Pyro am Millerntor: Im Derby muss der FC St. Pauli Farbe bekennen

Für das Stadtderby in Hamburg hatte der FC St. Pauli einen verwegenen Plan gefasst. Wäre der Fall Jatta nicht entschieden gewesen, hätte jeder einzelne Pauli-Spieler heute Abend ein Jatta-Trikot beim Aufwärmen getragen. Menschliche Solidarität mit dem größten Kontrahenten: Das Signal wäre fantastisch gewesen.

Noch bevor die Identität von Bakery Jatta bestätigt werden konnte, wollte St. Pauli klarmachen: Allein sportliche Kriterien sollten das Zweitliga-Duell mit dem Stadtrivalen Hamburger SV entscheiden. Und nicht juristische Tricksereien, wie es der 1. FC Nürnberg, VfL Bochum und Karlsruher SC versuchten.

In den Farben getrennt, in der Sache vereint – so hatte es Jatta vorige Woche in seinem Dank für die Unterstützung formuliert und ausdrücklich den FC St. Pauli in seiner Stellung eingeschlossen. Leider steht zu befürchten, dass dieser Satz heute Abend wieder zweckentfremdet wird. Es geht um Pyrotechnik.

So war’s im Frühjahr bei St. Pauli: Ein Clown findet sich lustig. Fotos: Imago Images / Sven Simon

Im Frühjahr, beim ersten Zweitliga-Derby am Millerntor (4:0 für den HSV), hatten sogenannte Fans das Stadion in ein Flammenmeer verwandelt und Schiedsrichter Felix Brych fast zum Abbruch der Begegnung gezwungen. Ordner im Stadion standen tatenlos daneben, als Leib und Leben gefährdet wurden.

Polizisten sahen sich außer Stande, Familien vor dem Mob im Stadion zu schützen. Ein Fußballstadion als rechtsfreier Raum: Das Foto vom lachenden Clown, der auf dem Zaun ungehindert das Feuerwerk dirigierte, führte die Absurdität des deutschen Profifußballs vor Augen. Denn der eigene Anhang machte den FC St. Pauli vor aller Welt lächerlich.

St. Pauli: Klare Haltung gegen Pyro gefordert

St. Pauli-Geschäftsführer Andreas Rettig drückte zwar anschließend und aufrichtig seine Enttäuschung über das asoziale Verhalten im eigenen Fanblock aus. Doch Tatsache ist auch: Sein Präsident Oke Göttlich hatte mit einer laschen Haltung beim Thema Pyrotechnik zum Rechtsbruch am Millerntor ermuntert. Er wollte den Pyromanen gefallen.

Derselbe Oke Göttlich sitzt nun, frisch gewählt, im Präsidium der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Darum wird man heute Abend sehr genau hinsehen müssen, wie sich das Publikum auf den günstigen Plätzen verhält. Brennt sein Stadion wieder, muss er als verantwortlicher Vereinspräsident mal mit konstruktiven Vorschlägen um die Ecke kommen.

Bakery Jatta in die DFB-Auswahl? Die Idee ist brisant

Eines vorweg, damit kein Missverständnis aufkommt: Man kann nur froh sein, dass das peinliche Theater um Bakery Jatta endlich beendet ist, die Behörden alle Spekulationen um seine Identität gestoppt haben und die drei Zweitligisten endlich die Einsprüche gegen ihre HSV-Spiele zurückziehen mussten. Jatta ist Jatta – und längst ein Hamburger Jung. Gegen den rechten Hass etablierten HSV-Fans den Hashtag #einervonuns. Und das ist gut so!

Bei dieser Vorrede darf man hoffentlich mit derselben Bestimmtheit sagen, dass der jüngste Plan von Junioren-Bundestrainer Stefan Kuntz von größter Brisanz ist. Er will, so ließ er gestern wissen, Jatta in die deutsche U21-Nationalmannschaft locken und berufen. Wörtlich sagte Kuntz: “Ich würde gerne versuchen, Bakery bei der Einbürgerung zu helfen, weil ich ihn gerne von der U21 überzeugen möchte.”

