Auktion der Maradona-Besitztümer kein Erfolg

Die Auktion von Dutzenden Gegenständen aus dem Nachlass von Argentiniens Fußball-Ikone Diego Armando Maradona hat sich als ziemlicher Reinfall entpuppt. Viele der Besitztümer des Kapitäns der argentinischen Weltmeistermannschaft von 1986 in Mexiko erwiesen sich bei der Online-Auktion als Ladenhüter, die keinen neuen Besitzer fanden. Am 25. November 2020 war der Ausnahmespieler im Alter von 60 Jahren einem Herzinfarkt erlegen.

Vor allem die teuren Gegenstände bei der Versteigerung fanden keinen Abnehmer. Ein Haus, das Maradona für seine Eltern gekauft hatte, blieb ebenso ohne Käufer wie zwei BMW’s und ein Apartment am Meer. 

Dabei war die Resonanz zunächst sehr vielversprechend gewesen. Laut der Organisatoren hatten sich weltweit über 1500 Interessenten angemeldet. Insgesamt kamen bei der dreistündigen Versteigerung nach Berechnungen der Nachrichten-Agentur AFP jedoch nur rund 23.000 Euro zusammen. Posten im Schätzwert von rund 1,25 Millionen Euro blieben dagegen liegen. Das höchste Gebot erzielte mit 1913 Euro das Gemälde „Zwischen Fiorito und dem Himmel“, das die Künstlerin Lu Sedova von Maradona gemalt hatte. 

An zweiter Stelle folgte ein Foto des Fußballers mit dem früheren kubanischen Staatschef Fidel Castro, das für 1423 Euro an einen Bieter aus Dubai ging. Eine Trainingshose Maradonas war einem Bieter aus Deutschland 240 Euro wert.

Die Auktion hatte die argentinische Justiz angeordnet, um vorhandene Schulden des langjährigen Starspielers des FC Barcelona und der SSC Neapel begleichen zu können. Ein Gericht muss nun entscheiden, wie mit den nicht bei der Versteigerung veräußerten Gegenständen umgegangen wird.

Maradona, „El Pibe de Oro“ (Der Goldjunge), lebte ein Leben auf der Überholspur, nahm wenig Rücksicht auf seinen Körper, litt unter starkem Übergewicht und war drogenabhängig. So war Maradonas Krankenakte sehr lang.

Er erlitt mindestens zwei Herzinfarkte, erkrankte an Hepatitis und ließ sich wegen Übergewichts einen Magen-Bypass legen. Zudem war Maradona mehrfach wegen seiner Drogensucht in Behandlung. Die Umstände seines Todes im vergangenen Jahr beschäftigen in Argentinien immer noch die Justiz.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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