Kovac und Monaco schlagen Götze und PSV – Blamage für Mourinho in Norwegen

Der frühere Bayern-Trainer Niko Kovac hat mit der AS Monaco in der Europa League die Tabellenführung erobert. Monaco siegte am Donnerstag im Duell bei der PSV Eindhoven und Mario Götze spät mit 2:1 (1:0) und überholte die Niederländer in Gruppe B. Mesut Özil und Fenerbahce Istanbul droht dagegen das Aus, zuvor blamierten sich Jose Mourinho und die AS Rom bis auf die Knochen.

Für Monaco trafen Myron Boadu (20.) und Sofiane Diop (89.), Cody Gakpo (59.) hatte zwischenzeitlich den Ausgleich erzielt. Bei den Gästen standen Torhüter Alexander Nübel und Kevin Volland in der Startelf, auf der anderen Seite startete neben Götze auch Philipp Max. Eindhoven rutschte auf Tabellenplatz drei ab.

Für Özil und Fenerbahce ist das Weiterkommen hingegen in weite Ferne gerückt. Die Türken verspielten beim 2:2 (2:1) gegen Royal Antwerpen nach dem Doppelpack von Enner Valencia (21./45.) ihre Führung und haben in der Frankfurter Gruppe D bereits vier Punkte Rückstand auf Platz zwei.

Zu einem hart erkämpften 4:3 (1:2)-Sieg kam Jerome Boateng mit Olympique Lyon. Das Team des ehemaligen Leverkusen-Coaches Peter Bosz lag 0:2 hinten und drehte im zweiten Durchgang die Partie. Die Glasgow Rangers schöpfen derweil in Gruppe A wieder Hoffnung nach dem 2:0 (2:0) gegen Bröndby IF, unter anderem traf der frühere Mainzer Leon Balogun (18.).

In der Conference League verzockte sich Mourinho beim norwegischen Meister FK Bodö/Glimt komplett: Seine B-Elf ging nördlich des Polarkreises mit 1:6 (1:2) unter und verlor die Tabellenführung an Bodö/Glimt in der Gruppe C.

„Sie haben mehr Qualität als wir. Ihre erste Mannschaft ist ein deutlich besseres Team als unsere zweite Mannschaft“, sagte Mourinho: „Es ist mein Fehler. Ich wollte der ersten Garde nach dem Spiel bei Juventus eine Pause geben.“

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Magische Europacup-Nacht: Frankfurt stürmt an die Tabellenspitze

In einer magischen Europacup-Nacht hat sich Eintracht Frankfurt den Frust des grauen Liga-Alltags von der Seele geschossen. Durch ein überzeugendes 3:1 (2:1) gegen den griechischen Rekordmeister Olympiakos Piräus machte die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner zudem einen ganz großen Schritt in Richtung K.o.-Runde der Europa League.

Rafael Borre (26.), Almamy Toure (45.+3) und Daichi Kamada (59.) schossen die im Vergleich zur Fußball-Bundesliga deutlich verbesserten Hessen zum zweiten Sieg im dritten Spiel. Mit nun sieben Punkten stürmte die Eintracht an den Griechen vorbei an die Spitze der Gruppe D. Für Piräus, sonst regelmäßig in der Champions League dabei, traf Youssef El-Arabi (30., Handelfmeter).

Nach dem schwachen Saisonstart war die Stimmung bei den Hessen im Vorfeld angespannt. Dennoch forderte Glasner einen „kühlen Kopf“ von seiner Mannschaft, die er im Vergleich zum enttäuschenden Auftritt gegen Hertha BSC (1:2) auf fünf Positionen veränderte.

Die Umstellungen machten sich im Spiel der Eintracht gleich bemerkbar. Die Hessen starteten stark, agierten deutlich strukturierter als zuletzt und entwickelten Gefahr nach vorne. Vor allem der starke Borre beschäftigte die Olympiakos-Abwehr um den Ex-Dortmunder Sokratis. 

Der Kolumbianer war es auch, der zunächst zweimal aussichtsreich scheiterte (20./23.), ehe er im Strafraum gefoult wurde und den fälligen Elfmeter sicher verwandelte. Ein unnötiges Handspiel von Kristijan Jakic brachte die blassen Gäste aber schnell zurück – El-Arabi traf ebenfalls vom Punkt.

Vor 35.000 Zuschauern spielte die Eintracht munter weiter. Erst traf Martin Hinteregger die Latte, wenige Sekunden später schob Toure quasi mit dem Pausenpfiff zur verdienten Führung ein. 

Auch nach dem Seitenwechsel ließen sich die Frankfurter von der beeindruckenden Kulisse nach vorne treiben. Nach einem Distanzschuss von Goncalo Paciencia, der erstmals in der Startelf stand, reagierte der ebenfalls agile Kamada gedankenschnell und erzielte per Abstauber den dritten Treffer.

