Koeman darf aufatmen: Barca schlägt Levante – Fati trifft beim Comeback

Der FC Barcelona hat sich mit einem Befreiungsschlag in der spanischen Fußball-Liga zurückgemeldet. Die Mannschaft des viel kritisierten Trainers Ronald Koeman gewann gegen UD Levante nach zuletzt drei Pflichtspielen in Folge ohne Sieg 3:0 (2:0). Damit rückte Barca wieder an die Spitzengruppe der Liga heran.

Der Rückstand auf Spitzenreiter Real Madrid, der am Samstag gegen den FC Villarreal nicht über ein 0:0 hinausgekommen war, beträgt damit noch fünf Punkte. Barca hat zudem ein Spiel weniger ausgetragen. 

Memphis Depay brachte die Katalanen schon nach sechs Minuten per Foulelfmeter in Führung. Luuk de Jong (14.) legte kurz darauf nach. Der 18-jährige Ansu Fati markierte bei seinem Comeback nach 323 Tagen Verletzungspause den Endstand (90.+1).

Gegen die noch sieglosen Gäste ließ Barca über die gesamte Spielzeit hinweg keine Zweifel am Sieg aufkommen. Die Koeman-Elf überzeugte mit viel Spielfreude und ließ Levante kaum einmal zur Entfaltung kommen. Die neue Nummer zehn von Barca Fati, der zehn Minuten nach seiner Einwechslung direkt traf, wurde von den Fans im Camp Nou mit Sprechchören gefeiert.

Die Kritik an Koeman, der nach einer Sperre nicht auf der Bank sitzen durfte, war zuletzt immer lauter geworden. Zuletzt hatte der niederländische Coach mit einem bizarren Auftritt bei einer Pressekonferenz um Geduld beim Neuaufbau seiner Mannschaft nach dem Abschied von Superstar Lionel Messi geworben.

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Ingolstadt entlässt Trainer Pätzold – Schubert Nachfolger

Fußball-Zweitligist FC Ingolstadt hat auf seine Talfahrt reagiert und Trainer Roberto Pätzold freigestellt. Das gab der Aufsteiger einen Tag nach der 1:2-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf bekannt. Nachfolger von Pätzold wird Andre Schubert. Nach acht Spielen liegt Ingolstadt mit vier Punkten auf einem Abstiegsplatz. Neben Pätzold wurde auch der Sportliche Leiter Florian Zehe freigestellt.

“Wir haben sehr genau beobachtet und abgewägt, welche Reize wir wann setzen müssen, um in dieser unheimlich starken 2. Bundesliga zu bestehen”, sagte der Vorstandsvorsitzende Peter Jackwerth und fügte an: “Mit Andre Schubert bekommen wir einen erfahrenen und gleichzeitig emotionalen Fachmann, der an den entscheidenden Rädchen drehen und wieder ein Feuer entfachen kann.”

Über die Nachbesetzung der vakanten Position in der sportlichen Leitung wird in den kommenden Wochen entschieden. “Um unser oberstes Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen, haben wir die Notwendigkeit gesehen, unmittelbar einzugreifen. Deshalb setzen wir jetzt einen kräftigen Impuls auf der Schlüsselposition des Cheftrainers”, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Karl Meier.

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Rückkehrer Bochum steckt schon früh im Keller fest

Bundesliga-Rückkehrer VfL Bochum steckt schon früh im Tabellenkeller fest. Acht Tage nach der 0:7-Rekordpleite bei Bayern München kamen die Westfalen gegen den ebenfalls schwach gestarteten VfB Stuttgart nicht über ein 0:0 hinaus und liegen mit nur vier Punkten aus den ersten sechs Spielen auf einem Abstiegsplatz.

Die Schwaben, die nur zwei Zähler aus den letzten fünf Partien holten, haben lediglich einen Punkt mehr auf dem Konto. Zumindest konnten beide Teams vor 15.300 Zuschauern ihre Gegentorflut der letzten Wochen stoppen. Offensiv läuft wenig: Ohne den verletzten Stürmer Simon Zoller, der an allen bisherigen vier Toren beteiligt war, fehlt Bochum die Durchschlagskraft. Auch Stuttgart vermisst die Angreifer Sasa Kalajdzic und Silas Katompa Mvumpa schmerzlich.

