Nach Negativserie: Marsch in Leeds entlassen

Nach gut einem Jahr ist Jesse Marsch als Trainer des englischen Premier-League-Klubs Leeds United entlassen worden. Der frühere Chefcoach von Pokalsieger RB Leipzig muss wegen des drohenden Abstiegs gehen, durch eine Niederlage bei Nottingham Forest am Sonntag (0:1) waren die Whites in der Tabelle auf Platz 17 abgerutscht.

Der US-Amerikaner Marsch, der 2021 in Leipzig als Nachfolger von Julian Nagelsmann nach nur fünf Monaten gefeuert worden war, hatte Ende Februar 2022 bei Leeds den Argentinier Marcelo Bielsa beerbt. Der 49-Jährige rettete den Klub knapp vor dem Abstieg.

In 21 Spielen gelangen Leeds in dieser Saison unter Marsch nur vier Siege. Zuletzt gab es in sieben Spielen nacheinander keinen Dreier.

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Freiburg gefordert: Finaleinzug im Vorjahr als „Motivation“

Der Finaleinzug im Vorjahr soll dem SC Freiburg auch in dieser Pokalsaison weiter Schwung verleihen – ungeachtet der jüngsten Misserfolge in der Fußball-Bundesliga. Der DFB-Pokal sei „etwas ganz Besonderes“, in der vergangenen Saison habe der Verein „besondere Sachen“ auf dem Weg ins Endspiel erlebt, sagte Trainer Christian Streich vor dem Achtelfinale am Dienstag (18.00 Uhr/Sky) beim Zweitligisten SV Sandhausen. 

Dies müsse „Motivation genug sein für die Spieler, die das erlebt haben“, ergänzte der 57-Jährige mit Blick auf die Partie gegen den Außenseiter. „Wer nach Sandhausen fährt und denkt, es war schwierig in Dortmund, aber Sandhausen, das geht schon, der ist falsch gewickelt“, warnte Streich. Er sei jedoch überzeugt, dass das so nicht stattfinde. Ein möglicher Viertelfinal-Einzug sei schließlich „ein richtiger Erfolg“. 

Verzichten müssen die Breisgauer auf den verletzten Yannik Keitel. Im Tor wird erneut Ersatzkeeper Noah Atubolu eine Chance von Streich erhalten. 

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Nach Hass-Plakaten: Eberl verzichtet auf Anzeige

Die Hass-Plakate gegen RB Leipzigs Sportdirektor Max Eberl während des Auswärtsspiels gegen den 1. FC Köln (0:0) werden wohl keine Folgen haben. Schiedsrichter Martin Petersen sagte der Bild, er habe die Vorkommnisse im Spielbericht vermerkt. Der DFB teilte aber auf SID-Anfrage mit, dass Eberl nach den Vorfällen keine Anzeige beim DFB-Kontrollausschuss gestellt hat – und daher auch kein Verfahren eingeleitet wird.

Petersen hatte die Spruchbänder während der Partie zwar bemerkt, den Inhalt aber nicht lesen können. „Wir haben zwar wahrgenommen, dass Plakate gezeigt wurden, konnten aber vom Spielfeld aus nicht lesen, was dort geschrieben war. Das Spiel war so intensiv, dass wir unseren Fokus komplett auf der Spielleitung hatten“, sagte Petersen. Köln-Fans hatten mehrere beleidigende Spruchbänder gegen Eberl gezeigt und unter anderem seine Erschöpfungs-Krankheit verhöhnt.

Hätte Petersen die Texte gelesen, hätte er nach eigenen Angaben „über Maßnahmen nachgedacht und diese wohl auch in die Wege geleitet“. Ob in diesem Fall allerdings der Drei-Stufen-Plan des DFB gilt, der Maßnahmen von einer Stadiondurchsage bis hin zum Spielabbruch vorsieht, ist umstritten.

Im September war es zu einem ähnlichen Fall gekommen, als Fans von Borussia Mönchengladbach im Spiel gegen Leipzig Schmähplakate gegen Eberl zeigten. Damals ermahnte der Stadionsprecher die Fans, ein Plakat abzuhängen, da Schiedsrichter Patrick Ittrich das Spiel sonst unterbrechen werde.

Das führte aber auch zu Widerspruch, da es im Drei-Stufen-Plan heißt, dass Kritik in Form von Transparenten oder Sprechchören „sehr direkt, unhöflich, unsachlich oder geschmacklos sein“ kann, ohne dass das Spiel unterbrochen wird. Dies sei erst bei „personifizierten Gewaltandrohungen“ möglich, etwa einer Person im Fadenkreuz.

Sportanwalt Christoph Schickhardt hätte sich dennoch ein Einschreiten gewünscht. „Der vierte Schiedsrichter oder ein DFB-Beobachter auf der Tribüne müssen solche Plakate erkennen und reagieren. Es darf kein Spiel unter Hass-Parolen fortgesetzt werden. Das sage ich ausdrücklich nicht als Anwalt von RB Leipzig, sondern als Jurist“, sagte der 67-Jährige der Bild.

Eberl hatte fassungslos auf die Plakate reagiert. „Mich würde interessieren, ob diese Menschen wissen, was Burnout genau bedeutet. Burnout heißt, dass sich Menschen verausgaben, bis sie nicht mehr können und über diesen Punkt hinaus“, sagte der 49-Jährige, der in Köln auch wegen seiner Vergangenheit beim Erzrivalen Gladbach wenig beliebt ist.

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Werder verlängert mit Groß um ein Jahr

Werder Bremen hat den auslaufenden Vertrag mit Mittelfeldspieler Christian Groß (33) um ein Jahr bis Sommer 2024 verlängert. Das gab er Tabellenachte der Fußball-Bundesliga am Montag bekannt. Groß war 2019 nach Bremen gewechselt, sollte eigentlich nur Kapitän der U23 werden – setzte sich dann aber bei den Profis durch. 

„Grosso hat in den knapp vier Jahren, die er Teil des Profikaders ist, eine unglaubliche Entwicklung genommen. Sowohl auf dem Platz als auch in der Kabine ist er ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft“, sagte Clemens Fritz, Leiter Scouting und Profifußball an der Weser: „Wir sind froh, dass er seine Zukunft weiterhin bei Werder sieht. Er ist topfit, und ich bin überzeugt, dass wir auch zukünftig von seinen Qualitäten und seiner Persönlichkeit auf und neben dem Platz profitieren werden.“ 

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119.500 Euro Geldstrafe für den 1. FC Köln

Der 1. FC Köln muss für das Fehlverhalten einiger Fans im Derby gegen Bayer Leverkusen tief in die Tasche greifen: Wie das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montag mitteilte, wird der Bundesliga-Elfte mit Geldstrafen in Gesamthöhe von 119.500 Euro belegt. Davon kann der Verein bis zu 39.500 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.

Kurz vor Beginn der Partie im November hatten Effzeh-Fans massiv Pyrotechnik abgebrannt, unter anderem waren ganze Feuerwerksbatterien zum Einsatz gekommen. Im Normalfall wären dafür vom DFB-Kontrollausschuss 237.000 Euro Geldstrafe beantragt worden. 

Da der Klub allerdings Täter identifizieren konnte, reduziert sich die Geldstrafe um 50 Prozent auf 118.500 Euro. Weitere 1000 Euro kommen aus der Bundesligapartie bei Hertha BSC hinzu. Die Urteile sind rechtskräftig.

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