„Es fehlt der Killer-Instinkt“: Leipzig bremst im Endspurt

Der Titel war auch rechnerisch fast weg, und Julian Nagelsmann wollte eigentlich gar nicht mehr darüber reden. „Vor dem Spiel waren es sieben Punkte auf die Bayern, jetzt sind es zehn“, sagte der Trainer von RB Leipzig nach dem bitteren 1:2 (0:0) beim 1. FC Köln: „Das war auch vorher nicht mehr sehr realistisch.“

Und so ärgere er sich „eher darüber, dass wir hier nicht gewonnen haben, als darüber, dass wir nicht Meister werden.“ Dem 0:0 gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Freitag folgte nun also die völlig überraschende Niederlage beim Abstiegskandidaten in Köln – im Schlussspurt der Saison geht den zweitplatzierten Sachsen offenkundig ein wenig die Luft aus.

Da allerdings widersprach Nagelsmann entschieden. „Wenn man die Spiele gegen Hoffenheim und Köln zusammennimmt, waren es 41:10 Torschüsse für uns und 1:2 Tore gegen uns“, sagte der 33-Jährige: „Ich würde nicht sagen, dass die Luft bei uns raus ist. Wir haben mit genug Power gespielt, um zu gewinnen.“ Die Analyse sei „total simpel: Es ist kein Charakterding, es fehlt nicht die Lust, es fehlen einfach die Tore, der Killer-Instinkt.“

Und deshalb fehlen im Saisonfinale jetzt eben die Punkte. Zehn Zähler sind es auf Spitzenreiter Bayern München, das ist praktisch in den verbleibenden vier Spielen eigentlich nicht mehr aufzuholen. Und auch theoretisch kann am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) alles klar sein: Gewinnt der Rekordmeister dann bei Abstiegskandidat FSV Mainz 05, dann ist der 31. Titel perfekt.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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