Nations League: Rangnick steigt mit Österreich ab

Teamchef Ralf Rangnick ist mit der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft in der Nations League aus der A-Klasse abgestiegen. Der langjährige Bundesligatrainer sah zum Abschluss eine 1:3 (1:1)-Niederlage gegen Vize-Weltmeister Kroatien, die den letzten Platz in der Gruppe A1 besiegelte. 

Die Kroaten zogen als Tabellenführer in die Endrunde im Juni ein. Dänemark musste sich trotz des 2:0 (2:0) gegen Weltmeister und Titelverteidiger Frankreich mit Rang zwei begnügen.

Im Hinspiel am 3. Juni hatte Rangnick sein Österreich-Engagement noch mit einem 3:0-Erfolg in Kroatien begonnen. Seitdem gab es jedoch keinen Sieg mehr – und jetzt die Rückkehr in die B-Liga. 

Kapitän Luka Modric brachte die Kroaten vor 42.000 Zuschauern im Ernst-Happel-Stadion in Wien früh in Führung (6.). Doch nur drei Minuten später glich der Hoffenheimer Christoph Baumgartner per Kopf aus.

Der Torschütze (24.) vergab vor der Pause ebenso wie Rekordnationalspieler Marko Arnautovic (45.), der mit seiner 104. Partie an Andreas Herzog vorbeizog, eine hochkarätige Chance zur österreichischen Führung. Auf der Gegenseite trafen der eingewechselte Marko Livaja (69.) und Dejan Lovren (72.).

Im Parken in Kopenhagen nutzte Kasper Dolberg einen Stellungsfehler des Bayern-Verteidigers Dayot Upamecano zum 1:0 für die Gastgeber (34.). Andreas Skov Olsen erhöhte (39.) noch vor der Pause. Nach Wiederbeginn scheiterte Superstar Kylian Mbappe gleich mit drei Großchancen. 

Dänemark und Frankreich treffen auch bei der WM in Katar in zwei Monaten in der Vorrunde aufeinander. Bis dahin wartet vor allem auf Trainer Didier Deschamps mit dem Titelverteidiger noch viel Arbeit.

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Nations League: Niederlande qualifiziert sich für die Endrunde – Wales steigt ab

Die niederländische Fußball-Nationalmannschaft hat sich für die Endrunde der Nations League qualifiziert. Am letzten Spieltag besiegte die Elftal von Bondscoach Louis van Gaal Nachbar Belgien mit 1:0 (0:0) und behauptete die Tabellenführung in der Gruppe A4. Im Parallelspiel gewann Polen um den Ex-Münchner Robert Lewandowski mit 1:0 (0:0) in Wales, das dadurch in die B-Liga absteigt.

Die Belgier, bei denen der ehemalige französische Stürmerstar Thierry Henry den rotgesperrten Roberto Martinez an der Seitenlinie vertrat, hätten mit drei Toren Unterschied gewinnen müssen, um noch an Oranje vorbeizuziehen. Doch die Roten Teufel um den Ex-Dortmunder Axel Witsel blieben über die komplette Spieldauer zu harmlos. Virgil van Dijk erzielte den Siegtreffer (73.) für die Niederlande, die im Juni 2023 um den Titel kämpfen werden.

Wales um Stürmerstar Gareth Bale gelang hingegen auch im sechsten Spiel kein Sieg, der Abstieg ist die Konsequenz. In einer ausgeglichenen Partie ließ der Waliser Daniel James nach einem Konter die beste Möglichkeit im ersten Durchgang liegen (32.), Karol Swiderski erzielte nach starker Vorarbeit von Lewandowski den Siegtreffer (58.) für die Polen.

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St.-Pauli-Boss Göttlich fordert Lösung für „Systemsprenger“

Präsident Oke Göttlich vom Fußball-ZweitligistenFC St. Pauli fordert eine schnelle Lösung für die „Ausnahmeklubs“ Bayer Leverkusen, TSG Hoffenheim, VfL Wolfsburg und RB Leipzig. „Fakt ist: Diese vier Vereine sind Systemsprenger“, sagte das Präsidiumsmitglied der Deutschen Fußball Liga (DFL) dem kicker (Montagausgabe), nachdem das Bundeskartellamt von der DFL eine Erklärung zum weiteren Umgang mit den vier Bundesligisten angemahnt hatte, die von der 50+1-Regel ausgenommen sind.

