Britischer Premier Johnson fordert “Rote Karte” für Super League

Gegen die Pläne einer europäischen Super League wird der Widerstand auf politischer Ebene größer. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson forderte in einem Gastbeitrag für die Sun die “Rote Karte” für das Projekt und kündigte ein Treffen mit hochrangigen Fußball-Funktionären und Fan-Vertretern an.

Johnson zeigte sich “entsetzt” über die Folgen für Klubs im ganzen Land, die einen “einzigartigen Platz” im Herzen ihrer Gemeinden hätten. An die Fans gewandt schrieb Johnson: “Das ist euer Spiel – und ihr könnt versichert sein, dass ich alles dafür tun werde, um diesem irrsinnigen Plan die Rote Karte zu zeigen.”

Zuvor hatte sich bereits Prinz William, Präsident des englischen Fußballverbandes FA, tief besorgt über die Abspaltung einer Super League gezeigt. “Jetzt müssen wir mehr denn je die gesamte Fußballgemeinschaft – von der obersten Ebene bis zur Basis – und die Werte von Wettbewerb und Fairness in ihrem Kern schützen”, hatte er in einem Twitter-Statement geschrieben.

Zu den zwölf europäischen Spitzenklubs, die mit ihrer Ankündigung in der Nacht zum Montag ein Fußball-Erdbeben ausgelöst hatten, zählen auch die “Big Six” der Premier League: FC Liverpool, Manchester City und Manchester United sowie die Londoner Klubs FC Chelsea, FC Arsenal und Tottenham Hotspur.

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Nach Mourinho-Entlassung: Mason übernimmt Spurs bis Saisonende

Einen Tag nach der Entlassung von Teammanager Jose Mourinho hat der englische Fußball-Klub Tottenham Hotspur den erst 29-jährigen Ryan Mason als Übergangslösung präsentiert. Der frühere Mittelfeldspieler des Klubs übernimmt den Posten bis zum Saisonende. Das gaben die Spurs am Dienstag bekannt.

Tottenham hatte Star-Trainer Mourinho (58) am Montag wegen der anhaltenden sportlichen Probleme und interner Querelen zwischen dem Portugiesen und der Mannschaft gefeuert. Mason, der seine Karriere 2018 wegen der Spätfolgen nach einem Schädelbruch hatte beenden müssen, gehörte zu Mourinhos Coaching-Team.

Sein Debüt gibt Mason am Mittwoch (19.00 Uhr/Sky) im Premier-League-Spiel gegen den FC Southampton. Im Ligapokal bestreitet Tottenham am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) das Finale gegen Manchester City.

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3. Liga: Hansa-Vorstand verlängert bis 2023

Fußball-Drittligist Hansa Rostock hat wichtige Personalfragen in der Vereinsführung geklärt. Der Aufsichtsrat des Tabellenführers bestätigte Robert Marien vorzeitig für weitere zwei Jahre als Vorstandsvorsitzenden. Der bis Ende 2021 laufende Vertrag des 40-Jährigen wurde bis zum 31. Dezember 2023 verlängert.

Marien steht seit 2016 an der Spitze des dreiköpfigen Gremiums, dem auch weiterhin Sport-Vorstand Martin Pieckenhagen angehören wird. Der Vertrag des 49-Jährigen wurde ebenfalls bis Ende 2023 verlängert. Ebenfalls bis 2023 wird Günter Fett den finanziellen Bereich verantworten.

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Wolfsburg an Mittelstürmer Beto interessiert

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat die Fühler nach Mittelstürmer Beto vom portugiesischen Erstligisten Portimonense SC ausgestreckt. Die Ablösesumme für den 23-Jährigen ist zwar auf 40 Millionen Euro festgeschrieben, allerdings ist der derzeitige Arbeitgeber bereit, den Angreifer zwischen 20 und 22 Millionen Euro Ablöse im Sommer ziehen zu lassen.

“Der Junge ist ein echtes Juwel, es gibt mehrere Anfragen aus der Bundesliga, aber auch aus England, Italien und Russland”, sagte Portimonense-Vizepräsident Robson Ponte, Ex-Bundesliga-Profi von Bayer Leverkusen und des VfL Wolfsburg, auf SID-Anfrage. Auch Benfica Lissabon und der FC Porto haben offenbar Interesse bekundet. Der Vertrag des 1,94 m großen Angreifers Beto in Portimao läuft noch bis 30. Juni 2023. In dieser Saison war der Torjäger bislang zehnmal für Portimonense in der Liga erfolgreich.

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IOC-Präsident Bach fürchtet um “soziale Mission des Sports”

IOC-Präsident Thomas Bach hat indirekt die Pläne einer Super League im Fußball kritisiert. “Sport basiert auf der Offenheit des Wettbewerbs. Aber leider müssen wir sehen, dass dieses Modell gerade bedroht wird. Es ist bedroht durch eine Initiative, die die prinzipiellen Werte des Sports und die Bedürfnisse der Nach-Coronazeit ignoriert”, sagte der 67-Jährige im Rahmen des Kongresses der Europäischen Fußball-Union (UEFA), ohne dabei das Wort Super League konkret in den Mund zu nehmen.

Am Montag hatte eine Gruppe von zwölf internationalen Topklubs mit der Gründung der geschlossenen Super League für ein Erdbeben im europäischen Fußball gesorgt. Bei derartigen Vorstößen gehe es hauptsächlich um “Profitmaximierung”, kritisierte Bach. Durch ein derartiges Aufbegehren einiger weniger könne “die soziale Mission des Sports verloren gehen”, führte er aus, “es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um diese soziale Mission zu retten.”

Bach setzt auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) große Hoffnungen in die vorher anstehende Fußball-Europameisterschaft. “Eine sichere Europameisterschaft würde sicher auch Vertrauen für die Olympischen Spiele schaffen”, sagte der IOC-Präsident. Das IOC werde sich “die EM genau anschauen und die Erfahrungen der UEFA mit den Corona-Maßnahmen in unsere Pläne einfließen lassen”, erklärte Bach: “Wir setzen dieselbe Priorität: Gesundheit. Deshalb können wir voneinander lernen.”

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