Fans kritisieren Reformen im Profifußball: „Ein Anfang, aber kein großer Wurf“

Die Anhänger der Profiklubs sehen die im Zuge der „Taskforce Zukunft Profifußball“ durchgeführten Reformen im deutschen Fußball kritisch. „Ein Anfang, aber kein großer Wurf“, schrieb das Fan-Netzwerk „Zukunft Profifußball“ am ersten Jahrestag der Veröffentlichung des Ergebnisberichts des interdisziplinären Gremiums: „Ein Jahr nach Abschluss der DFL-Taskforce können wir erste Erfolge feiern. Wir haben einiges erreicht. Aber es ist noch ein weiter Weg hin zu einem nachhaltigen und zeitgemäßen Profifußball.“

Die Vertreter der bundesweit über 50 Fanbündnisse fordern die Deutsche Fußball Liga und die 36 Profiklubs auf, „ihre Arbeit an Reformen deutlich zu intensivieren und transparent zu machen.“

Die Umsetzung vieler der 17 Handlungsempfehlungen lasse noch „auf sich warten“, hieß es weiter: „Nach wie vor sehen wir bei vielen weiteren Themen dringenden Reformbedarf.“ 

Es gehe angesichts der zunehmenden Entfremdung der Fans, „um nicht weniger als die gesamte Zukunft des Profifußballs“. Als erste wichtige Erfolge wertete das Netzwerk die Aufnahme von Voraussetzungen für den Klub-Fan-Dialog sowie von Nachhaltigkeitskriterien in die Lizenzierungsordnung. Doch in vielen Bereichen habe es noch „keine Bewegung“ gegeben. 

Insbesondere die zu Lasten der sportlichen Integrität gehende ökonomische Ungleichheit werde nicht ausreichend angegangen, bemängeln die Anhänger. Dazu gebe es in den Bereichen Geschlechtergerechtigkeit und Diversität, Ausarbeitung eines Menschenrechtskonzepts sowie Stärkung des Frauenfußballs noch Nachholbedarf.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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