Wolfsburg souverän – über 20.000 Fans in Bremen

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg sind auf ihrer Mission Titelverteidigung weiter nicht aufzuhalten. Der Double-Gewinner siegte beim 1. FC Köln mit 4:0 (3:0) und führt die Tabelle auch nach dem 8. Spieltag mit vier Punkten Vorsprung auf Eintracht Frankfurt (20) an. Die Verfolgerinnen hatten beim 1:0 (0:0) gegen Bayer Leverkusen einen Last-Minute-Sieg gefeiert. Am kommenden Samstag steht das Spitzenspiel in Wolfsburg an.

20.417 Zuschauerinnen und Zuschauer hatten am Vortag die Premiere der Werder-Frauen im Weserstadion verfolgt. Allerdings mussten sich die Bremerinnen im Abstiegskampf dem SC Freiburg 1:2 (1:1) geschlagen geben. Dafür wurde die bisherige Liga-Rekordmarke von 23.200 Fans beim Eröffnungsspiel im September in Frankfurt nur knapp verfehlt. 

In Köln sorgten 5400 Fans ebenfalls für eine Rekordkulisse bei den FC-Frauen. Die Vize-Europameisterinnen Marina Hegering (31./45.+1) und Alexandra Popp (33./68.) ließen den VfL jubeln. Sorgen bereitete Kölns Adriana Achcinska, die nach einem Kopftreffer vom Platz getragen werden musste (22.). 

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China-TV: Keine Nahaufnahmen von WM-Fans ohne Maske

Der staatliche chinesische TV-Sender CCTV schneidet bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar Nahaufnahmen von WM-Fans ohne Maske aus den Übertragungen der Spiele heraus. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP beobachtete, wurden während der Vorrundenbegegnung zwischen Japan und Costa Rica (0:1) stattdessen Bilder von Spielern oder offiziellen eingespielt.

Diese offensichtliche Zensur könnte eine Reaktion auf die aktuellen Proteste von Teilen der chinesischen Bevölkerung gegen die sehr strenge Null-Covid-Strategie der Kommunistischen Partei sein. Das Reich der Mitte ist die letzte große Volkswirtschaft, die selbst bei kleineren Corona-Ausbrüchen ganze Städte abriegelt und Betriebe komplett schließt.

Dagegen wurde am Sonntag in Peking und Shanghai opponiert. Einige Demonstranten forderten sogar den Rücktritt von Staatspräsident Xi Jinping.

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Yakin sieht Neymar-Ausfall nicht als Vorteil

Der Schweizer Fußball-Nationaltrainer Murat Yakin sieht den Ausfall von Neymar nicht als Vorteil für sein Team. „Das tut einem Fußballerherz weh, man sieht solche Spieler lieber auf dem Platz“, sagte der 48-Jährige vor dem Spiel gegen Brasilien: „Aber die brasilianische Mannschaft hat genug Spieler, um drei Mannschaften auf höchstem Niveau zu stellen. Es macht unsere Aufgabe nicht leichter.“

Auch ohne Neymar sei Brasilien „eine der stärksten Mannschaften des Turniers“, führte Yakin aus. Es gelte sich deshalb umso mehr, „auf unsere Stärken zu besinnen. Wir wissen, was wir können und werden zu unseren Chancen kommen. Wir haben genug ballsichere Spieler, die uns auf hohem Niveau aus dem Pressing befreien können.“ Die Mannschaft sei „bereit, ein gutes Spiel zu zeigen“.

2018 hatte sich die Schweiz in der Gruppenphase gegen die Selecao bereits ein Remis erkämpft. „Wir haben seitdem Fortschritte gemacht, einige große Mannschaften geärgert“, sagte Mittelfeldspieler Xherdan Shaqiri vor dem Duell am Montag (17.00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV): „Das gibt Vertrauen. Wir wollen gegen eine große Mannschaft dagegenhalten und gewinnen.“

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Brasilien-Coach Tite: Neymar „wird bei dieser WM spielen“

Brasiliens Fußball-Nationaltrainer Tite geht weiter von einer Rückkehr von Superstar Neymar sowie Rechtsverteidiger Danilo beim Turnier in Katar aus. „Ich glaube, dass Neymar und Danilo noch bei dieser WM spielen werden“, sagte der 61-Jährige: „Und meine Meinung deckt sich mit den medizinischen Berichten. Wir müssen aber von Tag zu Tag schauen.“ Gegen die Schweiz wird das Duo am Montag (17.00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) noch fehlen.

