Bielefeld verpasst Befreiungsschlag

Leicht überlegen, aber kein Tor: Arminia Bielefeld hat im Kampf gegen den Abstieg einen Befreiungsschlag verpasst. In einem niveauarmen Spiel bei einem schwachen FC Augsburg kam der engagierte Aufsteiger aufgrund seiner mangelnden Durchschlagkraft nur zu einem dürren 0:0. Mit drei Punkten wäre die Mannschaft von Trainer Frank Kramer, die nun 27 Zähler aufweist, vom Relegationsplatz auf Rang 14 gesprungen.

Auch die Augsburger (32 Punkte) verpassten es, ihr Polster auf die Abstiegsränge nach dem 0:1 bei Schalke 04 am Wochenende zuvor wieder auf neun Punkte auszubauen. Die Tabelle ergibt aber ohnehin ein schiefes Bild, nachdem die kommenden drei Spiele von Hertha BSC (26 Punkte) wegen der Quarantäne der Mannschaft abgesagt wurden. Die Arminia hat vorerst einen Punkt Vorsprung auf Berlin.

Bielefeld war von Beginn an besser im Spiel und bestimmte das allerdings ereignisarme Geschehen. Die Gäste standen defensiv sehr gut, verteidigten konzentriert und hielten Augsburg weitgehend vom eigenen Strafraum fern. Auch im Spiel nach vorne wirkte die Arminia zielstrebiger, zeigte dabei gute Ansätze, blieb bei erkennbarer Überlegenheit aber im Strafraum harmlos.

So blieb auch die zunächst beste Chance des Spiels ungenutzt: Nach einem langen Ball von Torhüter Stefan Ortega und einer Vorlage von Fabian Klos kam Andreas Voglsammer rechts im Strafraum frei zum Schuss, verfehlte jedoch das Tor der Augsburger (28.). Kurz darauf kam auf der Gegenseite fast wie aus heiterem Himmel Marco Richter zum Schuss, der Ball wurde aber aufs Tornetz abgefälscht (35.).

Am mäßigen Niveau änderte sich nach diesen beiden guten Chancen nichts. Bielefeld kam auch in der zweiten Halbzeit am oder im Strafraum nicht zum Abschluss, die über weite Strecken ideenlos und indisponiert wirkenden Augsburger verloren im Spielaufbau zu viele Zweikämpfe und brachten somit kaum einen vernünftigen Angriff zustande. Die beste Chance hatte Ruben Vargas, der frei vor Ortega scheiterte (78.). 

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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