Bentaleb “sehr überrascht und enttäuscht” über Schalke-Ausbootung

Nach seiner neuerlichen Ausbootung bei Schalke 04 hat Nabil Bentaleb zum Konter ausgeholt. Er sei “sehr überrascht und enttäuscht”, dass er beim Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga “ohne glaubwürdige Erklärung” aussortiert wurde, schrieb der Algerier bei Instagram. Zudem beklagte der 26-Jährige den Umgang mit seiner Person, teilweise sei er Kritik ausgesetzt gewesen, die an Rassismus grenze.

“Ich möchte jeden daran erinnern, dass ich zu jedem Zeitpunkt professionell geblieben bin”, führte Bentaleb aus, der in der vergangenen Woche zum insgesamt fünften Mal in dreieinhalb Jahren auf Schalke unter dem mittlerweile vierten Trainer aussortiert worden war. Diesmal soll die Entscheidung jedoch endgültig sein, spätestens zum Saisonende wolle man sich von dem Mittelfeldspieler trennen, hatten die Schalker mitgeteilt.

Bentaleb schloss seinen Post mit einer Danksagung an den algerischen Verband, Nationaltrainer Djamel Belmadi und “einige Fans und Spieler” für die “warmen Worte und die Unterstützung”.

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Niederlage gegen Inter: Gladbach verpasst vorzeitigen Achtelfinal-Einzug

Historische Chance verpasst: Borussia Mönchengladbach hat den ersten Matchball zum erstmaligen Einzug ins Achtelfinale der Champions League verspielt. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose unterlag dem italienischen Vizemeister Inter Mailand in einem aufregenden und temporeichen Spiel 2:3 (1:1) und reist am kommenden Mittwoch zum “Endspiel” in der “Hammergruppe” B bei Real Madrid.

Dort reicht den Fohlen, die durch die überraschende 0:2-Niederlage der Königlichen bei Schachtjor Donezk trotzdem Tabellenführer bleiben, ein Punkt zum Weiterkommen. Matteo Darmian (17.) brachte Inter in Führung, kurz vor der Pause glich Alassane Plea (45.+1) für die Fohlen aus. Dann schlug Mailands Torjäger Romelu Lukaku (64./73.) zweimal zu. Plea (76.) gelang ebenfalls mit seinem zweiten Treffer noch der Anschluss.

Rose bot nach der Rotation beim 4:1 gegen Schalke wieder sein bestes Team auf. Kapitän Lars Stindl, Stefan Lainer und Christoph Kramer kehrten in die Startelf zurück, Nico Elvedi fiel kurzfristig wegen einer Muskelverletzung aus.

Der Inter-Tross hingegen hatte eine unruhige Nacht verlebt: Vor dem Hotel der Lombarden brannten nach Polizeiangaben Unbekannte gegen 4.00 Uhr morgens mehrere Feuerwerksbatterien und anderes pyrotechnisches Material ab.

Gladbach presste von Beginn an früh. Die aggressive Herangehensweise nutzte Inter jedoch, um im Umschaltspiel gefährlich zu werden. Erst blockte Toni Jantschke zweimal gegen Lautaro Martinez, ehe der Argentinier Sekunden später das Außennetz traf (6.). Nachdem ein Schuss von Routinier Ashley Young (15.) ungefährlich geblieben war, ließ Darmian zwei Minuten später Gladbach-Keeper Yann Sommer aus kurzer Distanz mit einem Beinschuss ganz schlecht aussehen.

Auch nach dem Führungstreffer zeigten die Gäste weiter Spielfreude, Gladbach hingegen wirkte zunächst etwas angeknockt. Nicolo Barellas Distanzschuss ging knapp über das Tor. Erst nach einer knappen halben Stunde zeigte Gladbach Zug zum Tor: Stindl versuchte es aus schwieriger Position per Freistoß direkt (31.), Lazaro bekam Augenblicke später bei seinem Abschluss keinen Druck auf den Ball.

