3. Liga: Türkgücü beendet nach Hyballa-Rauswurf Niederlagenserie

Türkgücü München hat nach dem Rauswurf von Trainer Peter Hyballa seine Niederlagenserie in der 3. Fußball-Liga beendet. Die Münchner erkämpften sich ein 2:2 (1:1) gegen den FSV Zwickau und verbuchten nach vier Pleiten in Folge wieder einen Punktgewinn. Zwei Zähler trennen sie von den Abstiegsplätzen.

Hyballa war vor einer Woche nach dem 0:2 bei Eintracht Braunschweig entlassen worden. Insgesamt brachte es der Coach nur auf zwei Siege und fünf Niederlagen, die Münchner rutschten auf den 16. Platz ab. Einen Nachfolger hat der Klub noch nicht gefunden. Gegen Zwickau betreuten die Co-Trainer Alper Kayabunar und Nicolas Masetzky das Team. 

Johan Gomez (31.) brachte die Gäste in Führung, Sercan Sararer (43.) glich noch vor der Pause aus. Nach dem 1:2 erneut durch Gomez (53.) bescherte ein Eigentor von Max Reinthaler (88.) Türkgücü noch einen Punkt.

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Klub-WM: Chelsea im Halbfinale mit lösbarer Aufgabe

Champions-League-Sieger FC Chelsea trifft im Halbfinale der Klub-WM in den Vereinigten Arabischen Emiraten entweder auf Al Hilal aus Saudi-Arabien oder den Gewinner des Eröffnungsspiels zwischen Gastgeber Al Jazira und Auckland City (Neuseeland). Das ergab die Auslosung des Wettbewerbs, bei dem im Februar der Nachfolger von Bayern München gesucht wird, am Montag in Zürich.

Im zweiten Halbfinale bekommt es Copa-Libertadores-Sieger SE Palmeiras aus Brasilien entweder mit Afrikas Champions-League-Sieger Al Ahly (Ägypten) oder Mittelamerika-Champion Monterrey (Mexiko) zu tun. Das Eröffnungsspiel findet am 3. Februar statt, das Finale neun Tage später.

Ursprünglich sollte der Wettbewerb im Dezember 2021 in Japan stattfinden. Japan hatte allerdings im August wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Risiken einer weiteren Virus-Ausbreitung die Rolle als Ausrichter zurückgegeben.

Schon bei der vorherigen Austragung in Katar war die Klub-WM aufgrund der Pandemie vom Dezember in den Februar verlegt worden.

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Werder: Für Trainer Werner ist Zeitmangel das größte Problem

Für Werder Bremens neuen Trainer Ole Werner ist Zeitmangel aktuell das größte Problem. „Wir haben nur wenig Zeit bis zum ersten Spiel am Freitag, und wir haben nur wenig Zeit bis zur Winterpause“, sagte der neue Chefcoach des Bundesliga-Absteigers bei seiner Vorstellung am Montag.

Der 33-Jährige, der bis September den Bremer Ligarivalen Holstein Kiel betreut hatte, hat beim Zweitliga-Zehnten einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 unterschrieben. Seinen Premierenauftritt im Weserstadion hat Werner am Freitag (18.30 Uhr/Sky) gegen Erzgebirge Aue.

An der schwierigen Aufgabe bei den Hanseaten reize ihn auch das Gesamtbild des Vereins: „Es ist das, wofür Werder auf, aber auch neben dem Platz steht.“ Werner ist Nachfolger von Markus Anfang, der den Klub vor neun Tagen verlassen hatte. Er steht unter dem Verdacht, einen gefälschten Impfnachweis benutzt zu haben.

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Kopfverletzungen im Fußball: UEFA veröffentlicht neues Protokoll

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will Klubs und Vereine beim umstrittenen Umgang mit Kopfverletzungen stärker sensibilisieren. Der Kontinentalverband veröffentlichte am Montag ein kurzes Protokoll, das den Ablauf zur Überprüfung von Gehirnerschütterungen bei europäischen Klub- und Länderspiele regeln soll. Demnach soll der jeweilige Teamarzt während des Spiels die „vollständig“ und alleinige Entscheidung fällen.

„Eine Gehirnerschütterung ist zweifellos eine ernsthafte Verletzung, die angemessen behandelt werden muss“, sagte Tim Meyer, Vorsitzender des medizinischen Komitees der UEFA, das das Konzept entwickelt hat. Der Teamarzt der deutschen Nationalmannschaft spricht in diesem Zusammenhang von einem „großen Schritt nach vorne“. 

Das Konzept sieht eine maximale Behandlungsdauer von drei Minuten auf dem Feld vor, außer die betroffene Person ist schwerer verletzt. 

Sollte die Zeit nicht ausreichen, eine Entscheidung zu treffen, oder der Mannschaftsarzt Anzeichen einer Gehirnerschütterung erkennen, „sollte dem Spieler nicht erlaubt werden, weiterzuspielen“. 

Bei einer Behandlung am Kopf dürfe der Akteur nur wieder zurück auf das Spielfeld, wenn der Mannschaftsarzt dem Schiedsrichter seine „ausdrückliche“ Zustimmung dafür mitgeteilt hat. „Trainer, Schiedsrichter und Spieler dürfen sich nicht in diese Beurteilung und Entscheidung einmischen“, heißt es in dem UEFA-Schreiben.

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Hannover entlässt Trainer Zimmermann

Fußball-Zweitligist Hannover 96 hat sich wegen der „sportlich unbefriedigenden Situation“ von Trainer Jan Zimmermann getrennt. Die Niedersachsen sind nach acht Spielen ohne Sieg auf Rang 16 abgerutscht, am vergangenen Samstag hatte der Klub 0:4 in Karlsruhe verloren. „Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass die Mannschaft einen neuen Impuls braucht“, sagte Sportdirektor Marcus Mann.

Zimmermann hatte erst im Mai die Nachfolge von Kenan Kocak übernommen, sein Vertrag lief bis Juni 2023. „Aufgrund der sportlichen Entwicklung sind wir an den Punkt gekommen, an dem wir frei von Emotionen und unter sachlicher Abwägung aller Eindrücke entscheiden mussten. Es ist bekannt, dass ich mit Jan Zimmermann sehr gerne und gut zusammengearbeitet habe“, sagte Mann weiter.

Zimmermann war zuletzt auch intern umstritten. So hatte Vereinslegende und Jugend-Scout Dieter Schatzschneider die Arbeit des Trainers in einer Talkshow kritisiert und dafür eine Abmahnung erhalten.

Einzig im DFB-Pokal hatte Hannover zuletzt überzeugt und sich für das Achtelfinale qualifiziert, Gegner dort ist Borussia Mönchengladbach. Zimmermann ist der sechste Trainer der 2. Liga, der in dieser Saison vorzeitig gehen muss.

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