Hinrunden-Aus für Augsburgs Finnbogason

Der FC Augsburg muss in den restlichen sieben Hinrundenspielen der Fußball-Bundesliga auf Stürmer Alfred Finnbogason verzichten. Der 30 Jahre alte Isländer laboriert an einer Schulterverletzung, die er sich am vergangenen Donnerstag im EM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei zugezogen hatte.

“Ich werde alles tun, um nach der Winterpause mit der Mannschaft die Vorbereitung auf die Rückrunde aufzunehmen”, sagte Finnbogason, dessen Verletzung konservativ behandelt werden soll.

Bereits in der vergangenen Saison hatte Finnbogason wegen mehrerer Wadenverletzungen, einer Patellasehnenreizung und muskulärer Probleme knapp die Hälfte aller Spiele des FCA verpasst. In dieser Spielzeit kam er bislang in neun Partien zum Einsatz und erzielte dabei zwei Tore.

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Kritik am komplexen Modus der EM-Qualifikation: “Ein Skandal”

Nach dem letzten Spieltag der Qualifikation für die Fußball-EM 2020 ist Kritik am komplizierten Modus laut geworden. Belgiens Mittelfeldstar Kevin De Bruyne sprach sogar von einem “Skandal”. Schon vor der Auslosung am 30. November ist klar, dass seine Mannschaft bei der Endrunde auf Dänemark und Russland treffen wird. “Fußball ist nicht mehr wirklicher Fußball, er ist ein Geschäft”, sagte De Bruyne.

Der EM-Qualifikationsmodus ist komplex, bislang stehen 20 der 24 Teilnehmer fest, vier weitere werden in den Play-offs im März 2020 ermittelt. Da die EM in zwölf Städten in zwölf verschiedenen Ländern stattfindet, alle qualifizierten Gastgeber auch Heimspiele haben sollen und verschiedene Konstellationen aufgrund politischer Spannungen ausgeschlossen sind, stehen viele Paarungen schon fest.

“Als Spieler muss man sich damit abfinden”, sagte De Bruyne und warf der Europäischen Fußball-Union (UEFA) “Wettbewerbsverzerrung” vor. “Das nimmt der Auslosung alle Spannung und jedes Vergnügen”, meinte der ehemalige Wolfsburger Bundesligaprofi. Der vierte Gegner Belgiens wird entweder Wales oder Finnland sein.

Ronald Koeman, Bondscoach der Niederlande, gab zu, dass er den Modus noch nicht durchschaut habe. “Ich verstehe dieses neue Format nicht wirklich”, sagte er im Gespräch mit De Telegraaf: “Ich habe schon im Verband nachgefragt, ob ich wirklich zu dieser Auslosung am 30. November gehen soll.” Je nach Ausgang der Play-offs könnte nämlich eine weitere Auslosung anstehen.

Aus dem deutschen Lager gab es allerdings wenig Kritik an diesem komplizierten Modus. Klar ist, dass die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw in Gruppe F drei Heimspiele in München haben wird. Die Gegner sind noch offen – es könnte zu Duellen mit Weltmeister Frankreich und EM-Titelverteidiger Portugal kommen. Schaffen die Ungarn die Qualifikation über die Play-offs, sind sie in jedem Fall ein Gegner Deutschlands.

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Hinrunden-Aus für Dortmunds Delaney

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund muss den Rest der Hinrunde ohne Thomas Delaney auskommen. Der Däne habe sich in der EM-Qualifikation mehrere Bänder im rechten Sprunggelenk gerissen, hieß es am Mittwoch von Vereinsseite. Damit kann Trainer Lucien Favre erst im Januar wieder auf den Mittelfeldspieler zurückgreifen. Delaney hatte sich die Verletzung am vergangenen Montag beim 1:1 in Irland zugezogen.

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Paderborn-Trainer Baumgart sieht Entfremdung der Fans vom Profifußball

Trainer Steffen Baumgart vom SC Paderborn sieht die Entwicklung im Profifußball äußerst kritisch und hat mehrere Gründe für eine Entfremdung der Fans ausgemacht. Diese komme daher, “dass wir eine Scheinwelt aufbauen”, sagte Baumgart im Interview mit dem Nachrichtenportal t-online.de.

Es entfremde die Leute, “dass Einzelne sich Millionen einsacken – was aber nun einmal gerechtfertigt ist, da es die Verträge hergeben – während die Kleinen ums Überleben kämpfen”, sagte er. Auch, “dass uns nahezu täglich Fußballspiele gezeigt werden”, sei ein Grund. Steigende Ticketpreise seien ebenfalls ein Problem: “Für Normalsterbliche wird der Stadionbesuch langsam einfach zu teuer. Ich weiß nicht, ob die Fans diese Entwicklung auf Dauer noch mitmachen.”

Auch zur Einführung von Gelben und Roten Karten für Trainer hat Baumgart eine klare Meinung. Diese sei “eine reine Showgeschichte. Die bringt niemandem etwas, und sie bringt den Fußball auch nicht nach vorne”, sagte er. Es gebe bessere Möglichkeiten, die Disziplin der Trainer zu gewährleisten.

“Diese neuen Gelben und Roten Karten sind einfach nur Unsinn”, sagte Baumgart: “Meine Meinung ist dieselbe wie Marco Roses (Trainer Borussia Mönchengladbach, d. Red.): der größte Schwachsinn, den es im Fußball gibt.”

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Calhanoglu verteidigt Militär-Gruß

Der ehemalige Hamburger und Leverkusener Bundesliga-Profi Hakan Calhanoglu hat das umstrittene Salutieren der türkischen Fußball-Nationalspieler nach dem 1:0 gegen Albanien verteidigt. “Es war einfach ein Gruß an unser Militär. Als Fußballer spricht man nicht gerne über Politik. Wir wollten mit dem Gruß unsere Soldaten motivieren, dass sie wieder gesund zurückkommen”, sagte der Freistoß-Spezialist der Sport Bild.

Der 25-Jährige weiter: “Es ging keineswegs um ein politisches Zeichen oder eine Provokation. Wir lieben doch alle den Frieden, und daher finde ich es schade, wenn wir türkischen Spieler jetzt in einem schlechten Licht dastehen.” Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte dennoch Ermittlungen eingeleitet.

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