Grammozis: Gespräche mit Rehhagel “bringen mich enorm weiter”

Dimitrios Grammozis, seit Dienstag Chefcoach des Fußball-Bundesligisten Schalke 04, schwört auf den Austausch mit Trainer-Guru Otto Rehhagel. “Er hat mich damals als Spieler nach Kaiserslautern geholt, der Kontakt ist seither nie abgerissen. Wir telefonieren regelmäßig und trinken auch mal einen Kaffee. Die Gespräche mit ihm bringen mich enorm weiter”, sagte der 42-Jährige bei sport1.de.

Rehhagel (82), der Griechenland 2004 sensationell zum EM-Titel geführt hatte, habe ihm nach seiner Verpflichtung beim Tabellenletzten “eine sehr nette SMS geschrieben und viel Glück gewünscht”, erklärte Grammozis.

An dem dreimaligen Meistertrainer bewundert der Deutsch-Grieche besonders den Umgang mit den Spielern. Rehhagels Menschenführung sei “einzigartig”, sagte Grammozis: “Er ist mit sehr viel Empathie mit uns Spielern umgegangen, wusste aber auch, die Zügel im richtigen Moment wieder anzuziehen. Er hat uns in jeder Einheit und vor jedem Spiel gepackt. Ich habe mir viel von ihm abgeschaut.”

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Laporta zum Präsidenten des FC Barcelona gewählt

Joan Laporta ist zum zweiten Mal zum Präsidenten des FC Barcelona gewählt worden. Wie der 26-malige spanische Fußballmeister am Sonntagabend bekannt gab, lag der 58 Jahre alte Rechtsanwalt nach 80 Prozent der ausgezählten Stimmen uneinholbar vor seinen Kontrahenten Victor Font und Toni Freixa. Die unterlegenen Bewerber gratulierten Laporta, der bereits von 2003 bis 2010 dem Klub vorgestanden hatte, vor laufenden Kameras.

Am Sonntagmittag hatte der sechsmalige Weltfußballer Lionel Messi seinen Wahlzettel in Begleitung seines Sohnes Thiago abgegeben. Wie Messi schritten auch dessen Mitspieler Sergio Busquets, Jordi Alba, Sergi Roberto und Riqui Puig sowie der frühere Barca-Coach Luis Enrique zur Wahlurne.

Als Nachfolger des zurückgetretenen Josep Maria Bartomeu steht Laporta vor einer gewaltigen Aufgabe. Barcelona plagen horrende Schulden in Höhe von 488 Millionen Euro, auch sportlich läuft es seit geraumer Zeit nicht mehr rund. Vor allem aber treibt die Fans die Zukunft von Superstar Messi um, dessen Vertrag ausläuft. Laporta sprach von “der wichtigsten Wahl in der Geschichte von Barca”. 

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Grammozis will beim Schalke-Neuaufbau auf den Nachwuchs setzen

Der neue Trainer Dimitrios Grammozis vom Bundesliga-Tabellenletzten Schalke 04 will beim Neuaufbau nach dem sehr wahrscheinlichen Abstieg auf den Nachwuchs setzen. Der Klub habe “eine der besten Jugendabteilungen überhaupt, dann wäre es für mich als Trainer doch fatal, wenn ich darauf nicht zurückgreifen würde”, sagte der Coach im Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

“Dennoch müssen wir eine gute Mischung finden zwischen Zukunft und Gegenwart und schauen, dass wir die Qualität auf den Platz bringen, um das Spiel zu gewinnen”, sagte Grammozis weiter. Schalke müsse sich “zuerst über harte Arbeit definieren”, betonte der 42-Jährige.

Allerdings strebt der fünfte Trainer der Saison auf Schalke auch fußballerisch einen Neustart an: “Wir wollen in Zukunft keine Mannschaft sein, die nur ackert und die Bälle rausschlägt. Wir wollen auch Torchancen kreieren und attraktiv sein für die Menschen, die irgendwann wieder ins Stadion kommen. Das ist unser Auftrag für die Zukunft.”

Zehn Spieltage vor Schluss liegt Schalke neun Punkte hinter dem Relegationsplatz. Mit dem 0:0 gegen den Vorletzten FSV Mainz 05 beim Grammozis-Debüt verspielten die Königsblauen wohl ihre letzte realistische Chance auf den Klassenerhalt.

