiert: “Dieser Klub beschreibt auch, was ich bin: Ich möchte alle Ziele erreichen, so viele Trophäen wie möglich gewinnen.”

Thiago gilt als Königstransfer für Liverpool-Teammanager Jürgen Klopp. Bayern München hatte lange um einen Verbleib des Technikers gekämpft, gab diesen aber ein Jahr vor Vertragsablauf frei.

Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge würdigte Thiago zum Abschied: “Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie Pep Guardiola gleich zu Beginn seiner Amtszeit in München sagte: ‘Thiago oder nix!’. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass wir Peps Forderung erfüllt haben. Thiago hat sich von einem Talent zu einem absoluten Führungsspieler entwickelt, den wir obendrein auch menschlich sehr geschätzt haben.”

Thiago kam 2013 vom FC Barcelona nach München, wo er in sieben Spielzeiten unter anderem sieben Deutsche Meisterschaften, vier DFB-Pokalsiege, die Klubweltmeisterschaft und vor wenigen Wochen die Champions League gewann. In 235 Pflichtspielen für den FC Bayern gelangen ihm 31 Tore und 35 Vorlagen.

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Infantino: “Virus hat gezeigt, wie verletzlich wir sind”

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat in seiner Ansprache beim 70. Kongress des Fußball-Weltverbandes die Herausforderungen durch die Coronakrise hervorgehoben. “Ein kleines Virus hat gezeigt, wie verletzlich wir sind”, sagte er bei der Videokonferenz am Freitag in Zürich: “Die FIFA ist nicht in der Krise, aber der Fußball steckt in der Krise. Und die FIFA muss an der Seite des Fußballs stehen.” 

Infantino wies zu Beginn der Veranstaltung auf den milliardenschweren Hilfsplan für die Mitgliedsverbände hin. “Das ist ein historischer Plan. So etwas hat es im Sport noch nie gegeben”, sagte Infantino. Insgesamt 1,5 Milliarden Dollar werden in der Krise zur Verfügung gestellt – 150 der 211 Mitgliedsverbände haben bereits einen Antrag auf Hilfsgelder gestellt.

Grundsätzlich plant die FIFA beim Finanzplan bis 2022 aufgrund der Coronakrise mit rund 100 Millionen Euro weniger Einnahmen. Der Gesamtumsatz soll sich dennoch auf 5,5 Milliarden Euro belaufen. Die Rücklagen werden laut Etatplan von 2,33 Milliarden Euro (2018) auf 1,36 Milliarden Euro (2021) schrumpfen. Laut Weltverband solle es aber “keine Abstriche bei den strategischen Investitionen der FIFA” geben.

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Infantino wehrt sich erneut: “Wollte FIFA von Schatten der Vergangenheit befreien”

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich erneut gegen die Vorwürfe rund um das in der Schweiz eröffnete Strafverfahren gewehrt. Er habe gehandelt, “weil ich die FIFA von den Schatten der Vergangenheit befreien wollte”, sagte der 50-Jährige in seiner Ansprache beim 70. Kongress des Fußball-Weltverbandes in Zürich: “Wir kämpfen unermüdlich weiter gegen die Korruption im Fußball. Heute bin ich entschlossener denn je, für diese Werte einzustehen.”

Gegen Infantino läuft in seiner Schweizer Heimat seit Ende Juli ein Strafverfahren. Dort ist er in eine Justizaffäre um den nicht mehr im Amt befindlichen Bundesanwalt Michael Lauber verwickelt. 

Es geht um drei nicht protokollierte Geheimtreffen zwischen Lauber und Infantino, die 2016 und 2017 stattgefunden haben. Die Treffen sollen auf Wunsch Infantinos arrangiert worden sein – Lauber hatte zu diesem Zeitpunkt aber mehrere Verfahren im Bereich des Weltfußballs geleitet.

Infantino betonte, dass die Treffen stattgefunden hätten, “um klarzustellen, dass die neue FIFA meilenweit von der alten FIFA entfernt ist”. Bereits vor einem Monat war die FIFA-Ethikkommission Infantino zur Seite gesprungen. Das Gremium hatte seine Voruntersuchung gegen Infantino aufgrund “mangelnder glaubhafter Beweise” eingestellt.

“Überall ist man von der neuen FIFA überzeugt – fast überall. Wir werden die Skeptiker auch noch überzeugen”, sagte Infantino bei der Videokonferenz am Freitag: “Am Schluss wird man sehen, dass diejenigen, die mit erfundenen Konspirationstheorien Schaden anrichten wollen, von ihrer eigenen Torheit eingeholt und entlarvt werden.”

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Bale von Tottenham-Fans begeistert empfangen – Deal vor Abschluss

Die Rückkehr von Gareth Bale zu Tottenham Hotspur ist wohl nur noch Formsache. Der walisische Fußballstar reiste am Freitag ins Trainingszentrum des englischen Premier-League-Klubs in Enfield, wo er von etwa 50 Fans mit Gesängen begrüßt wurde. Zuvor war der 31-Jährige von Madrid ins nördlich von London gelegene Luton geflogen.

Bale war 2007 von Southampton zu Tottenham gewechselt, 2013 zog er für die damalige Weltrekord-Ablöse von 100 Millionen Euro zu Real Madrid weiter. Nun steht er vor einer Rückkehr zu den Spurs, erwartet wird ein Leihgeschäft. “Bevor mir nicht gesagt wird, dass Bale ein Tottenham-Spieler ist, denke und fühle und respektiere ich die Tatsache, dass er ein Real-Madrid-Spieler ist”, sagte Tottenhams Teammanager Jose Mourinho.

In Madrid hatte Bale unter Trainer Zinedine Zidane zuletzt keine große Rolle mehr gespielt, nach Ende des Corona-Lockdowns bestritt er nur 48 Minuten in den zwölf Partien.

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