Baumann kritisiert Innensenator Mäurer: “Wurden öffentlich bloßgestellt”

Im Streit mit Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hat Geschäftsführer Frank Baumann vom Fußball-Bundesligisten Werder Bremen deutliche Kritik geübt. “Wir sind über die regelmäßigen öffentlichen Auftritte von Herrn Mäurer mit dieser so negativen Haltung gegenüber dem Profifußball irritiert”, sagte Baumann im Interview mit dem Weser-Kurier (Sonntagsausgabe).

Vorausgegangen war eine Aussage Mäurers über einen Antrag des Klubs, im Zuge der Coronakrise am kommenden Montag in den eingeschränkten Trainingsbetrieb zurückkehren zu dürfen. Mäurer bewertete diesen Antrag als “keine gute Idee” und bezeichnete die “Botschaft” des Profifußballs als “keine gute an die Republik”.

Baumann kann diese Äußerungen nicht nachvollziehen. “Wir wurden öffentlich bloßgestellt, aber der Antrag wurde nicht abgelehnt”, sagte er: “Herr Mäurer liest in dieser Pressekonferenz einen kurzen Teil aus unserem mehrseitigen Antrag vor, ohne sich seit der Antragstellung mit uns abzustimmen und behauptet Dinge, die überhaupt nicht stimmen.”

Die Aussagen des Politikers würden suggerieren, “dass wir den Ernst der Lage nicht erkannt haben und die Gesundheit der Allgemeinheit auf Spiel setzen. Dies ist nachweislich falsch”, echauffierte sich Baumann.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte die Spielpause aufgrund der Coronakrise zuletzt bis mindestens 30. April ausgedehnt. Auf das Mannschaftstraining sollten die Vereine aber vorerst nur bis Sonntag verzichten. Bremen will nun eine Abstimmung unter den Bundesländern abwarten. Allerdings stehen andere Vereine mit Ausnahmegenehmigungen bereits wieder auf dem Platz.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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