Freiburgs Günter hat WM-Teilnahme im Blick

Nach der überraschenden Nominierung für die EM im Vorjahr hofft Fußball-Nationalspieler Christian Günter auch auf die Teilnahme an der WM in Katar (21. November bis 18. Dezember). „Dass es natürlich ein Traum ist, steht außer Frage“, sagte der Kapitän des Bundesligisten SC Freiburg im SID-Interview: „Wenn ich weiter so spiele, dann spiele ich auf jeden Fall eine Rolle.“

Er mache sich aber „nicht jede Woche einen Kopf darüber“. Über die Jahre habe er gelernt, „eine gewisse Ruhe zu haben. Ich kann nur das tun, was ich beeinflussen kann“, sagte der Linksverteidiger, der bei der EM im vergangenen Jahr ohne Einsatz geblieben war: „Dass ich weiter in dem Kreis dabei bin, freut mich extrem und spornt mich nur noch mehr an.“

Auf dem Weg nach Katar baut Günter auch auf die positive Entwicklung beim SC Freiburg – die Breisgauer kämpfen um einen Europacup-Platz. „Wenn das große Ganze richtig gut funktioniert, dann spielt sich auch jeder Einzelne in den Vordergrund“, sagte der 28-Jährige: „Wenn wir als Mannschaft eine gute Leistung zeigen, ist bei mir die Wahrscheinlichkeit auch groß, dass ich eine gute Leistung bringe.“

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Afrika-Cup: Senegal und Marokko glanzlos im Viertelfinale

Senegal strauchelt, Marokko läuft lange erfolglos an – am Ende stehen aber beide im Viertelfinale des Afrika-Cups: Die Achtelfinals beim Kontinentalturnier in Kamerun haben am Dienstag zwei schwer erarbeitete Favoritensiege gebracht. Senegal gewann angeführt von Liverpool-Star Sadio Mane gegen Kap Verde mit 2:0 (0:0), wurde aber erst in deutlicher Überzahl zwingend: Nach zwei Platzverweisen gegen den Außenseiter traf Mane zur Führung (63.), in der Nachspielzeit legte Bamba Dieng (90.+2) nach.

Marokko vergab gegen Malawi zahlreiche Chancen, gewann am Ende aber doch noch 2:1 (1:1). Youssef En-Nesyri (45.+2) und der frühere Dortmunder Achraf Hakimi (70.) per Freistoß drehten das Spiel für die „Löwen vom Atlas“. Zuvor hatte Gabadinho Mhango (7.) Malawi mit einem bemerkenswerten Schuss aus fast 40 Metern in Führung gebracht. Der Stürmer von den Orlando Pirates in Südafrika hat das Turnier damit erfolgreich als Bühne genutzt: Alle drei Tore Malawis gehen auf sein Konto.

Bei Senegals Gegner Kap Verde sah Patrick Andrade (21.) wegen groben Foulspiels früh Rot, in der zweiten Hälfte musste dann auch Torhüter Vozinha nach einer Notbremse vom Platz (57.). Senegal hatte allerdings schon in der Gruppenphase lediglich einen Treffer per Foulelfmeter erzielt und tat sich nun auch am Dienstag schwer.

Mit Bayern Münchens Bouna Sarr in der Startelf kam das Team kaum zu Chancen, nach der Pause änderte ein heftiger Zusammenprall zwischen Mane und Vozinha das Spiel: Der Torwart wurde des Feldes verwiesen, erneut Mane war es dann, der nach einer Ecke traf. Der Angreifer musste wenig später sichtlich angeschlagen ausgewechselt werden, in der Schlussphase hatte Kap Verde dann sogar noch die Chance zum Ausgleich.

Zuletzt hatten bereits Gastgeber Kamerun, Gambia, Tunesien und Burkina Faso das Viertelfinale erreicht. Die letzten Achtelfinals spielen am Mittwoch die Elfenbeinküste und Ägypten sowie Mali und Äquatorialguinea.

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Watford holt „Rentner“ Hodgson als Ranieri-Nachfolger

Englands früherer Teammanager Roy Hodgson kehrt für die Rettung des FC Watford vor dem Premier-League-Abstieg aus dem Ruhestand noch einmal auf die Bank zurück. Der 74-Jährige übernahm am Dienstag beim Tabellenvorletzten die Nachfolge des zu Wochenbeginn nach nur 112 Tagen entlassenen Italieners Claudio Ranieri. Sein Debüt bei den „Hornissen“ gibt Hodgson, der seine Trainer-Laufbahn ursprünglich vor sieben Monaten am Ende der vergangenen Saison bei Crystal Palace für beendet erklärt hatte, am 5. Februar (Samstag) im Kellerduell beim Schlusslicht FC Burnley.

Watford ist Hodgsons sechste Station in der Premier League. Vor seinem Engagement bei Crystal Palace trug der Ex-Profi auch bei den Blackburn Rovers, beim FC Fulham, Ex-Rekordmeister FC Liverpool und West Bromwich Albion die Verantwortung. Im Ausland gehörten Inter Mailand und Grasshopper Zürich zu seinen prominentesten Arbeitgebern. Als Nationaltrainer fungierte Hodgson außer in seinem Heimatland bei den Three Lions auch in der Schweiz, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Finnland.