Mit Verlaub, er tut Jatta damit keinen Gefallen. Der Sinn einer Nationalelf besteht darin, dass sich Sportler aus verschiedenen Nationen miteinander messen. Der Wettbewerb untereinander führt zu Hochphasen und Enttäuschungen. Der Erfolgswillen treibt die Sportart voran. Verständigung  predigt, wenn alles gut läuft, Fairness und Verständnis. Das Nationalteam  hat, nicht nur beim Fußball, etwas mit der Herkunft des Sportlers zu tun.

Bakery Jatta ist nicht Deutscher

Bakery Jatta ist kein Deutscher. Er stammt aus Gambia, Westafrika, und ist als Flüchtling herzlich willkommen in Deutschland. Die Leute lieben ihn und seine unkonventionelle Spielweise, natürlich die Lebensgeschichte, die hinter ihm liegt, und seit dem Stress um seine Identität noch viel mehr. Aber nochmals: Er ist kein Deutscher. Womöglich täte er der U21-Nationalmannschaft sportlich sogar gut. Doch darum geht es wirklich nicht.

Mit seinem Vorschlag füttert Kuntz nur jene, die – berechtigt oder nicht – Identität im eigenen Land suchen, mit Argumenten. Er höhlt auch das Grundprinzip der Nationalelf aus. Die Ländervertretung ist eben kein Klub, der sich die besten Spieler aus aller Welt zulegt. Natürlich gibt es Tausende von Ausnahmen, warum nicht allein der Geburtsort über die Zugehörigkeit zur DFB-Auswahl entscheidet. Aber es sind genau das: Ausnahmen.

Wenn ein Kind im Baby-Alter mit seinen Eltern nach Deutschland kommt, liegt der Fall halt anders, als wenn erwachsene Männer mit einem juristischen Ausfallschritt ihre Spielberechtigung für eine Nation erhalten. Katar macht das beim Handball so, um zur Welt-Elite zu gehören. Die Chinesen heuern inzwischen Brasilianer an, um beim Fußball mithalten zu können. Das deutsche Tischtennis erliegt derselben Versuchung seit Jahren.

In seiner Not probierte der deutsche Fußball vor zwei Jahrzehnten diesen Weg. Dem KSC-Stürmer Sean Dundee redete man ein Südafrika-Länderspiel aus, damit er später für Deutschland hätte spielen können. Der Brasilianer Paulo Rink, einst bei Leverkusen, konnte immerhin auf einen Urgroßvater verweisen, der deutsche Wurzeln hatte, bevor er das DFB-Trikot trug. In diesen und anderen Fällen wurde man ein merkwürdiges Gefühl nicht los.

Bakery Jatta wurde zur Kultfigur. Foto: Imago / EU

Jatta für Deutschland: Was dafür und was dagegen spricht

Einerseits will man ja nicht, dass Integration an der Tür zur deutschen Nationalmannschaft endet. Wer eingebürgert ist, ist Deutscher und darf Deutschland vertreten, Punkt – so kann man argumentieren, ohne Frage. Andererseits will man keine Willkür bei der Berufung von Nationalspielern provozieren. Sonst endet die Zusage irgendwann bei Angebot und Nachfrage – und nicht bei emotionaler Verbundenheit. Wie will man Grenzen ziehen?

Niemand mit Verstand und Herz möchte Bakery Jatta die Spielberechtigung im deutschen Profifußball oder sogar die Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland streitig machen. Ob die Einbürgerung die logische Folge ist, müssen Behörden prüfen; das ist Privatsache. Aber wenn die Nationalmannschaft ihren Sinn erhalten will, verformt sie sich nicht von der Repräsentanz eines Landes zu einer reinen Interessengemeinschaft ambitionierter Fußballprofis und Auswahltrainer.

