EM-Generalprobe: Ungarn, Polen und Tschechien mit durchwachsenen Vorstellungen

Der deutsche Gruppengegner Ungarn sowie Polen und Tschechien gehen mit gemischten Gefühlen in die Fußball-Europameisterschaft. Drei Tage vor dem Start des paneuropäischen Turniers (11. Juni bis 11. Juli) wussten die drei EM-Teilnehmer gegen vermeintlich schwächere Gegner kaum zu überzeugen. Ungarn und Polen spielten nur remis, die Tschechen taten sich beim 3:1 (1:1) gegen Albanien lange schwer.

Die Ungarn um die Leipziger Willi Orban und Peter Gulacsi, die am 23. Juni in München auf Deutschland treffen, trennten sich vom nicht für die EURO qualifizierten Irland 0:0. Bis auf zwei gute Chancen von Kapitän Adam Szalai (39./55.) taten sich die Ungarn ohne Offensivstar Dominik Szoboszlai erneut schwer. Der 20-Jährige von RB Leipzig musste vor einer Woche seine EM-Teilnahme verletzungsbedingt absagen.

Auch die polnische Auswahl um Weltfußballer Robert Lewandowski spielte sechs Tage vor ihrem Auftaktspiel nur 2:2 (1:1) gegen Island. Albert Gudmundsson (26.) und Brynjar Ingi Bjarnason (47.) hatten den EM-Viertelfinalisten von 2016, der die diesjährige EURO 2020 verpasst hatte, zweimal in Führung gebracht. Angefeuert von gut gefüllten Zuschauerrängen glich Polen dank Piotr Zielinski (34.) und Karol Swiderski (88.) zweimal aus. 

Lewandowski wurde in der 81. Minute ausgewechselt. Beim 1:1 gegen Russland am vergangenen Mittwoch war der Bundesliga-Rekordtorschütze von Bayern München noch geschont worden.

Tschechien, das am vergangenen Freitag mit 0:4 in Italien untergegangen war, hatte auch mit Albanien seine Probleme. Nach der Führung durch Leverkusens Patrik Schick (19.) gelang der Nummer 66 der Welt der Ausgleich durch Sokol Cikalleshi (42.). Lukas Masopust (68.) und Ondrej Celustka (90.) besorgten den Sieg. Der EM-Finalist von 1996 bekommt es zum EM-Auftakt am Montag (15.00 Uhr/MagentaSport) in Glasgow mit Schottland zu tun.

Wenige Stunden später startet Polen in St. Petersburg gegen die Slowakei ins EM-Turnier (18.00 Uhr ARD/MagentaSport). Am Dienstag empfängt Außenseiter Ungarn in Budapest Titelverteidiger Portugal (18.00 Uhr/ZDF, MagentaSport).

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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