Argentiniens Präsident will Copa America auch ohne Kolumbien stemmen

Co-Gastgeber Argentinien hat angesichts anhaltender sozialer Unruhen in Kolumbien die alleinige Ausrichtung der am 13. Juni startenden Copa America in Aussicht gestellt. „Wenn alle Gesundheitsprotokolle erfüllt werden, sind wir bereit, die Option als alleiniger Gastgeber zu überprüfen“, kündigte Staatspräsident Alberto Fernandez gegenüber „Radio 10“ an.

Der Regierungschef kämpft jedoch selber gegen die zweite Corona-Welle. Mit 744 Toten und 35.543 Neu-Infizierten verzeichnete das Land, indem bislang gerade einmal fünf Prozent der Bevölkerung den kompletten Impfschutz gegen COVID-19 erhielt, einen neuen Tagesrekord. Fernandez stellte deshalb nüchtern klar: „Es ist eine Copa America für das Fernsehen, um TV-Verträge zu erfüllen.“

Zudem verwies Argentiniens Staatsoberhaut warnend auf den Corona-Ausbruch bei CA River Plate. Dem Topklub aus Buenos Aires standen für das Libertadores-Cup-Spiel am Mittwoch gegen Independiente Santa Fe (Kolumbien) gerade einmal elf negativ getestete Spieler zur Verfügung, darunter kein einziger Torhüter, weshalb der wegen einer Muskelverletzung zuletzt geschonte Mittelfeldspieler Enzo Perez als „Ersatzkeeper“ vorgesehen war.

Trotz der massiven Proteste in Kolumbiens Metropolen, die sich bereits Spiele der ersten Liga sowie der kontinentalen Copa Libertadores zur Zielscheibe nahmen, halten sowohl Südamerikas Verband CONMEBOL als auch Kolumbiens Regierung an der Austragung des ältesten Fußball-Nationen-Wettbewerbs im Pazifikstaat fest. Kolumbien hatte schon einmal eine Gastgeberrolle zurückgegeben: wegen finanzieller Probleme für die WM 1986.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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