Berizzo neuer Trainer der chilenischen Fußball-Nationalmannschaft

Der Argentinier Eduardo Berizzo wird neuer Trainer der chilenischen Fußball-Nationalmannschaft. Das teilte der nationale Verband am Donnerstag mit. Der 52-Jährige folgt auf Martin Lasarte, der mit Chile die WM-Qualifikation verpasst hatte.

Berizzo verfüge „über eine große internationale Erfahrung“, wird der Präsident des chilenischen Fußballverbands, Pablo Milad, auf dem Twitterkanal des Verbandes zitiert. 

Berizzo, der 13 Länderspiele für Argentinien bestritten hatte, war bereits zwischen 2007 und 2010 Teil des Trainerteams von Marcelo Bielsa bei der chilenischen Nationalmannschaft. 

Später führte er den chilenischen Erstligisten CD O’Higgins 2013 zum ersten Titel in der Vereinsgeschichte. Berizzo trainierte zwischen 2014 und 2018 Celta Vigo, den FC Sevilla und Athletic Bilbao, bevor er 2019 die Nationalmannschaft von Paraguay übernahm. Im Oktober 2021 wurde er dort nach einer 0:4-Qualifikationsniederlage gegen Bolivien entlassen.

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Kicker: Schwarz soll neuer Trainer bei Hertha BSC werden

Sandro Schwarz soll neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC werden. Wie der kicker berichtete, soll sich der Hauptstadtklub mit dem 43-Jährigen einig sein. Schwarz, der am Sonntagnachmittag mit Dynamo Moskau noch das russische Pokalfinale bestreitet, soll dem Bericht zufolge seinen dort noch bis 2024 gültigen Vertrag auflösen.

Schwarz würde auf Felix Magath folgen, der mit der Hertha in der abgelaufenen Saison erst in der Relegation gegen den Zweitligisten Hamburger SV den Klassenerhalt gesichert hatte. Vor seiner Zeit bei Dynamo, das er zuletzt auf Rang drei der russischen Liga führte, hatte Schwarz den FSV Mainz 05 von 2017 bis 2019 trainiert.

Im Gegensatz zu seinen deutschen Trainer-Kollegen Markus Gisdol (Lokomotive Moskau) und Daniel Farke (FK Krasnodar) hatte Schwarz sein Engagement nicht mit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine beendet. Er hatte dies damit begründet, dass er sich für den Klub verantwortlich fühle.

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Magath mit heftiger Hertha-Kritik: „Es gab nur Probleme“

Der scheidende Trainer Felix Magath hat seinen Noch-Arbeitgeber Hertha BSC heftig kritisiert. Wenige Tage nachdem er mit den Berlinern in der Relegation den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga geschafft hatte, fand der 68-Jährige im Interview mit dem kicker deutliche Worte.

„Ich hatte in den neun Wochen das Gefühl keine Hilfe zu haben“, sagte Magath über seine Zeit als Interims-Coach bei der Hertha: „Die Stimmung war eher: Paragraph eins – jeder macht seins.“

Die Mannschaft, so Magath, habe er am Ende dazu bekommen, zusammenzuhalten, anders sei dies jedoch im Umfeld gewesen: „In der Breite hatte ich nie das Gefühl, dass sich der Klub gegen den Abstieg wehrt“, sagte der Coach und fügte an: „Es gab kein größtes Problem. Es gab nur Probleme.“

Den Geschäftsführer der Berliner nahm Magath allerdings in Schutz. Fredi Bobic sei ebenfalls „einer der Leidtragenden“ im Klub: „Er hat Probleme übernommen, die nicht erst seit letzter Woche da sind. Dieser Verein war jetzt das dritte Jahr hintereinander in der Nähe des Abstiegs. Das kam nicht plötzlich, sondern muss ein strukturelles Problem sein.“

Magath hatte Mitte März die Nachfolge des glücklosen Tayfun Korkut bei der Hertha angetreten. Den Absturz in die 2. Bundesliga konnte das Team in der Relegation gegen Magaths Herzensklub Hamburger SV, für den er als Spieler 306 Bundesliga-Partien absolviert hatte, knapp verhindern.

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Nach Kritik: Kanada sagt Testspiel gegen Iran ab

Die kanadische Fußball-Nationalmannschaft wird in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Katar doch nicht gegen Iran antreten. Das gab der kanadische Verband am Donnerstag bekannt. Zuvor hatte es Kritik an dem geplanten Testspiel gegeben. 

Im Jahr 2020 waren 176 Personen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen, der durch zwei iranische Flugabwehrraketen ausgelöst worden war. Unter den Todesopfern an Bord der abgeschossenen Maschine waren zahlreiche kanadische Staatsbürger. 

Opfervertreter hatten aufgrund des Vorfalls starke Kritik an der Einladung der iranischen Nationalmannschaft durch den kanadischen Fußball-Verband geübt. Auch Premierminister Justin Trudeau äußerte sich kritisch: „Ich habe gesagt, dass ich dieses Spiel für eine schlechte Idee halte. Ich kann Ihnen versichern, dass Sport Canada keine Mittel für dieses Spiel bereitgestellt hat.“ Das Testspiel sollte am 5. Juni in Vancouver ausgetragen werden.

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Manchester United macht erneut Schulden

Auch die Kasse stimmt nicht: Manchester United hat in seiner schlechtesten Saison seit Einführung der Premier League 1992 erneut Verluste ausgewiesen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres steigerte der englische Fußball-Rekordmeister seinen Umsatz um 29,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 152,8 Millionen Pfund (179,5 Millionen Euro), konnte aber dennoch keine Gewinne vermelden.

Vielmehr häufte Manchester United von Januar bis März 2022 weitere 21,8 Millionen Pfund (25,6) an Verbindlichkeiten an. Die Gesamtsumme erhöhte sich damit auf 495,7 Millionen Pfund (582,42), dies entspricht einer Steigerung von 11,8 Prozent innerhalb von zwölf Monaten. Mit ein Grund dafür sind die Gehälter, die nach Angaben des Klubs um 20 Prozent auf 102 Millionen Pfund (119,8) für das erste Quartal des Jahres stiegen.

Manchester United hatte in der abgelaufenen Saison den sechsten Rang belegt und dabei nur 58 Punkte geholt – so wenige wie nie seit Gründung der Premier League. 

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