Der DFB liefe zudem Gefahr, dass die falschen Politiker Zulauf fänden. Wie heikel das Thema ist, erfuhr Mesut Özil 2018. Obwohl er in Gelsenkirchen geboren ist, also unzweifelhaft Deutscher ist, musste er, der Weltmeister, Feindseliges ertragen. Ob Bakery Jatta sowas aushielte? Besser wäre, die deutsche U21 würde ein Länderspiel gegen ihn und Gambia bestreiten, aus Freundschaft und Überzeugung. Die Signalwirkung wäre großartig.

Oliver Kahn: 2 Jahre Probezeit voller Fallen und Tücken

Zwei Jahre: So lange dauert die Probezeit, die der Aufsichtsrat des FC Bayern seinem designierten Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn aufdiktiert hat. Offiziell zum 1. Januar 2020 tritt der Torwarttitan seinen Job als Vorstandsmitglied an. Bis Ende 2021 soll er den Vorstandsvorsitz von Karl-Heinz Rummenigge übernehmen.

Oliver Kahn darf sicher sein: Die zwei Jahre Probezeit an der Säbener Straße stecken voller Fallen und Tücken. Er wird keinen Satz mehr sagen können, ohne dass die Aussage dieses Satzes auf die Verträglichkeit mit seiner künftigen Position überprüft oder sogar im Widerspruch des noch aktuellen Amtsinhabers gesehen wird.

Was als zweijährige Einarbeitungszeit beim FC Bayern deklariert wird, ist für den Aufsichtsrat in Wahrheit eine Rückversicherung. Zur Stunde kann nämlich niemand mit Bestimmtheit sagen, ob Kahn tatsächlich das Zeug zum Vorstandsvorsitzenden im weltweit größten Sportverein hat. Er bringt beste Voraussetzungen mit, ja. Aber sonst?

Oliver Kahn steuert künftig 700 Mio. Euro Umsatz

Geschäftsführer in seinem offensichtlich florierenden Kleinunternehmen “Goalplay” zu sein, ist das eine. Etwas anderes, eine Weltmarke mit 700 Mio. Euro Umsatz und maximalem medialen Interesse zu leiten. Emotion, die Kahn auf dem Rasen lebte, ist beim Jonglieren mit Millionen ein schlechter Ratgeber. Rummenigges Kühle war meistens hilfreich.

Anders hätte der einstige Weltklassestürmer nicht die Jahrzehnte neben Uli Hoeneß bestehen können. Wann immer Hoeneß polterte, brachte Rummenigge Sachverstand ein, Willen zur Modernisierung. Sein internationales Netzwerk lieferte ihm Orientierungspunkte, ob er auf dem richtigen Weg war. Er nennt dies: “Benchmarks”. Nicht jeder versteht das.

Oliver Kahn kehrt zum FC Bayern zurück. Foto: Imago / Sven Simon

Auch Kahn steckt voller Ideen zur Fortentwicklung des FC Bayern und muss gleichzeitig Geschick entwickeln, diese Ideen so klug zu platzieren, dass sie Rückhalt finden. Rummenigge will keinesfalls als “Lame Duck” erscheinen: als jemand, der da ist, aber nichts zu sagen hat. Zwei Jahre nebeneinander können eine lange Zeit sein. Für beide Seiten. 

Oliver Kahn bekommt Support von Uli Hoeneß

In diesem Spannungsfeld zwischen Uli Hoeneß, der ihn aus dem Hintergrund so unterstützen wird wie der künftige Bayern-Präsident Herbert Hainer, und Karl-Heinz Rummenigge, der noch zwei Jahre im Büro sitzt und sein Erbe aktiv regeln will, muss Oliver Kahn seinen Platz finden. Die Goldwaage wird jederzeit neben seinem Schreibtisch stehen.  

Ein Beispiel: Kahn rechtfertigt nächstes oder übernächstes einen Kompromiss zur gerechteren TV-Geldverteilung in der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Schon steht der Verdacht im Raum: So verständnisvoll hätten die Leute vor ihm nicht argumentiert. Dann fehlt nur ein kleiner Schritt zur Überschrift: Ist Kahn zu weich für Bayern? 

