Stendel neuer Teammanager von Heart of Midlothian

Der frühere Bundesligatrainer Daniel Stendel (45) hat einen neuen Job gefunden. Zwei Monate nach seiner Entlassung beim englischen Fußball-Zweitligisten FC Barnsley hat der ehemalige Coach von Hannover 96 beim viermaligen schottischen Meister Heart of Midlothian einen Vertrag bis 2022 unterschrieben.

Stendel wird am Dienstag seine neue Stelle beim Tabellenzehnten der Scottish Premiership antreten. Der früherer Profi war Anfang Oktober nach zehn Spielen ohne Sieg in Folge von Barnsley gefeuert worden, nachdem er als Teammanager mit den Nordengländern im vergangenen Sommer den Aufstieg in die Championship gefeiert hatte.

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Spieler des Tages: Ramy Bensebaini (Borussia Mönchengladbach)

Seine Vergesslichkeit hätte Ramy Bensebaini fast um die Rolle des umjubelten Matchwinners beim 2:1-Erfolg des Bundesliga-Spitzenreiters Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München gebracht. Als Schiedsrichter Marco Fritz kurz vor dem Ende auf den Elfmeterpunkt zeigte, drehte Bensebaini schon ab. 

“Nach dem letzten Spiel war klar, dass Embolo nicht mehr schießt. Dann habe ich gesagt, dass ich es machen werde. Aber ich hatte es vergessen, als es den Elfmeter gab. Tobias Sippel hat mich erinnert, dass ich der Elfmeterschütze bin”, sagte der algerische Nationalspieler. 

Nach dem Zuruf des Gladbacher Ersatztorhüters hämmerte Bensebaini den Ball nervenstark in der Nachspielzeit neben den Pfosten und ließ Nationaltorhüter Manuel Neuer keine Abwehrchance. “Natürlich war der Druck da. Manuel Neuer hat sich auch noch groß gemacht”, sagte Bensebaini, der mit einem wuchtigen Kopfball schon den Ausgleich erzielt hatte: “Ich trainiere Elfmeter nach dem Training und ich mache im Spiel alles wie im Training.”

Es war der erste Doppelpack des 24-Jährigen nach seinem Wechsel von Stade Rennes im Sommer zum fünfmaligen deutschen Meister. Bei der Borussia findet er immer besser rein. Im Zweikampf mit Urgestein Oscar Wendt um die Position hinten links in der Viererkette hat sich Bensebaini einen kleinen Vorteil erarbeitet. “Wir kennen seine Kopfballstärke, er hat einen starken linken Fuß”, lobte Trainer Marco Rose. Und für den Rest ist ja noch Tobias Sippel da.

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35. Dreierpack in der Liga: Messi weiter auf Rekordjagd

Fußball-Superstar Lionel Messi ist weiter auf Rekordjagd und hat seinen Dauerrivalen Cristiano Ronaldo überflügelt: Beim 5:2 des FC Barcelona gegen Real Mallorca erzielte der Argentinier seinen 35. Dreierpack in La Liga – mehr hat in der Geschichte der ersten spanischen Liga kein anderer Profi auf dem Konto. Zuvor waren Messi und Ronaldo mit jeweils 34 Dreierpacks gleichauf an der Spitze gelegen.

“Unglaublich”, sagte Barca-Coach Ernesto Valverde: “Damit hat er den Gewinn des Ballon d’Or angemessen gefeiert.” Messi war am Montag zum sechsten Mal mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet worden – und hatte auch bei dieser Auszeichnung Ronaldo überholt. Der Portugiese hat den Ballon d’Or bislang fünfmal erhalten.

Gegen Mallorca traf Messi bereits vor der Pause zweimal (17./41.), kurz vor dem Ende legte er seinen dritten Treffer nach (83.). Mit zwölf Saisontoren führt er die Torjägerliste momentan an. Für Barcelona trafen zudem Antoine Griezmann (7.) und Luis Suarez (43.).

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Trotz Ronaldo-Treffer: Juve unterliegt Lazio

Der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin hat den Sprung an die Tabellenspitze der Serie A verpasst. Die Mannschaft von Trainer Maurizio Sarri verlor im Spitzenspiel des 15. Spieltags mit 1:3 (1:1) bei Lazio Rom. Dadurch liegen die Bianconeri zwei Punkte hinter Inter Mailand, das am Freitag nicht über ein 0:0 gegen AS Rom hinausgekommen war.