Unbeeindruckt von den ersten offensiven Lebenszeichen der Fohlen zeigte Inter weiter seine Konter-Qualitäten. Bei Martinez’ zweiter Chance war Sommer dann aber auf dem Posten.

Bei nasskalten Bedingungen im Borussia Park entwickelte sich eine sehr temporeiche Partie, in die auch Gladbach immer besser reinkam. Bei der besten Doppelchance der Borussia war Inter-Torhüter Samir Handanovic gegen den Distanzschuss von Lainer und den Kopfball von Stindl zur Stelle (36.). Noch besser machte es Handanovic nur Sekunden später beim Flachschuss von Thuram, den er mit den Fingerspitzen glänzend abwehrte. Dann nickte Plea nach gefühlvoller Hereingabe von Lazaro eiskalt per Kopf ein.

Beflügelt vom Ausgleich kam Gladbach besser aus der Pause. Die Umstellung auf ein offensiveres 3-5-2 tat den Gastgebern zunächst gut. Bei der Riesenchance zur Führung rutschte Thuram der Ball über den Kopf (51.). In der Folge hatten die Fohlen bei Lukakus Pfostentreffer aus dem Nichts noch Glück – dann netzte der belgische Nationalspieler in typischer Manier ein.

Rose setzte alles auf eine Karte und brachte mit Breel Embolo einen weiteren Stürmer. Die Hoffnungen zerschlug Lukaku freistehend mit seinem Doppelpack. Plea sorgte in der Schlussphase nochmal für Hoffnung.

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Bild: Keller drängte Löw zur Vertragsauflösung nach der EM 2021

Am Montag verkündete der Deutsche Fußball-Bund (DFB), dass Joachim Löw trotz aller Kritik und dem historischen 0:6 in Spanien seinen Vertrag bis zur WM 2022 erfüllen werde. Zuvor aber soll DFB-Präsident Fritz Keller mehrfach versucht haben, den Bundestrainer zu einer vorzeitigen Vertragsauflösung nach der EM 2021 zu überreden. Dies berichtete die Bild-Zeitung am Dienstagabend und bezog sich dabei auf Informationen aus dem Präsidium um Keller.

Demnach soll der Chef drei Anläufe genommen haben, Löw schon vor Vertragsende 2022 loszuwerden: In einem persönlichen Telefonat mit Löw, im Gespräch mit den Präsidiumskollegen Rainer Koch und Peter Peters sowie nochmals in Löws Beisein. Dieser habe den Vorschlag brüsk von sich gewiesen – und Keller fehlte es angeblich im Präsidium an Unterstützung.

Stattdessen war das Gremium am Montag angeblich “einvernehmlich” einer entsprechenden Empfehlung des Präsidialausschusses (mit Keller) und von DFB-Direktor Oliver Bierhoff gefolgt, an Löw festzuhalten, wie der DFB mitgeteilt hatte. Löw dürfe “den seit März 2019 eingeschlagenen Weg der Erneuerung uneingeschränkt fortsetzen”, hieß es in einer Verbandsmitteilung. Der 60-Jährige habe “weiterhin das Vertrauen”.

Die Zukunft des seit 2006 amtierenden Bundestrainers stand seit der 0:6-Schmach in Sevilla gegen Spanien in der Nations League vor zwei Wochen auf der Kippe. Das Präsidium hatte ihn danach zur Analyse und inneren Einkehr aufgefordert.

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Real droht Königsklassen-Aus, Liverpool im Achtelfinale

Real Madrid droht in der Champions League das sensationelle Aus in der Gruppenphase, Teammanager Jürgen Klopp steht mit dem FC Liverpool dagegen im Achtelfinale der Champions League. Real mit Toni Kroos setzte sein Ukraine-Trauma fort und verlor auch das zweite Spiel gegen Schachtjor Donezk mit 0:2 (0:0), ein Liverpooler Rumpfteam gewann gegen Ajax Amsterdam mit 1:0 (0:0) und machte bereits den Gruppensieg perfekt.

