Das SID-Kalenderblatt am 24. März: Miroslav Klose debütiert in der Nationalmannschaft

Die Geschichte, die mit dem Weltpokal in Rio de Janeiro auf dem Höhepunkt enden sollte, begann mehr als 13 Jahre zuvor mit einer Schwalbe in Leverkusen. Rudi Völler, damals Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, wechselte im WM-Qualifikationsspiel gegen Albanien einen 22 Jahre alten Stürmer ein, der – das musste damals erwähnt werden – noch kurz zuvor in der Bezirksliga Westpfalz für die SG Blaubach-Diedelkopf gekickt hatte.

Miroslav Klose hieß der junge Mann, der in der 72. Minute für Oliver Neuville ins Spiel kam und wenig später Gelb für ein angebliches Schauspiel im Strafraum der Albaner sah. Eine Schwalbe – ausgerechnet vom fairen Miro, so durfte das DFB-Debüt des heutigen Rekordschützen der Nationalmannschaft nicht in die Geschichte eingehen. 

Und tatsächlich schlug Klose wenig später den ersten Salto mit dem Adler auf der Brust – er hatte an diesem 13. März 2001 den 2:1-Siegtreffer geköpft. Es sollten viele, viele Salti mehr folgen.

Doch das wusste Klose an diesem verregneten März-Tag vor 20 Jahren noch nicht. „Höher geht’s jetzt nicht mehr“, sagte er im Überschwang der Gefühle: „Vor drei Jahren habe ich noch in der Bezirksliga gespielt, dann in der Regionalliga beim FC Homburg, dann bei den Amateuren des 1. FC Kaiserslautern, dann war ich froh, in der Bundesliga zu sein. Und jetzt das – ich kann’s nicht glauben.“

Höher, immer höher ging es dann doch hinaus für den bodenständigen Pfälzer. In 137 Länderspielen bis zu jenem WM-Finale im Juli 2014 erzielte Klose 71 Treffer, zwei mehr als der legendäre „Bomber“ Gerd Müller. 

Niemand auf der Welt hat mehr WM-Tore erzielt als der gebürtige Pole (16). Titel hat Klose zudem zuhauf gesammelt: Er war deutscher Meister, italienischer Pokalsieger, Fußballer des Jahres und natürlich auch Torschützenkönig der Bundesliga.

Billiges Schauspiel hatte er dabei nie nötig, schon nach seinem DFB-Debüt in Leverkusen versicherte er: „Ich bin am Fuß erwischt worden. Ich produziere keine Schwalben.“ 

Das sollte ein Leitsatz seiner Karriere bleiben, als Beleg dafür dienen zwei Fair-Play-Medaillen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Heute gibt Klose seine Werte und sein Wissen als Co-Trainer von Bayern München an die Profis weiter.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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