Fan-Bündnis lehnt Champions-League-Reform ab

Vertreter der deutschen Fußball-Fans lehnen die geplante Reform der Champions League kategorisch ab. Es handele sich bei dem Vorhaben der Europäischen Fußball-Union (UEFA) um an “ein Zugeständnis an Investoren, dass sie ihre Rendite erwirtschaften können und ihnen nicht ein kurzfristiger sportlicher Misserfolg das Konzept vermasselt”, kritisierte Sig Zelt, Sprecher des Bündnisses ProFans, im Gespräch mit dem SID die Pläne, die von der einflussreichen Klubvereinigung ECA unterstützt werden.

Die UEFA will ihre Königsklasse angeblich von derzeit 32 auf 36 Teilnehmer aufstocken. Zudem soll der Wettbewerb künftig im sogenannten “Schweizer Modell” gespielt werden, wodurch die Mannschaften mindestens zehn statt bisher sechs Spiele in der Vorrunde absolvieren würden. Sollte ein Klub die Champions-League-Plätze in seiner nationalen Liga verpassen, wäre eine Teilnahme auch durch sportliche Erfolge der Vergangenheit möglich.

“Eine nicht leistungsabhängige Qualifikation oder ein Auffangnetz für eine in diesem Jahr nicht geschaffte Qualifikation lehnen wir ab”, sagte Zelt. Zugleich bemängelte er, dass “die Terminpläne noch enger werden”, und das mehr erwirtschaftete Geld “ungleichmäßig” aufgeteilt werde: “Das wird die Kluft zwischen den international spielenden Vereinen und den anderen in den nationalen Ligen weiter verstärken, es wird dem Fußball dadurch in den nationalen Ligen Spannung nehmen.”

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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