In Watford übernimmt der Routinier eine auf dem Papier durchaus lösbar erscheinende Aufgabe. Der Rückstand seines neuen Klubs auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt lediglich zwei Punkte.

Allerdings schien Watford in der vergangenen Woche unter Ranieri völlig außer Tritt geraten. Mit dem bereits 70 Jahre alten Ex-Meistertrainer von Leicester City holte Watford in 14 Spielen binnen rund drei Monaten nur sieben Punkte. Watfords letzter von nur zwei Siegen mit Ranieri auf der Bank liegt bereits mehr als zwei Monate zurück (am 20. November 4:1 gegen Manchester United). In den neun nachfolgenden Punktspielen eroberte Watford nur noch einen Zähler und beklagt dadurch seine längste Durststrecke ohne Erfolgserlebnis seit 2013. Nach der 0:3-Heimpleite gegen Norwich City am vergangenen Freitag zog die Klubführung die Notbremse und trennte sich von Ranieri.

Hodgson ist Watfords dritter Coach in der laufenden Saison. Vor Ranieri hatte der Spanier Xisco Munoz das Kommando beim Ex-Klub von Pop-Ikone Elton John geführt.

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3. Liga: Mannheim verpasst Sprung in Aufstiegszone erneut

Waldhof Mannheim hat in der 3. Fußball-Liga einmal mehr die Chance zum Sprung in die Aufstiegszone verpasst. Der Ex-Bundesligist kassierte beim durch zwei Corona-Absagen auf drei Begegnungen zusammengeschrumpften Auftakt des 23. Spieltages gegen Abstiegskandidat Viktoria Köln mit 0:1 (0:0) seine dritte Heimpleite und könnte weiter hinter die Spitzengruppe zurückfallen.

Vorerst wieder in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen brachte sich der VfL Osnabrück. Die Niedersachsen gewannen das Duell der Zweitliga-Absteiger mit den Würzburger Kickers sicher 2:0 (1:0) und rückten hinter Mannheim bis auf drei Zähler an Mitabsteiger Eintracht Braunschweig auf dem Relegationsrang heran.

Würzburg dagegen verpasste im Tabellenkeller den Anschluss zum rettenden Ufer. Weiter in der Abstiegszone rangiert auch Türkgücü München durch die 2:4 (0:1)-Niederlage bei Aufsteiger SC Freiburg II nach zwischenzeitlicher 2:1-Führung.

Wegen Corona war am Dienstagnachmittag die Begegnung des Halleschen FC mit Neuling Viktoria Berlin wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff abgesagt worden. Den Berlinern standen nach einem Corona-Ausbruch nur noch weniger als die notwendigen 16 Spieler zur Verfügung. Das ebenfalls für Dienstag angesetzt gewesene Spiel zwischen 1860 München und Aufstiegsanwärter 1. FC Kaiserslautern war wegen einer Corona-Quarantäne bei den „Löwen“ bereits am vergangenen Wochenende abgesagt worden.

Das für Mittwoch geplante Duell zwischen Schlusslicht TSV Havelse und dem SV Wehen Wiesbaden soll dagegen trotz vier Corona-Fällen bei den Gastgebern stattfinden. In den übrigen Begegnungen muss der souveräne Spitzenreiter 1. FC Magdeburg im Rennen um den Zweitliga-Aufstieg bei Abstiegskandidat MSV Duisburg antreten, während Braunschweig schon durch ein Remis beim FSV Zwickau Kaiserslautern von Platz zwei verdrängen kann. Auch der 1. FC Saarbrücken hat die Chance, sich durch einen Sieg gegen Aufsteiger Borussia Dortmund II an den Pfälzern vorbeizuschieben. Der SV Meppen würde durch einen Erfolg beim SC Verl mit dem FCK gleichziehen.

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Niederlande trauern um Feyenoord-Ikone Jansen

Die Niederlande trauern um einen ihrer großen Fußballer: Der zweimalige Vizeweltmeister Wim Jansen ist im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Alzheimererkrankung gestorben, das gab sein langjähriger Klub Feyenoord Rotterdam am Dienstag bekannt.

Mittelfeldspieler Jansen hatte mit Oranje bei den Weltmeisterschaften 1974 und 1978 jeweils das Finale erreicht. 1974 in München holte Deutschland den Titel (2:1), Jansens Grätsche gegen Bernd Hölzenbein führte zum Foulelfmeter, der den deutschen Ausgleich brachte. Vier Jahre später verloren die Niederlande in Buenos Aires gegen Argentinien (1:3 n.V.), auch in diesem Endspiel stand Jansen von Beginn an auf dem Feld.

Insgesamt 65 Spiele bestritt er für die Elftal. Für Feyenoord lief Jansen von 1965 bis 1980 auf, gewann 1970 den Europapokal der Landesmeister und dreimal die niederländische Meisterschaft. Ab 1980 spielte er in den USA noch für die Washington Diplomats und auch für Rotterdams Erzrivalen Ajax Amsterdam. 1982 holte Jansen mit Ajax noch einmal die niederländische Meisterschaft. Anschließend begann er eine Karriere als Trainer, die ihn unter anderem nach Saudi-Arabien und Japan führen sollte.

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