Eintracht Braunschweig macht Fan-Bedrohungen öffentlich

Der Fußball-Traditionsverein Eintracht Braunschweig hat offenbar mit Bedrohungen und Übergriffen aus dem eigenen Fanlager zu kämpfen. “Nach dem Abstieg steigerten sich die Tiraden im Internet bis hin zu Todeswünschen- und Drohungen gegen Spieler und sportlich Verantwortliche”, teilte der Zweitliga-Absteiger auf eine Anfrage der Braunschweiger Zeitung mit.

Spieler und Funktionäre hätten sich nach dem feststehenden Gang in die dritte Liga “in ihrem subjektiven Sicherheitsgefühl zum Teil stark beeinträchtigt” gefühlt. “Nach dem Abstieg wurden Mitglieder der Mannschaft in der Stadt persönlich angepöbelt und beleidigt”, teilte die Eintracht mit. Ein Spieler sei beim Spaziergang mit Frau und Kind “erst beleidigt und dann von seiner Familie weggestoßen” worden.

Auch eine Person aus dem sportlichen Bereich sei “abends auf dem Heimweg von einer Person verfolgt und seine Haustür fotografiert” worden. “Einige Tage später fanden sich an seiner Wohnungstür mehrere Nachrichten mit Beleidigungen und der Drohung, es wäre besser, wenn er die Stadt verlassen würde”. Laut Braunschweiger Zeitung soll es sich dabei um Peter Vollmann, Geschäftsführer Sport beim BTSV, gehandelt haben.

Ende Mai hatte es einen weiteren Zwischenfall vor dem Teamhotel der Braunschweiger gegeben, nachdem sie am vorletzten Spieltag gegen die bereits abgestiegenen Würzburger Kickers mit 1:2 verloren hatten. Die Polizei habe laut Vereinsangaben damals die Daten von 31 Beteiligten aufgenommen. 24 Personen davon seien Vereinsmitglieder, die nun den Vereinsausschluss befürchten müssen. 

“Wir sind uns absolut sicher: Der überwältigende Teil der Eintracht-Fans steht auch bei sportlichem Misserfolg solch radikalen Aktionen absolut ablehnend gegenüber. Es ist sehr schade, dass die Fanabteilung durch solch ein Verhalten eines Teils ihrer Mitglieder in Misskredit gebracht wird”, sagte Vereinspräsident Christoph Bratmann.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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