Böser Dämpfer für Korkut: Hertha chancenlos in Mainz

Der Aufwind unter dem neuen Trainer Tayfun Korkut ist abgeflaut, Hertha BSC steckt nach einer Abreibung im unteren Tabellendrittel fest. Am 16. Spieltag der Fußball-Bundesliga verloren die vollkommen unterlegenen Berliner 0:4 (0:2) beim starken FSV Mainz 05 und kassierten im dritten Spiel unter Korkuts Regie die erste Niederlage. Der Abstand zum Relegationsplatz kann am Mittwoch von zwei Punkten auf einen schmelzen.

Nach zuvor vier Zählern zum Start musste Korkut mitansehen, wie seine Mannschaft am Dienstagabend vor 10.000 Zuschauern chancenlos war. Jae-Sung Lee (19.), Alexander Hack (41.), Silvan Widmer (49.) und Jean-Paul Boetius (80.) trafen für die deutlich aggressiveren und spielbestimmenden 05er, die die Hauptstädter auf sechs Punkte distanzierten und weiter im Rennen um die Europacupplätze mitmischen.

Nach dem erlösenden 2:0 gegen Arminia Bielefeld am Samstag hatte Korkut lediglich eine Änderung in seiner Startelf vorgenommen. Lucas Tousart ersetzte Marco Richter, davor stürmten wieder die beiden formstarken Angreifer Ishak Belfodil und Stevan Jovetic. 

Von diesen war so gut wie nichts zu sehen, weil die Gäste den Mainzern die Spielkontrolle komplett überließen und kaum für Entlastung sorgen konnten. Der Führungstreffer durch Lee, der nach starker Kopfballvorlage von Widmer aus kurzer Distanz nur einnicken musste, war vollkommen verdient. Fünf Minuten später strich Widmers Schuss (24.) knapp am Tor vorbei.

Weiter spielte nur Mainz, die Gastgeber waren stets einen Tick entschlossener und schneller – und Hertha half mit teilweise haarsträubenden Abspielfehlern. Der offensichtlich angeschlagene Jovetic wurde schon in der 32. Minute durch Davie Selke ersetzt, der aus dem Nichts direkt zu einer guten Kopfballchance (36.) kam.

Es war aber nicht mehr als ein Strohfeuer, ansonsten liefen die Herthaner nur hinterher, oft fehlte die richtige Zuordnung. So stand auch der überragende Hack vollkommen frei, dessen abgefälschter Schuss im langen Eck einschlug. 

Mit dem 0:2 zur Pause waren die Berliner noch gut bedient. Und auch mit Kevin-Prince Boateng statt Tousart änderte sich nach dem Seitenwechsel wenig. Auch der starke Rechtsverteidiger Widmer hatte keinen Gegenspieler um sich, als er einköpfte. 

Schon nach 50 Minuten sangen die Fans von der „Fiesta am Rhein“ und hatten noch öfters einen Torschrei auf den Lippen. Mainz ließ trotz des hohen Vorsprungs nicht locker und hätte deutlich höher gewinnen können.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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