Chelsea und Valencia bangen um Achtelfinal-Einzug – Sieg für Zenit

Der FC Chelsea mit Christian Pulisic muss um den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale bangen. Die Londoner kamen beim punktgleichen FC Valencia trotz eines Kopfballtreffers des früheren Dortmunders (50.) nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Auch Valencia muss trotz Tabellenführung in Gruppe H mit acht Punkten am letzten Spieltag noch um das Weiterkommen kämpfen, Ajax Amsterdam (7) ist am Abend (21.00 Uhr) beim OSC Lille (1) gefordert.

Drei turbulente Minuten stellten das gutklassige Spiel vor der Pause mehrmals auf den Kopf. Tammy Abraham, zweitbester Torschütze der Premier League, vergab zunächst eine Riesenchance für Chelsea (39.), unmittelbar danach traf Carlos Soler für die Spanier (40.). Mateo Kovacic konterte für die Gäste umgehend (41.). Der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer gab Pulisics Tor nach mehrminütigem Videobeweis, Chelsea-Torhüter Kepa parierte einen Foulelfmeter von Dani Parejo (65.). Daniel Wass sorgte mit einer verunglückten Flanke für den Ausgleich (82.). 

Zenit St. Petersburg verbesserte seine Achtelfinalchance durch ein 2:0 (1:0) gegen Olympique Lyon in der Gruppe G mit Tabellenführer RB Leipzig deutlich. Der russische Meister eroberte von den Franzosen den zweiten Platz, Leipzig reicht gegen Benfica Lissabon am Abend (21.00 Uhr) ein Punkt zum Gruppensieg. Die Treffer erzielte Artjom Dsjuba (42.) und Magomed Osdojew (84.).

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Regen und Kälte: Ungemütliches erstes Training für Klinsmann

Bei nasskaltem Schmuddelwetter hat Jürgen Klinsmann am Mittwochnachmittag seine Arbeit als Trainer des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC aufgenommen. Der frühere Bundestrainer leitete seine erste Einheit im Amateurstadion meist vom Spielfeldrand aus, die Hauptarbeit auf dem Platz überließ er seinen Assistenten Alexander Nouri und Markus Feldhoff.

Klinsmann (55) war vom neuen Hertha-Investor Lars Windhorst als Aufsichtsratsmitglied installiert worden, er rückte aber nach der Entlassung von Ante Covic vor auf die Trainerbank. Zunächst soll er die ambitionierten Berliner aus dem Abstiegskampf befreien, sein Engagement läuft bis zum Saisonende.

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Fünf Jahre PFIFF: DFL-Fanarbeit erreicht Meilenstein

Die Fanarbeit der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat einen Meilenstein erreicht: Der Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur (PFIFF) hat fünf Jahre nach seiner Gründung über 100 Projekte gefördert und dabei zwei Millionen Euro ausgeschüttet.

Bei den Projekten geht es unter anderem um den Kampf gegen Gewalt, Diskriminierung und Antisemitismus. Mit bis zu 50.000 Euro pro Projekt werden zudem Maßnahmen unterstützt, bei denen es um Toleranz, Kinderschutz, Inklusion, Seniorenförderung und andere gesellschaftliche Themen geht.

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Medien: Klinsmann wird Trainer bei Hertha – Covic entlassen

Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat sich offenbar von Trainer Ante Covic (44) getrennt und in Jürgen Klinsmann (55) einen prominenten Nachfolger gefunden. Nach übereinstimmenden Medieninformationen soll der frühere Welt- und Europameister den Hauptstadtklub bis zum Saisonende trainieren. Sein Assistent soll der frühere Werder-Chefcoach Alexander Nouri werden.

Klinsmann (55), der seit wenigen Wochen auf Bestreben von Investor Lars Windhorst im Hertha-Aufsichtsrat sitzt, dürfte damit am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Heimspiel gegen Borussia Dortmund erstmals auf der Bank sitzen. In der Tabelle rutschte der ambitionierte Klub mit nur elf Punkten aus zwölf Spielen auf den 15. Rang ab. Hertha BSC muss sich auch aufgrund eines fordernden Restprogramms auf den Abstiegskampf einstellen. 