Göttlich führte weiter aus: „Dabei geht es um diverse Fragen: Wie wird Mitgliederpartizipation gelebt? Wie gibt es einen finanziellen Ausgleich für den finanziellen Vorteil, den diese Klubs genießen? Wir müssen jetzt schnell eine Regelung finden. Im Moment ist es eine Wettbewerbsverzerrung, das ist Fakt.“

Der 46-Jährige forderte von der DFL auch in Bezug auf einen möglichen Investoreneinstieg eine klare Linie. „Es ist noch nicht bewiesen, dass Investoren dem Fußball bisher zuträglich gewesen sind“, sagte er. So habe „Investorengeld in den allermeisten Fällen nichts für die Infrastruktur gebracht, sondern mehr Geld im System bedeutete in erster Linie: Mehr Geld für Spieler und Berater.“

Für Göttlich wäre es nur dann „diskutabel, wenn damit eine Strategiedebatte um Wettbewerbsgleichheit und Spannung einhergeht und nicht um weitere Mittel in dem Rattenrennen mit ManCity oder PSG zu verbrennen.“

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Bundeskanzler Scholz sieht „Fortschritte“ in Katar

Bundeskanzler Olaf Scholz hat während seiner Reise in die Golfstaaten von „Fortschritten“ bei der Situation der Arbeiter im WM-Gastgeberland Katar gesprochen, aber auch Kritik geübt. Die Entwicklung entspreche „noch lange nicht den Vorstellungen, die wir selbst haben“, sagte der SPD-Politiker. 

Ob er selbst zur Fußball-WM (20. November bis 18. Dezember) fliegen werde, ließ Scholz weiter offen. Es werde aber „schon so sein, dass jemand dabei sein wird“, versicherte der Bundeskanzler, der vor allem wegen der Energiekrise auf die Arabische Halbinsel gereist war.

Amnesty und andere Menschenrechtsorganisationen werfen Katar Menschenrechtsverletzungen bei der Behandlung von hunderttausenden Arbeitern auf den Großbaustellen im Zusammenhang mit der WM vor. Auch bei vielen deutschen Fans ist die Kritik an der Endrunde in der Wüste groß.

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Chance für Musiala: Flick nimmt Veränderungen vor

Bundestrainer Hansi Flick wird nach der ernüchternden Niederlage gegen Ungarn (0:1) für den Nations-League-Abschluss am Montag (20.45 Uhr/RTL) in London gegen England Veränderungen vornehmen. Der gelbgesperrte Abwehrchef Antonio Rüdiger dürfte durch Nico Schlotterbeck ersetzt werden, der mit Niklas Süle innen ein Dortmunder Duo bilden könnte. „Wir überlegen noch, wie wir das machen“, sagte Flick am Sonntag, und er brachte Matthias Ginter oder Armel Bella Kotchap als Alternativen ins Spiel.

Rechts hinten wird in der Viererkette Thilo Kehrer erwartet. „Wir wollen das eine oder andere noch mal taktisch machen und den Spielern vor allem unser Vertrauen schenken“, sagte der Bundestrainer. Im Tor wird wie schon gegen Ungarn Marc-Andre ter Stegen vom FC Barcelona stehen.

Offensiv wird Jamal Musiala in seinem „zweiten Zuhause“ England eine Chance von Beginn an erhalten. „Das ist für ihn auch eine tolle Sache“, sagte Flick. Auch Kai Havertz könnte im Wembley-Stadion in die Startelf rücken. – Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

England: Pope/Newcastle United (30 Jahre/9 Länderspiele) – Walker/Manchester City (32/69), Dier/Tottenham Hotspur (28/46), Maguire/Manchester United (29/47) – Trippier/Newcastle United (37/32), Bellingham/Borussia Dortmund (19/16), Rice/West Ham United (23/33), Saka/FC Arsenal (21/19) – Mount/FC Chelsea (23/31), Sterling/FC Chelsea (27/78) – Kane/Tottenham Hotspur (29/74). – Teammanager: Southgate

Deutschland: ter Stegen/FC Barcelona (30/29) – Kehrer/West Ham United (26/21), Süle/Borussia Dortmund (27/41), Schlotterbeck/Dortmund (22/4), Gosens/Inter Mailand (28/13) – Kimmich/Bayern München (27/69), Gündogan/Manchester City (31/61) – Havertz/FC Chelsea (23/29), Musiala/Bayern München (19/16), Sane/Bayern München (26/46) – Werner/RB Leipzig (26/54) – Trainer: Flick

Schiedsrichter: Danny Makkelie (Niederlande)

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