Fan-Initiativen üben deutliche Kritik an Europacup-Reform

Die Fan-Initiativen „Unser Fußball“ und „ProFans“ haben die Reformpläne der Europäischen Fußball-Union (UEFA) für den Europapokal scharf kritisiert. Diese seien „alles andere als ein Schritt in die richtige Richtung – sie verstärken stattdessen bestehende Missverhältnisse“, hieß es in einer Stellungnahme von „Unser Fußball“. Reformen würden zwar „dringend gebraucht, aber sie müssen die nationalen Ligen und den fairen Wettbewerb stärken“.

„ProFans“ erwartet bei Umsetzung der Pläne eine weitere Zuspitzung: „Der Aufstieg von Vereinen aus der zweiten Reihe in europäische Höhen wird nur noch mit der Abhängigkeit von massivem finanziellem Engagement fußballfremder Investoren zu erkaufen sein.“ Unter dem Strich werde „das wirtschaftliche Hasardspiel noch angeheizt“. ProFans-Pressesprecher Sig Zelt ergänzte: „Selbst die aktiven Fans von Vereinen wie Bayern und BVB lehnen die Pläne ab. Für wen wird eigentlich der Profifußball gespielt, wenn nicht für die Fans?“

Nach SID-Informationen trifft sich am Mittwoch das Exekutivkomitee der UEFA, um tiefgreifende Änderungen an der Champions League ab 2024 zu beschließen. Dabei ist unter anderem eine Aufstockung von 32 auf 36 Mannschaften und eine Erhöhung der Anzahl der Spiele in der Vorrunde, die durch das sogenannte „Schweizer Modell“ ersetzt werden soll, vorgesehen.

„Unser Fußball“ schließt sich damit der Kritik anderer Fan-Organisationen an. „Wir erwarten, dass sich die deutschen Verbände DFL und DFB endlich deutlich von den geplanten Reformen distanzieren und Rainer Koch als Vertreter des deutschen Fußballs diese am Mittwoch ablehnt“, schrieb die Initiative. Auch „ProFans“ rief DFB-Vizepräsident Koch als einen von 18 Entscheidern im UEFA-Gremium dazu auf, gegen die Pläne zu stimmen.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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