Oliver Kahn darf nicht zu viel “Mia San Mia” zeigen

Genauso kann es umgekehrt passieren. Um dem Eindruck zu widersprechen, er zeige zu wenig “Mia San Mia” beim FC Bayern, könnte Kahn unangemessene Härte demonstrieren. Wieder wird sein Verhalten auf jede Zukunftsfähigkeit abgeklopft: Steht da einer unter Druck? Schweigen ist keine Option. Als Bayern-Vorstand darf Kahn nicht schweigen.

“Er ist die perfekte Lösung für das Amt des Vorstandsvorsitzenden”, kommentierte Hoeneß die Personalentscheidung seines Aufsichtsrats. Man darf an der Aufrichtigkeit dieser Worte nicht zweifeln. Hoeneß ist ein loyaler Mensch. Er wäre in den nächsten zwei Jahren aber auch der erste, der Zweifel zum Ausdruck bringen würde. Aus Loyalität zum FC Bayern.

Hand drauf! Handregel verkommt zu einem Glücksspiel

Das Schalke-Spiel gegen Bayern München (0:3) wirft die wahrscheinlich unberechtigte Frage auf: Warum profitiert gerade der Rekordmeister von der nachlässigen Arbeit der Video-Schiedsrichter im Kölner Keller? 

Zweimal begehen Bayern-Profis ein Handspiel im eigenen Strafraum. Der Regelverstoß bleibt nicht nur ungeahndet. Der Video-Schiedsrichter Bastian Dankert verzichtet sogar auf eine Intervention. 

Wenn man großzügig ist, kann man beim ersten Handspiel Verständnis für Benjamin Pavard aufbringen. Der Bayern-Verteidiger dreht sich vom Schuss weg und kann nicht sehen, wie der Ball seinen Armen trifft.

Und das soll kein Handspiel sein? Der Schalker Daniel Caligiuri zirkelt den Freistoß rechts an der Mauer vorbei, Ivan Perisic spreizt den Arm so weit ab, dass er die Flugbahn des Balles entscheidend verändert. Der Pfiff bleibt aus. Foto: Imago / Hübner

Bei Ivan Perisic ist die Sachlage klarer. Der Bayern-Zugang springt in der Freistoßmauer hoch und vergrößert mit seinem Arm die Körperfläche, als der Schuss ihn trifft und vom Tor abgelenkt wird.

Der Elfmeterpfiff blieb in beiden Fällen aus. Es ist allein der Fairness des FC Schalke 04 zu verdanken, dass aus dem 0:3 gegen Bayern München keine Verschwörungstheorie gestrickt wird. Beide Fälle hatten das Zeug zum Skandal.

Denn auch das gehört zur Wahrheit: Wie kein zweiter Verein profitiert Rekordmeister Bayern München zurzeit von der mehr als skurrilen Arbeitsweise der Video-Schiedsrichter in der noch jungen Saison 2019/20.

Immer wieder profitieren die Bayern vom Videobeweis

Beim DFL Supercup Anfang August schritt der Video-Schiedsrichter nicht ein, als Joshua Kimmich an der Spielerbank eine Tätlichkeit an BVB-Profi Jadon Sancho beging. Der Bayern-Star kam mit Gelb davon.

Nun verzichtete Video-Assistent Bastian Dankert darauf, Schiedsrichter Marco Fritz zur Nachuntersuchung der Szenen an den Monitor zu schicken. Der hätte dann die Chance gehabt, seine Entscheidung zu revidieren.

Man weiß nicht mehr, wann ein strafbares Handspiel vorliegt. Eigentlich sollte die neue Formulierung der Handregel alles einfacher machen. Doch es liegt weiter in der Hand des Schiri-Gespanns, wann Hand Hand ist.