Paciencia (61./75.) hatte sogar zweimal die Chance, die Führung noch weiter auszubauen. Das Selbstvertrauen war der Heimelf im weiteren Verlauf deutlich anzumerken. Die Eintracht kontrollierte das Geschehen, blieb über Konter gefährlich und ließ defensiv nur wenig zu.

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Nach Angriff auf City-Fan: Ermittlungen gegen fünf Brügge-Anhänger

Die belgische Polizei hat Ermittlungen gegen fünf Anhänger des FC Brügge aufgenommen, die am Dienstag einen belgischen Fan des englischen Fußballklubs Manchester City ins Koma geprügelt haben sollen. Das berichtet AFP. 

Die Männer werden beschuldigt, am Dienstag nach dem Champions-League-Spiel des englischen Meisters in Brügge einen 63-Jährigen auf einer Autobahnraststätte angegriffen zu haben, der nach dem Vorfall in Lebensgefahr schwebte. Der Zustand des Belgiers, der weiterhin im Koma liege, sei mittlerweile stabil. Zwei der fünf Männer wurden in Untersuchungshaft genommen.

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Mourinho und AS Rom blamieren sich in Norwegen

Trainer Jose Mourinho und die AS Rom haben sich in der Conference League bis auf die Knochen blamiert. Der italienische Spitzenklub ging beim norwegischen Meister FK Bodö/Glimt am Donnerstag mit 1:6 (1:2) unter. Dadurch verdrängte Bodö/Glimt mit sieben Punkten die Roma (6) von der Tabellenspitze in der Gruppe C.

„Sie haben mehr Qualität als wir. Ihre erste Mannschaft ist ein deutlich besseres Team als unsere zweite Mannschaft“, sagte Mourinho: „Es ist mein Fehler. Ich wollte der ersten Garde nach dem Spiel bei Juventus eine Pause geben. Ich habe dieses Entscheidung getroffen. Und am Ende sind sie bessere Spieler als meine.“

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Gewalt und Patzer: Union erlebt Rotterdam-Reise zum Vergessen

Hooligan-Überfall, verletzte Fans und eine Niederlage: Union Berlin hat eine Europapokal-Reise zum Vergessen erlebt. Das Team von Urs Fischer unterlag in der Conference League bei Feyenoord Rotterdam am Donnerstag unglücklich 1:3 (1:2) und steht mit zwei Niederlagen aus drei Spielen in der Gruppe E gewaltig unter Druck.

Alireza Jahanbakhsh (11.), Bryan Linssen (29.) und Luis Sinisterra (76.) brachten das berüchtigte Stadion „De Kuip“ zum Beben und verschafften dem Tabellenführer mit nun sieben Punkten eine glänzende Ausgangslage für das Rückspiel in 14 Tagen in der Alten Försterei. Für Union, das zuletzt viermal in Folge gewonnen hatte, reichte es durch Taiwo Awoniyi (35.) nur zum zwischenzeitlichen Anschlusstor. 

Die Partie war von mehreren Zwischenfällen außerhalb des Stadions überschattet worden. Die Union-Delegation um Präsident Dirk Zingler war am Vorabend in einer Bar in der Nähe des Teamhotels von Hooligans attackiert worden. Feyenoord entschuldigte sich bei Union am Donnerstag für den „feigen Akt“.

Beim Einlass kam es zudem zu massiven Problemen für Hunderte Union-Fans. „Es gab einen äußerst harten Polizeieinsatz mit mehreren Verletzten“, sagte Pressesprecher Christian Arbeit dem SID. Der „Eiserne Hilfe“-Vorsitzende Andreas Lattemann berichtete von „gezielten Angriffen auf Köpfe der Beteiligten“ sowie den „Einsatz von Schlagstöcken und Hunden. Mehrere Personen wurden gebissen, haben Platzwunden oder sind im Krankenhaus.“ 

Rotterdam ging unterdessen mit den ersten beiden Torchancen gleich 2:0 in Führung. Jahanbakhsh musste nach toller Vorarbeit von Sinisterra, der Paul Jaeckel auf links ganz alt aussehen ließ, nur noch einschieben. Nach einer knappen halben Stunde verschätzte sich dann Robin Knoche vollkommen, Mittelstürmer Linssen bedankte sich und schlug eiskalt zu.

Die Eisernen blieben im ersten Durchgang offensiv harmlos, kamen aber durch das Kopfballtor von Awoniyi nach Flanke von Kapitän Christopher Trimmel zurück ins Spiel. Nach dem Seitenwechsel war Union bemüht, doch die Gäste wirkten über weite Teile kraftlos und waren zu ungenau im eigenen Ballbesitz. Der eingewechselte Sheraldo Becker (72.) hatte den Ausgleich auf dem Fuß, ehe der starke Sinisterra auf der Gegenseite traf.

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