Tite ist zuversichtlich, dass sein Team den Ausfall des Superstars vorerst verkraften kann. „Neymar ist natürlich ein außerordentliches Talent. Aber Brasilien hat viele große Talente, wir glauben auch an unsere anderen Spieler. All unsere Spieler sind bereit“, betonte der Coach: „Wir haben Optionen“. Man habe auch ohne Neymar „100 Prozent Vertrauen“, ergänzte Abwehrspieler Marquinhos: „Wir können mit Ausfällen umgehen“.

Er sehe im Teamcamp mittlerweile auch wieder „einen zuversichtlichen Neymar, der sehr fleißig für seine Genesung arbeitet“, so Marquinhos weiter. Der Offensivkünstler werde „24 Stunden am Tag“ behandelt. „Er will so sehr fit werden“, berichtete Marquinhos: „Wir wissen nicht, wie lange es dauert. Ich hoffe, er ist bald körperlich und mental 100 Prozent fit.“

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Schützenhilfe für Deutschland: Costa Rica schlägt Japan

Die deutsche Hoffnung lebt: Costa Rica hat dem DFB-Team mit einem Sieg gegen Japan wertvolle Schützenhilfe im Kampf um das WM-Achtelfinale geleistet. Die Zentralamerikaner bezwangen den Deutschland-Schreck überraschend mit 1:0 (0:0).

Damit kann das Team von Hansi Flick auch bei einer Niederlage am Abend gegen Spanien noch nicht vorzeitig ausscheiden – allerdings bräuchte das DFB-Team in diesem Fall am letzten Spieltag gegen Costa Rica zwingend einen Sieg sowie einen spanischen Erfolg gegen Japan.

Keysher Fuller (81.) traf im Ahmad-bin-Ali-Stadion spät für Costa Rica, das zum Auftakt noch 0:7 gegen Spanien verloren hatte. Damit wahrte das Team um Star-Torhüter Keylor Navas seine Chance auf die K.o.-Runde. Japan enttäuschte vier Tage nach dem 2:1 gegen Deutschland dagegen.

Vor 41.479 Zuschauern im Ahmad-bin-Ali-Stadion war von japanischem Schwung zunächst wenig zu sehen: Das Team von Hajime Moriyasu hatte zwar viel Ballbesitz und ließ seine technischen Qualitäten aufblitzen, fand aber gegen die körperlich überlegene Abwehr der Ticos kein Durchkommen.  Keeper Navas von Paris St. Germain, gegen Spanien noch unter Dauerbeschuss, wurde in der ersten Halbzeit kein einziges Mal geprüft.

Daran änderte auch die geballte Bundesliga-Power nichts: Ritsu Doan vom SC Freiburg rückte nach seinem Tor zum 1:1 gegen Deutschland in die Startelf, auch Gladbachs Ko Itakura, Wataru Endo vom VfB Stuttgart und der Frankfurter Daichi Kamada begannen. Bochums Takuma Asano saß trotz seines Siegtreffers gegen das DFB-Team dagegen erneut zunächst auf der Bank.

Noch harmloser als Japan trat Costa Rica auf: Der kommende Deutschland-Gegner, gegen Spanien ohne einen einzigen Torschuss, stand tief und lauerte auf Konter – vergeblich. Ein Schuss von Joel Campbell weit neben das Tor sorgte noch für die größte „Gefahr“ (35.).

Mit dem eingewechselten Asano erhöhten die Japaner, die bei ihrer siebten WM-Teilnahme in Folge zum vierten Mal das Achtelfinale erreichen können, nach der Pause das Tempo. Gerade einmal 27 Sekunden waren gespielt, als Hidemasa Morita Schlussmann Navas prüfte – es war in dem weiterhin zähen Spiel der erste Schuss aufs Tor. 

Danach verflachte die Begegnung wieder – bis Ito nach einem Ballverlust das Abseits aufhob und so den Rückstand mitverschuldete. Costa Ricas erster Schuss aufs Tor bei dieser WM sorgte für die Entscheidung.

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