Effenberg nimmt Löw in Schutz – Flick und Klopp einzige Nachfolge-Kandidaten

Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg nimmt Joachim Löw gegen die jüngsten Verbalattacken in Schutz, sieht dessen Ende als Bundestrainer aber näherrücken. Die Kritik zuletzt sei “übertrieben” gewesen, schreibt Effenberg in seiner Kolumne beim Nachrichtenportal t-online.

Dennoch glaubt der 52-Jährige an einen baldigen Abschied oder eine Trennung von Löw – “ob in einem, zwei oder drei Jahren”. Dann kämen als Nachfolger aus seiner Sicht nur Hansi Flick oder Jürgen Klopp in Frage. “Hansi Flick passt einfach hervorragend. Für mich persönlich sogar besser als Jürgen Klopp, auch wenn der ebenfalls eine tolle Lösung wäre”, meint Effenberg.

“Viel wichtiger” als ein Trainerwechsel wäre beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) aber “eine andere Veränderung in der Spitze”. Es könne helfen, “jemanden dazuzuholen, der auch mal Strukturen aufbricht”, schreibt Effenberg.

Den aussortierten Rio-Weltmeistern Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng rät er von einer Rückkehr ab. Sollte Löw das Trio zurückholen wollen, “sollten Müller, Hummels und Boateng ernsthaft darüber nachdenken, eine Nominierung abzulehnen und von sich aus zurücktreten.” Persönlich sei er im selben Alter gut damit gefahren, sich auf den Verein zu konzentrieren.

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Frankreichs früherer Nationaltorwart Martini verstorben

Bruno Martini, früherer Torwart der französischen Fußball-Nationalmannschaft, ist am Dienstag im Alter von 58 Jahren gestorben. Das teilte der Erstligist Montpellier HSC mit, bei dem Martini im Trainingszentrum tätig war. Zu Beginn der vergangenen Woche hatte er auf dem Gelände einen Herzstillstand erlitten und war darauf ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Martini absolvierte zwischen 1987 und 1996 31 Länderspiele für Frankreich. Bei der Europameisterschaft 1992 in Schweden war er die Nummer eins der Equipe Tricolore, die in der Vorrunde ausschied. Vier Jahre später in England saß er lediglich auf der Bank. Auf Vereinsebene spielte Martini lange Jahre für AJ Auxerre und Montpellier, ehe er 1999 seine aktive Karriere beendete. 

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Klopp fühlt “extrem” mit van Dijk: “Wir werden auf ihn warten”

Teammanager Jürgen Klopp vom englischen Fußball-Meister FC Liverpool fühlt “extrem” mit seinem verletzten Abwehrstar Virgil van Dijk. “Wir sind für ihn da, das weiß er. Wir werden auf ihn warten, so wie eine gute Ehefrau wartet, wenn der Ehemann im Gefängnis sitzt”, sagte Klopp in einer Videobotschaft bei LFC TV. In der Zwischenzeit wolle der Klub “alles tun, was wir tun können, um es ihm so leicht wie möglich zu machen”, sagte Klopp weiter.

Wegen einer nicht näher erläuterten Bänderverletzung fällt der 29 Jahre alte Niederländer auf unbestimmte Zeit aus. Dass van Dijk am Samstag im Derby beim FC Everton (2:2) durch die Attacke von Torwart Jordan Pickford einen Kreuzbandriss erlitten habe, wie Medien berichteten, bestätigte Liverpool nicht explizit.

“Wir fühlen in diesem Moment extrem mit ihm, weil die meisten von uns in einer ähnlichen Situation waren. Und wir wissen, dass diese Situationen absolut unsinnig sind”, sagte der 53-jährige Klopp, der mit van Dijk in Kontakt steht und sich auch als Optimist gab: “Heute ist der erste Tag der Genesung, wenn Sie so wollen”, sagte Klopp.

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Juventus setzt Betrieb seiner Nachwuchsmannschaften aus

Der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin hat den Betrieb seiner Nachwuchsmannschaften vorerst ausgesetzt. Der Beschluss, der sowohl die männlichen als auch die weiblichen Jugendteams betrifft, wurde nach mehreren Coronafällen in der U23 gefasst. Die positiv getesteten Spieler wurden unter Quarantäne gestellt. Zuletzt war auch der Trainer der U23, Lamberto Zauli, an COVID-19 erkrankt.

Das U23-Team der Bianconeri spielt in der dritten italienischen Liga. Auch in der Serie A sind zahlreiche Spieler mit dem Coronavirus infiziert.

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Nach Anfeindungen gegen Moukoko: Videomaterial ausgewertet

Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat nach den Anfeindungen gegen Borussia Dortmunds Jungstar Youssoufa Moukoko im U19-Revierderby die ersten Ermittlungsschritte abgeschlossen. “Der FC Schalke 04 hat das ihm zur Verfügung gestellte Audio- und Videomaterial des Spiels ausgewertet und arbeitet nunmehr intensiv an der Identifikation der verantwortlichen Personen”, teilten die Königsblauen auf ihrer Homepage mit.

Moukoko (15), Dreifach-Torschütze des BVB im “kleinen Derby” im neuen Gelsenkirchener Parkstadion (3:2), war am Sonntag mit Todeswünschen und Drohungen überzogen worden. Da die 300 Eintrittskarten personalisiert waren, hofft Schalke, die Übeltäter ausfindig machen zu können. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird ebenfalls ermitteln.

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