“Zu viele Ängste” vor Ende von 50+1: Bobic warnt vor Monotonie

Bayern München bleibt Serienmeister, vielleicht grätscht Borussia Dortmund mal dazwischen: Nach Auffassung von Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic sind die Machtverhältnisse in der Fußball-Bundesliga zementiert, “solange sich die Strukturen und Möglichkeiten, Einnahmen zu generieren, nicht ändern”. Im Magazin Playboy sprach er sich deshalb für die Abschaffung der 50+1-Regel aus.

“Mir werden um dieses Thema zu viele Ängste geschürt. Es würde doch nicht automatisch heißen, dass der böse Tycoon aus dem fernen Ausland kommt und alles an sich reißt”, sagte Bobic, der für den Fall der Fälle vorbereitet sein will. “Ob die Regel tatsächlich allerdings fällt und wann es geschieht, kann ich nicht vorhersagen. Es könnte in puncto Chancengleichheit für einige Vereine riesige Vorteile bringen.”

Durch die Regel soll gewährleistet werden, dass die Stimmenmehrheit beim Mutterverein bleibt. Für die drei Bundesliga-Klubs Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG Hoffenheim besteht jedoch eine Ausnahme: In Leverkusen (Bayer) und Wolfsburg (VW) sind die Investoren milliardenschwere Unternehmen, in Hoffenheim hatte Dietmar Hopp als Mäzen lange Jahre Millionen in den einstigen Dorfklub gesteckt. Beim Zweitligisten Hannover 96 hatte zuletzt Klubchef Martin Kind vergeblich für eine Bewilligung gekämpft.

Der 47-jährige Bobic ist derweil davon überzeugt, dass die Bundesliga ungeachtet der 50+1-Regel ein “cooles Produkt” bleibe. “Weil sie guten Fußball bietet und die Leistungsdichte hinter der Spitze enorm ist”, sagte Bobic.

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Nach Führungstor: US-Fußballer Bedoya fordert Ende der Waffengewalt

Der ehemalige US-amerikanische Fußball-Nationalspieler Alejandro Bedoya hat während eines Ligaspiels mit einem politischen Statement für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach den jüngsten Gewalttaten in Ohio und Texas bezog der 32-Jährige Stellung.

Im Spiel der nordamerikanischen Profiliga MLS zwischen Bedoyas Philadelphia Union und D.C. United (5:1) griff sich der Mittelfeldspieler nach seinem Führungstreffer ein Mikrofon am Spielfeldrand und rief: “Hey Kongress, macht jetzt etwas. Stoppt die Waffengewalt. Los geht’s!” Anlass waren die Massaker, bei denen am Wochenende 29 Menschen ums Leben gekommen waren. Das Statement war während der Live-Übertragung des Senders Fox Sports zu hören.

Bereits zuvor hatte Bedoya die Politik via Twitter zum Handeln aufgefordert. “Gedenken und Gebete sind Schwachsinn. Worte ohne Taten sind wertlos”, schrieb er und warnte vor einem Verfall der amerikanischen Gesellschaft. Weltmeisterin Megan Rapinoe, die zuletzt US-Präsident Donald Trump scharf angegriffen hatte, reagierte auf Twitter mit einem “Wow” und mehreren Applaus-Emojis.

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Hasenhüttl erwartet von Leipzig “mindestens Platz vier”

Der frühere Bundesligatrainer Ralph Hasenhüttl glaubt an eine erfolgreiche Saison seines Ex-Klubs RB Leipzig in der Fußball-Bundesliga. “Sie haben einen tollen Trainer und eine sehr starke Mannschaft, die nach drei erfolgreichen Jahren in der höchsten Spielklasse mittlerweile wesentlich erfahrener geworden ist. Ich erwarte sehr viel von diesem Verein, mindestens einen Platz unter den ersten Vier”, sagte Hasenhüttl dem kicker.