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Wieder kein Sieg: Arminia mit Remis bei Kramer-Debüt

Neuer Trainer, altes Leid: Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld hat auch beim Debüt von Frank Kramer den ersten Sieg der Rückrunde verpasst. Gegen Union Berlin kamen die Ostwestfalen nicht über ein 0:0 hinaus und stehen nach sechs Spielen in Folge ohne Sieg weiter auf dem Relegationsplatz. Union hält durch das Unentschieden Anschluss zu den Europacup-Plätzen.

Am vergangenen Montag hatten die Bielefelder überraschend Aufstiegsheld Uwe Neuhaus entlassen und dafür Kritik aus der eigenen Fanszene erhalten. Vor allem die bisherige Rückrundenbilanz hatte den Ausschlag gegeben: In den ersten fünf Partien hatten die Bielefelder 17 Gegentreffer kassiert und nur einen Punkt geholt.

Gegen Union nahm Kramer drei Startelf-Änderungen vor. Den gelbgesperrten Fabian Kunze ersetzte Arne Maier, der von Neuhaus zuletzt nicht mehr berücksichtigt worden war. Zudem spielten in der Offensive die Winter-Neuzugänge Masaya Okugawa und Michel Vlap anstelle von Ritsu Doan und Andreas Voglsammer.

Für die Berliner kehrte Andres Luthe nach drei Spielen zurück zwischen die Pfosten. Schon in der dritten Spielminute krachte der Keeper nach einem Freistoß der Arminia heftig mit Linksverteidiger Julian Ryerson zusammen. Beide bluteten und mussten minutenlang behandelt werden, konnten aber weitermachen.

Nach der langen Behandlungspause war Bielefeld sofort wieder im Spiel. Angefeuert von den lautstarken Kommandos Kramers, agierte die Arminia gallig und machte früh Druck. Nach einem Ballgewinn kurz vor dem Strafraum der Unioner stand auf einmal Stürmer Sergio Cordova alleine vor Luthe, der aber unbeeindruckt von der Unterbrechung stark hielt (13.).

Union war anschließend bemüht, die Kontrolle zu übernehmen, ohne dabei wirklich zu Chancen zu kommen. Bielefeld machte es defensiv diesmal gut und ließ die Berliner Angriffsversuche abprallen. Die Gastgeber selbst versuchten, durch gezieltes Pressing immer wieder Nadelstiche zu setzen. Richtige Torgelegenheiten blieben aber aus, die Begegnung fand hauptsächlich im Mittelfeld statt und wurde von beiden Mannschaften intensiv geführt.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Defensiv-Reihen bestimmten das Spiel, und beim gefährlichen Kopfball von Marius Bülter war Arminia-Keeper Stefan Ortega zur Stelle (51.). Die Berliner wurden stärker. 

Für Bielefeld geht es schon am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) weiter. Dann empfängt die Kramer-Elf Werder Bremen zum Nachholspiel. Mit einem Sieg könnten die Bielefelder zum ersten Mal seit dem 18. Spieltag die Abstiegsränge verlassen.

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DFB-Pokal: BVB gegen Kiel, Leipzig gegen Regensburg oder Bremen

Der viermalige DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund muss sich auf dem Weg ins Endspiel in Berlin mit dem Bayern-Bezwinger Holstein Kiel auseinandersetzen. Der Bundesliga-Zweite RB Leipzig bekommt es im Halbfinale auswärts mit Werder Bremen oder dem Zweitligisten Jahn Regensburg zu tun. Diese Paarungen zog in der ARD-Sportschau die Ex-Fußballerin Bärbel Wohlleben (77), die erste Frau, die ein Tor des Monats erzielte. 

Die Runde der letzten Vier wird am 1. und 2. Mai ausgetragen. Das letzte Viertelfinale zwischen dem Zweitligisten Jahn Regensburg und dem Bundesligisten Werder Bremen wird am 7. April (18.30 Uhr) nachgeholt. Wegen eines Corona-Ausbruchs bei Regensburg hatte das ursprünglich für den 2. März angesetzte Spiel abgesagt werden müssen. Kiel hatte im Januar den Rekordsieger Bayern München sensationell ausgeschaltet.

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