Der langjährige Berliner Jugendtrainer Covic hatte seinen ersten Chefposten in der Bundesliga im Sommer als Nachfolger von Pal Dardai angetreten. 

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Historischer Blitz-Viererpack: Unaufhaltsamer Lewandowski schießt Bayern zum Gruppensieg

Die unwiderstehliche Tormaschine Robert Lewandowski hat Bayern München mit dem schnellsten Viererpack der Champions-League-Geschichte zum wertvollen Gruppensieg geführt. Der polnische Ausnahmestürmer benötigte bei der 6:0 (1:0)-Gala des deutschen Fußball-Rekordmeisters bei Roter Stern Belgrad nur 14:31 Minuten für seine historische Tore-Show.

Bei seinen Treffern (53., Handelfmeter und 61., 64., 68.) weckte Lewandowski Erinnerungen an seinen legendären Bundesliga-Fünferpack in neun Minuten gegen den VfL Wolfsburg. Auch diesmal waren fünf Treffer drin, doch Trainer Hansi Flick nahm „Lewa“ vorzeitig vom Platz (77.). Für den 31-Jährigen waren es die Saisontore Nummer sieben bis zehn in der Königsklasse, in der er jetzt insgesamt stolze 63-mal getroffen hat. 

Nationalspieler Leon Goretzka (14.) kühlte den vermeintlichen Hexenkessel „Marakana“ mit seinem Führungstreffer früh ab. Lewandowski ließ die sonst so heißblütigen Serben endgültig verstummen – und Trainer Flick über den vierten Sieg im vierten Spiel ohne Gegentreffer jubeln. Corentin Tolisso (89.) setzte den Schlusspunkt.

Als Staffel-Erster gehen die Bayern bei der Auslosung der ersten K.o.-Runde am 16. Dezember voraussichtlich anderen Top-Teams wie Titelverteidiger FC Liverpool, Manchester City oder Paris St. Germain aus dem Weg. Und: Mit einem weiteren Dreier im Gruppenfinale am 11. Dezember gegen Tottenham Hotspur könnten sie als erste deutsche Mannschaft den Rekord von sechs Vorrundensiegen knacken.

Flick veränderte seine Startelf im Vergleich zum 4:0 in Düsseldorf auf vier Positionen und schonte Joshua Kimmich, Thomas Müller sowie Serge Gnabry. „Wir müssen schauen, dass jeder die nötige Regeneration bekommt. Wir haben einen Top-Kader, ich bin absolut überzeugt, dass wir in der Qualität nicht nachlassen“, sagte er – und behielt recht. Die Wechsel hatten keinerlei negativen Einfluss auf das Münchner Spiel.

Zwei Neue stachen heraus: Goretzka sorgte mit Läufen von der Achter-Position in die Tiefe immer wieder für Gefahr, Thiago gab bei seinem ersten Startelf-Einsatz unter Flick einen souveränen Sechser. Überhaupt hielten die Bayern Belgrad mit Flicks Strategie des Vorwärtsverteidigens meist weit vor ihrem Tor. Die Abwehr um Jerome Boateng, der den werdenden Vater David Alaba vertrat, wurde kaum gefordert.

Die der Serben dagegen lief nur hinterher. Lewandowski hätte sie nach einem Zuckerpass von Goretzka erstmals überwinden müssen (7.). Erneut der Pole (12.) und Kingsley Coman (12.) hatten weitere gute Chancen, ehe Goretzka nach kluger Flanke von Philippe Coutinho per Kopf traf.

Die Offensive von Roter Stern um Kapitän Marko Marin fand quasi nicht statt. Nach rund einer halben Stunde hatten die Statistiker 12:0 Torschüsse und 8:1 Ecken für die Gäste gezählt. Das vermeintliche 0:2 durch Lewandowski wurde wegen eines vorangegangenen Handspiels von Corentin Tolisso nach Videobeweis aberkannt (41.).

Nach dem Handspiel des früheren Münchner Löwen Milos Degenek im eigenen Strafraum und Lewandowskis lässig verwandeltem Elfer war die Partie entschieden. Doch „Lewa“ hatte noch lange nicht genug…

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