Der 51-Jährige hatte die Sachsen von 2016 bis 2018 betreut. Nach einem Übergangsjahr unter Ralf Rangnick, das mit Rang drei geendet war, trat in diesem Sommer Julian Nagelsmann das Hasenhüttl-Erbe an. Seinen Wechsel in die englische Premier League zum FC Southampton bezeichnet Hasenhüttl als “Glücksgriff und einzig richtige Entscheidung. Ich habe hier etwas gefunden, was hundertprozentig zu mir passt, was mich von Anfang an gefordert hat”, sagte der Österreicher. 

Eine Rückkehr nach Deutschland sei deshalb derzeit kein Thema. “Ich bin der Bundesliga sehr dankbar, dass ich dort lernen und meine Erfahrungen machen durfte. Aber die Premier League wird nicht umsonst als die stärkste Liga der Welt bezeichnet. Wenn man als Trainer die Chance hat, dort zu arbeiten, sollte man das tun, solange es geht”, sagte er.

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Kroos: Entscheidung über DFB-Rücktritt nach EM 2020

Fußball-Nationalspieler Toni Kroos könnte nach der EM 2020 aus der DFB-Elf zurücktreten. Dann sei “ein guter Zeitpunkt, mir das zu überlegen”, sagte Kroos dem Fachmagazin kicker. Bereits nach dem WM-Debakel 2018 war im Zuge der Neuausrichtung der Nationalmannschaft über einen Rücktritt des viermaligen Champions-League-Siegers und 2014er-Weltmeisters spekuliert worden. 2010 hatte der heute 29-Jährige sein Debüt gegeben, aktuell steht er bei 92 Länderspielen.

Zunächst aber peilt Kroos den EM-Titel an. “Er ist natürlich ein großes Ziel. Wenn ich gar keine Chancen sehen würde, bei der EM erfolgreich zu sein, müsste ich sie nicht spielen”, sagte der Mittelfeldspieler von Real Madrid. Sollte es mit dem ersten deutschen Triumph bei einer Europameisterschaft seit 1996 nicht klappen, “werde ich mich nicht umbringen”, so Kroos: “Es wäre allerdings schon schön, den EM-Titel noch in der Sammlung zu haben; aber es wird definitiv nicht einfach.”

Dass die deutsche Mannschaft bei den paneuropäischen Titelkämpfen nicht zu den allerersten Anwärtern gehört, liegt laut Kroos am laufenden Umbruch. “Wir werden bei dem Turnier keine Mannschaft sein, die seit fünf, sechs Jahren eingespielt ist, sondern erst seit anderthalb. Wir werden eine junge Mannschaft haben”, sagte Kroos. Er selbst wolle deshalb als Leitfigur dienen. “Da ich mit Manuel Neuer der letzte Verbliebene von 2014 bin, ist es natürlich so, dass man ein gutes Stück vorangehen will und muss. Das lief bisher gut an”, sagte er.

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Barca schlägt Arsenal bei Griezmanns Heimdebüt

120-Millionen-Mann Antoine Griezmann hat im Trikot des spanischen Fußball-Meisters FC Barcelona ein erfolgreiches Heimdebüt hingelegt. Der Neuzugang von Atletico Madrid kam mit den Katalanen im mit knapp 99.000 Zuschauern nahezu ausverkauften Camp Nou bei der Gamper Trophy zu einem späten 2:1 (0:1)-Erfolg gegen Europa-League-Finalist FC Arsenal.

Der ehemalige Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang (36.) brachte die Gunners in Führung, die Gastgeber drehten das Spiel durch ein kurioses Eigentor von Ainsley Maitland-Niles (69.) sowie einen Last-Minute-Treffer von Luis Suarez (90.). Der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil wurde bei den Londonern in der 73. Minute ausgewechselt, Shkodran Mustafi kam erst in der 87. Minute ins Spiel. Bei Barca wurde Superstar Lionel Messi geschont, der von Ajax Amsterdam gekommene Frenkie de Jong feierte ebenfalls seine Heimpremiere. 

Der französische Weltmeister Griezmann war Mitte Juli nach einer wochenlangen Hängepartie zu den Blaugrana gewechselt, Ex-Klub Atletico legte allerdings Protest gegen die Rechtmäßigkeit des Transfers ein. Eine Entscheidung des spanischen Verbandes steht noch aus.

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