Was beide Fälle so heikel macht: Dankert ist nicht nur einer der schlechtesten Bundesliga-Schiedsrichter, über den sich die Kollegen liebend gerne das Maul zerreißen. Ärger mit Schalke hatte er aufgrund von Fehlentscheidungen schon öfter.

VAR-Diskussion zur Unzeit

Den DFB trifft die erneute VAR-Diskussion zur Unzeit. Erst kürzlich war Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich erfreut darüber gewesen, dass man beim Eröffnungsspiel der Bayern gegen Hertha BSC (2:2) das Foulspiel an Robert Lewandowski entlarvt hatte.

Jetzt musste er in einer offiziellen Stellungnahme das Fehlverhalten beim Bayern-Sieg auf Schalke einräumen. So eine Diskussion kann dann sehr schnell unsachlich werden. In den Sozialen Medien ist längst von einer “Lex Bayern” die Rede.

Schalke-Trainer David Wagner darf, und er tat dies ohne Schaum vorm Mund, auf die DFB-Schulung verweisen, die exakt auf so strafbares Handspiel wie in den zwei Fällen verwiesen hatte. Mindestens der Perisic-Fall hätte einen Pfiff verdient gehabt.

So startet man ratlos in die Saison und kann immer noch nicht erklären, wann ein Handspiel ein Handspiel ist. Der DFB verdient Lob für seine kritische Selbstbetrachtung. Nur Schalke nützt das jetzt wenig. 

Drama um Leroy Sané: Bayern München darf ihn nicht verpflichten

Die Situation für Leroy Sané ist dramatisch: Ob Anriss oder sogar Riss des Kreuzbands – Deutschlands hoffnungsvollstes Sturmtalent wird Monate brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen. Darf man einen so schwer verletzten Spieler verpflichten?

Die Bayern stecken in einem Dilemma. Nach allem, was man hört, wollten die Klubbosse tatsächlich über 100 Mio. Euro an den Premier-Leaugue-Klub Manchester City überweisen. Ein solches Investment ist immer auf vier, fünf Jahre ausgelegt.

Leroy Sané verletzt am Boden. Foto: Imago Images / Prime

Aber Bayern hat eigentlich nicht die Zeit, Sané monatelang in Ruhe auskurieren zu lassen. Man braucht seine Kreativität und Geschwindigkeit sofort, wie das 0:2 gegen Borussia Dortmund im Supercup gezeigt hat. Und nicht erst zur Rückrunde.

Schon bei Verteidiger Lucas Hernandez, dem teuersten Einkauf der Vereinsgeschichte (80 Mio. Euro), hatte man im Frühjahr Geduld gezeigt, als das Knie einen Eingriff verlangte. Aber bei ihm bestand keine Not: Man plante eh erst im Sommer mit ihm. 

Bei Sané ist die Lage kniffliger. Denkt man langfristig, dann holt man ihn trotzdem und handelt bei Manchester City einen Rabatt aus. Dann braucht man Alternativen für die Hinrunde, die man anschließend wieder wegschicken kann. Aber das ist Flickschusterei.

So brutal es klingt: Bayern muss den Deal absagen. Das Risiko ist viel zu groß. Es rächt sich zwar, dass Bayern nicht langfristig die Nachfolger der beiden Flügelstürmer Franck Ribery und Arjen Robben geregelt hat. Aber das ist Schnee von gestern. 

Jetzt muss man pragmatisch sein. Wer zehn Tage vor Bundesliga-Start die wichtigsten Personalien nicht geregelt hat, sollte zumindest über so viel Marktkenntnis verfügen, dass andere Kandidaten bei Anruf auf der Matte stehen. Zum Beispiel Timo Werner.

Wenn Sportdirektor Hasan Salihamidzic dazu nicht in der Lage ist, hat Bayern München ein ganz anderes Problem als die freie Planstelle im Angriff. Aber eine sehr hohe zweistellige Millionensumme für einen verletzten Spieler – das wäre ein Offenbarungseid.