Superstar Cristiano Ronaldo (25.) brachte Juve in Führung. Kurz vor der Pause glich Luiz Felipe (45.+1) aus. Nach der Roten Karte gegen Juan Cuadrado (69., Notbremse) spielte Turin in der Schlussphase in Unterzahl. Sergej Milinkovic-Savic (74.) und Felipe Caicedo (90.+5) nutzten dies aus. Einen Foulelfmeter des früheren Dortmunders Ciro Immobile (79.) parierte Juve-Keeper Wojciech Szczesny und verhinderte Schlimmeres.

Rio-Weltmeister Sami Khedira stand nach seiner erfolgreich verlaufenen Knie-OP (Mittwoch) nicht im Kader und fällt voraussichtlich für drei Monate aus. Emre Can wurde in der 40. Minute eingewechselt.

Vizemeister SSC Neapel um den früheren Bayern-Trainer Carlo Ancelotti wartet hingegen seit neun Pflichtspielen auf einen Sieg. Die Azzurri spielten bei Udinese Calcio 1:1 (0:1) und haben als Siebter bereits sieben Zähler Rückstand auf Atalanta Bergamo, das den letzten Europa-League-Platz belegt.

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Bayer stoppt Schalker Erfolgsserie und zieht an den Bayern vorbei

Eine Woche nach dem 2:1-Coup beim Rekordmeister Bayern München hat Bayer Leverkusen in der Fußball-Bundesliga nachgelegt: Im Westduell gegen Schalke 04 kam der Werksklub zu einem 2:1 (1:0)-Erfolg und zog mit den Königsblauen nach Punkten gleich. Außerdem ließen die Bayer-Profis als Tabellensechster den FC Bayern, der in Mönchengladbach 1:2 verloren hatten, hinter sich. Seit vier Spielen ist Bayer jetzt ungeschlagen.

S04 musste hingegen Platz drei dem Erzrivalen Borussia Dortmund (5:0 gegen Düsseldorf) überlassen und nach fünf Spielen wieder eine Niederlage im Fußball-Oberhaus hinnehmen. Bayer feierte eine gelungene Generalprobe für das Champions-League-Duell am Mittwoch (21.00 Uhr) gegen Italiens Renommierklub Juventus Turin.

Lucas Alario, der den Vorzug gegenüber Kevin Volland erhalten hatte, war per Kopf nach Eckball von Leon Bailey (15.) zum 1:0 erfolgreich. Dabei machte Schalke-Keeper Alexander Nübel keine glückliche Figur, denn er faustete an der Ecke Baileys vorbei und ermöglichte so Alario den Kopfballtreffer. In der turbulenten Schlussphase erhöhte der Argentinier (81.) auf 2:0, nur eine Minute später brachte Benito Raman (82.) Schalke aber noch mal ins Spiel.

Von Beginn an hatte sich ein ansprechendes Duell entwickelt, in dem die Gastgeber vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena die Akzente setzten. Der in die Stammelf zurückgekehrte Jungstar Kai Havertz leitete schon in der dritten Minute die erste Großchance der Rheinländer ein, doch Karim Bellarabi setzte den mustergültig aufgelegten Ball aus halbrechter Position per Volleyschuss über das Tor.

Bellarabi (18.) war es auch, der freistehend am gut parierenden Nübel scheiterte. Eine Minute später wurde ein Bailey-Treffer zu Recht wegen Abseitsstellung nicht gegeben. Die beste Chance für die Knappen hatte in der 26. Minute Raman auf dem Fuß, doch er scheiterte am sehr gute reagierenden Bayer-Schlussmann Lukas Hradecky. Alario (40.) hatte die Chance zum 2:0, zögerte aber zu lange und scheiterte freistehend an Nübel.

Die Schalker fanden lange Zeit kein Mittel gegen das gute Kombinationsspiel der Bayer-Elf, wobei vor allem Havertz nach Verletzungspause immer wieder Akzente in der Offensive setzte und an fast allen Angriffsaktionen beteiligt war. 

Schalke war zwar bemüht, dem Spiel nach dem Rückstand eine Wende zu geben. Einem Treffer von Raman (50.) wurde nach Videobeweis wegen Abseits ebenfalls die Anerkennung verweigert. Die Gäste machten in den zweiten 45 Minuten viel mehr Druck und gingen konsequenter in die Zweikämpfe. Allerdings gingen die Schalker schlampig mit ihren Chancen um. Erst Raman machte es nach starker Vorarbeit des eingewechselten Ahmed Kutucu besser.

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