Schon das erste Aufeinandertreffen mit Donezk hatte Real im eigenen Stadion mit 2:3 verloren. Durch die erneute Pleite gegen den ukrainischen Meister, der gegen Borussia Mönchengladbach 0:6 und 0:4 untergegangen war, stehen die Königlichen vor dem erstmaligen Ausscheiden in der Gruppenphase. Der Brasilianer Dentinho (57.) und der Israeli Manor Solomon (83.) erzielten in Kiew die Treffer. 

“Ich werde nicht zurücktreten”, sagte der in der Kritik stehende Starcoach Zinedine Zidane anschließend. Er sprach von einer “komplizierten” Lage und forderte: “Wir müssen all unseren Charakter und Stolz zusammennehmen und das letzte Spiel gewinnen! Wir werden daran glauben und kämpfen.”

In der Tabelle der Gruppe B zog Donezk dank des gewonnen Direktvergleichs an den punktgleichen Spaniern vorbei, damit darf Real zum Abschluss in der kommenden Woche gegen Tabellenführer Gladbach auf keinen Fall verlieren, um noch das Achtelfinale zu erreichen.

Derartige Rechenspiele kann sich Jürgen Klopp sparen. Sein ersatzgeschwächtes Reds-Team tat sich gegen Ajax zwar schwer, hielt sich nach der Niederlage gegen Atalanta Bergamo in der Vorwoche aber schadlos und fuhr durch den Treffer von Curtis Jones (58.) sogar den vorzeitigen Gruppensieg ein. Das schaffte auch der Ligarivale Manchester City durch ein 0:0 beim FC Porto.

Klopp, dem bereits zahlreiche Stammkräfte fehlten, musste gegen den niederländischen Rekordmeister kurzfristig auch noch Torwart Alisson ersetzen. Für ihn rückte der 22 Jahre alte Champions-League-Debütant Caoimhin Kelleher zwischen die Pfosten.

Atalanta Bergamo mit Nationalspieler Robin Gosens rettete ein 1:1 (0:1) gegen den bis dahin punktlosen dänischen Meister FC Midtjylland und benötigen nun im Gruppenfinale bei Ajax ein Remis zum Weiterkommen.

RB Salzburg wahrte in der Bayern-Gruppe seine Chance aufs Achtelfinale. Der österreichische Serienmeister gewann 3:1 (2:0) bei Lokomotive Moskau und profitierte zudem vom Münchner Remis bei Atletico Madrid.

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Real droht Königsklassen-Aus, Salzburg wahrt Chance

Dem spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid droht in der Champions League das sensationelle Aus in der Gruppenphase. Die Königlichen mit Nationalspieler Toni Kroos in der Startelf unterlagen bei Schachtjor Donezk mit 0:2 (0:0) und fielen hinter den ukrainischen Meister auf Rang drei in der Gruppe B zurück. Damit darf Real am letzten Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach auf keinen Fall verlieren, um das erstmalige Aus in der Gruppenphase überhaupt zu vermeiden.

In der Bayern-Gruppe A wahrte unterdessen RB Salzburg seine Chance auf das Weiterkommen. Der österreichische Serienmeister gewann bei Lokomotive Moskau 3:1 (2:0) und zog mit vier Punkten an den Russen (drei) vorbei. Gewinnt am Abend Atletico Madrid nicht gegen die Bayern, hat Salzburg den Achtelfinal-Einzug am letzten Spieltag gegen die Spanier selbst in der Hand.

In Kiew sorgten der Brasilianer Dentinho (57.) und der Israeli Manor Solomon (83.) für die Überraschung. Bereits das erste Spiel gegen Donezk hatte das Team um Startrainer Zinedine Zidane verloren, damit geht der direkte Vergleich, der bei Punktgleichheit zunächst angewandt wird, an die Ukrainer. 

In Moskau brachte der gebürtige Berchtesgadener Mergim Berisha sein Team mit einem Doppelpack (28., 41.) auf die Siegerstraße. Anton Mirantschuk (78.) verkürzte per Foulelfmeter, kurz darauf machte der deutsche Nachwuchsstürmer Karim Adeyemi (81.) alles klar.

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