Bochums neuer Trainer Letsch „von Klassenerhalt überzeugt“

Thomas Letsch hat sich klare Ziele für seine neue Aufgabe als Trainer beim Fußball-Bundesligisten VfL Bochum gesteckt. „Der gesamte Fokus geht jetzt darauf, den VfL in der Bundesliga zu halten. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen können“, sagte der 54-Jährige bei seiner Vorstellung am Montag: „Es sind erst sieben Spiele gespielt.“

Dennoch sei es jetzt wichtig, „sukzessive wieder ranzukommen und dann möglicherweise im Winter nochmal nachzujustieren“, sagte Letsch, der vom niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim kommt. Bochum liegt mit nur einem Punkt aus den ersten sieben Spielen auf dem letzten Tabellenplatz, der Rückstand zum Relegationsplatz beträgt aktuell vier Punkte.

„Ich bin mir der Tabellensituation durchaus bewusst“, sagte Letsch, dessen Zwei-Jahres-Vertrag auch für die 2. Liga gilt. Aber manchmal sei es nur ein „kleiner Step“. Den Schwerpunkt möchte Letsch, der sich nicht als Kumpeltyp sieht, dabei zunächst beim Spiel gegen den Ball setzen. „Wir brauchen eine klare Struktur, Kompaktheit und eine klare Ordnung gegen den Ball“, erklärte der Familienvater.

Über die Spieler habe sich Letsch „relativ wenig Informationen geholt, es ist wichtig, unvoreingenommen an die Sache heranzugehen“. Doch ein paar Telefonate, unter anderem mit Torhüter Manuel Riemann und Kapitän Anthony Losilla, habe Letsch, der schon für Erzgebirge Aue, Austria Wien und in verschiedenen Funktionen bei RB Salzburg tätig gewesen war, selbstverständlich geführt.

„Wir sind der absoluten Überzeugung, dass wir mit Thomas Letsch keinen Feuerwehrmann geholt haben. Wir planen die Zukunft fest mit ihm“, sagte Bochums Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Villis. Für Patrick Fabian, Geschäftsführer Sport, habe das Verhältnis „von Anfang an sehr gut gepasst“. Gerade beim Thema Führungsstil gebe es eine „große Übereinstimmung“.

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Nach Eda nun Ela: Özil zum zweiten Mal Vater

Der frühere Fußball-Nationalspieler Mesut Özil ist zum zweiten Mal Vater geworden. „Willkommen auf der Welt, kleine Prinzessin Ela“, schrieb der 33-Jährige in den sozialen Netzwerken und postete ein Foto seiner Tochter. Özil und Amine Gülse, die im Januar 2019 im Beisein des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan geheiratet hatten, waren im März 2020 bereits Eltern der Tochter Eda geworden.

Der Weltmeister von 2014 spielt derzeit für den türkischen Erstligisten Basaksehir Istanbul.

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Schäfer löst Schmadtke als Sport-Geschäftsführer ab

Ex-Profi Marcel Schäfer wird beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg wie erwartet am 1. Februar 2023 als Geschäftsführer Sport die Nachfolge von Jörg Schmadtke antreten. Dies gaben die Niedersachsen am Montag offiziell bekannt, der Vertrag für den 38-Jährigen gilt vorerst für drei Jahre.

Schäfer wird in seiner neuen Position zusätzlich auch für die Wolfsburger Fußball-Frauen zuständig sein. Den Posten Schäfers als Sportdirektor wird Sebastian Schindzielorz übernehmen.

    

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Österreich: Arnautovic alleiniger Rekordnationalspieler

Marko Arnautovic ist in Österreich zum alleinigen Rekordnationalspieler aufgestiegen. Der 33-Jährige vom FC Bologna bestritt am Sonntagabend in der Nations League in Wien gegen Vize-Weltmeister Kroatien (1:3) sein 104. Länderspiel für das ÖFB-Team. 

Der exzentrische Angreifer, der in seiner wechselhaften Karriere oft genug für Eskapaden gesorgt hatte, debütierte 2008. Arnautovic traf 33-mal für die rot-weiß-rote Mannschaft.

Der ehemalige Stürmer von Werder Bremen galt schon immer als hochveranlagt, aber auch als aufbrausend, selbstverliebt und unberechenbar. Im ÖFB-Team war er 2011 wegen einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischenzeitlich sogar suspendiert worden.

Derzeit stürmt der Österreicher für Bologna. In sieben Spielen in dieser Saison erzielte Arnautovic bereits sechs Tore. Er führt damit die Torschützenliste der Serie A an.

Der Ex-Münchner David Alaba (Real Madrid) bestritt gegen Kroatien sein 96. Länderspiel und zog in der ewigen Länderspielrangliste an Toni Polster (95/früher 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach) vorbei.

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Fan-Problematik: Gabriel sieht Verschiebung Richtung Gewalt

Fan-Experte Michael Gabriel blickt mit Sorge auf die zuletzt gestiegene Zahl an Vorkommnissen rund um den Fußball. „Wir haben auf jeden Fall eine Häufung von Vorfällen und auch eine Häufung von Vorfällen mit hoher Intensität“, sagte der Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte der FAZ: „Es findet eine Verschiebung statt, die Ultras, die gewaltbereit sind, bekommen mehr Einfluss und gewinnen mehr Follower.“

Gabriel sieht deshalb die Klubs verstärkt in der Verantwortung. „Tatsächlich sehe ich im Moment die Notwendigkeit für einige Vereine zu reagieren“, äußerte der Fan-Spezialist: „Es ist wichtig, dass man sich nicht scheut, die eigene Fanszene für Fehlverhalten auch öffentlich zu kritisieren. Das ist ein Zeichen, das die anderen Fans erwarten, die die Handlungen der Gewaltbereiten ablehnen.“

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