Nach der höchsten Bundesliga-Niederlage in der Vereinsgeschichte hatte Bochums Trainer Thomas Reis auf vier Positionen umgestellt – vor allem in der Defensive. Sein VfB-Kollege Pellegrino Matarazzo konnte Abwehrspieler Waldemar Anton nach abgesessener Rotsperre wieder einsetzen, tauschte gegenüber dem 1:3 gegen Bayer Leverkusen insgesamt drei Spieler aus und stellte auf Viererkette um.

“Die Gegenspieler aufzufressen im Strafraum”, forderte Matarazzo vor dem Anpfiff bei DAZN von seinen Spielern in der Defensive, nachdem er schon unter der Woche nach zwölf Gegentoren in den ersten fünf Partien die “absolute Konsequenz im Verteidigen” angemahnt hatte. Reis wollte von seinem Team “wieder ein anderes Gesicht” sehen.

Auch wenn Stuttgart durch einen Kopfball von Konstantinos Mavropanos die erste Chance hatte (4.), war der Willen zur Wiedergutmachung beim VfL unter den Augen des Ex-Bochumers Leon Goretzka zu spüren. Vor allem über den linken Flügel mit dem schnellen Gerrit Holtmann kamen die Bochumer immer wieder hinter die VfB-Kette, doch wie schon beim 1:3 gegen Hertha BSC fehlte den Flanken die Genauigkeit.  

Die spielerisch deutlich besseren Stuttgarter hatten mit der Aggressivität der Gastgeber Probleme. Die erste wirklich gelungene Offensivkombination brachte der VfL zustande, doch Eduard Löwen scheiterte an Keeper Florian Müller (18.). Es blieb die einzige in der ersten Halbzeit, trotz immer größerer Spielanteile der Bochumer.

Matarazzo reagierte und brachte zur zweiten Hälfte in Chris Führich und Erik Thommy zwei neue Offensivkräfte. Führich leistete prompt die Vorarbeit zur vermeintlichen Führung, doch der Treffer von Mavropanos wurde nach Videobeweis wegen Handspiels zurückgenommen (55.). Plötzlich häuften sich die Chancen auf beiden Seiten, der Unterhaltungswert stieg.

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Juventus bezwingt auch Sampdoria – Dybala und Morata verletzt

Der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin hat seinem ersten Saisonsieg gleich den zweiten folgen lasen. Die Alte Dame bezwang Sampdoria Genua verdient 3:2 (2:1) und rückte mit acht Punkten aus sechs Spielen ins Tabellenmittelfeld der Serie A vor.

Paulo Dybala (10.), Leonardo Bonucci (43., Handelfmeter) und Manuel Locatelli (57.) trafen für Juventus. Allerdings musste Ersatzkapitän Dybala nach 21 Minuten unter Tränen ausgewechselt werden. Der Stürmer hatte sich am linken Oberschenkel verletzt und fällt laut Trainer Massimiliano Allegri wie Alvaro Morata für das Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen Titelverteidiger FC Chelsea aus.

Im 400. Serie-A-Spiel von Allegri wackelte Turin nach langer Überlegenheit am Ende noch. Doch die Treffer von Maya Yoshida (44.) und Antonio Candreva (83.) waren für Genua zu wenig.

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Bremen kassiert nächsten Dämpfer

Werder Bremen hat eine Woche nach dem verlorenen Nordderby gegen den Hamburger SV den nächsten Rückschlag kassiert. Der Bundesliga-Absteiger unterlag im Auswärtsspiel am Sonntag bei Dynamo Dresden mit 0:3 (0:1) und büßte weiter an Boden zu den Aufstiegsplätzen ein. 

Stürmer Christoph Daferner mit seinen Saisontoren Nummer vier und fünf (40. und 66.) sowie Morris Schröter (75.) sorgten für den Sieg zugunsten der Dresdner, die zuvor dreimal verloren hatten. In der Tabelle kletterte die SGD (13 Punkte) an Werder (11) vorbei.

Die 16.000 Zuschauer im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion sahen eine lange Zeit nur mäßige Zweitliga-Partie, in der vor allem der Kampf im Vordergrund stand. Dem 1:0-Führungstreffer war eine feine Einzelleistung von Ransford-Yeboah Königsdörffer vorausgegangen, der den Ball aus 18 Metern an die Latte schoss. Beim Abpraller schaltete Torschütze Daferner am schnellsten.

Nach dem Rückstand öffneten die Bremer etwas die Deckung, doch spielerisch fiel dem Favoriten nur wenig ein. In der Defensive zeigte das Team von Trainer Markus Anfang viel zu wenig Aggressivität, was die Dresdner zu weiteren Toren nutzten.

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