Burnic fehlt Dresden im Saisonendspurt

Dzenis Burnic vom stark abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden fällt für den Rest der Saison aus. Wie der Verein bekannt gab, erlitt der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler beim 0:3 bei Hannover 96 am vergangenen Mittwoch einen Riss des Außenbands im Sprunggelenk. Das ergab eine MRT-Untersuchung am Donnerstag.

Dresden war aufgrund mehrerer Corona-Infektionen erst am Sonntag wieder in den Spielbetrieb der 2. Bundesliga eingestiegen und unterlag dem VfB Stuttgart (0:2). Mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz droht dem Tabellenletzten Dynamo der Abstieg in die 3. Liga.

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Haaland kämpft um die Rückkehr – Reus trainiert individuell

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund muss am Samstag im Heimspiel gegen Hertha BSC (18.30 Uhr/Sky) womöglich noch auf Stürmer Erling Haaland verzichten. “Er hat am Donnerstag angefangen zu trainieren, 40 Minuten mit der Mannschaft. Er wird auch am Freitag da sein. Wir werden sehen”, sagte Trainer Lucien Favre über den jungen Norweger. Haaland hatte zuletzt beim SC Paderborn (6:1) wegen Kniebeschwerden gefehlt. 

Mit einer Rückkehr von Kapitän Marco Reus (Reha nach Muskelverletzung) ist weiterhin nicht zu rechnen. “Er hat seit vier Monaten kein Training gemacht”, sagte Favre. “Er kommt langsam, ist viel gelaufen, er trainiert aber noch individuell.”

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Boateng: “Wir waren doch schon weiter”

Rio-Weltmeister Jerome Boateng wünscht sich im Kampf gegen Rassismus noch eine stärkere Positionierung prominenter Persönlichkeiten. “Unsere Stimmen werden gehört, wir haben eine Plattform und Reichweite”, sagte der Fußball-Profi von Bayern München der Deutschen Welle. 

“Nicht jeder weiße Sportler, der sich jetzt nicht äußert, ist Rassist. Das ist klar. Wenn ich Videos von Demos sehe, sehe ich Menschen aller Hautfarben. Aber natürlich ist es wünschenswert, dass sie ihre Bekanntheit auch für dieses Thema einsetzen. Viele machen das, aber ich denke, da ist noch viel Luft nach oben”, ergänzte Boateng.

Zudem finde er es wichtig, so der 31-Jährige, “dass sich das alles nicht nur auf Social Media abspielt. Aktionen wie der ‘Black Out Tuesday’ sind schön und gut, aber es gilt, wirklich anzupacken und etwas zu tun, sei es in Form von Arbeit mit Kindern oder anderen Integrationsprojekten. Da kann jeder helfen”. Er selbst werde sich “in naher Zukunft in diesem Bereich” engagieren.

In Deutschland habe er “sehr viele gute Erfahrungen” gemacht. Aber, sagte Boateng, “insgesamt geht es in eine gewisse Richtung, wo ich mir denke, wir waren doch schon weiter”. Der Fall George Floyd halte einem “vor Augen, wie weit verbreitet Rassismus gegen Schwarze in Amerika immer noch ist und welche Rolle ‘Racial Profiling’ in den USA spielt”.  

Das “Allerwichtigste” für Boateng ist deshalb die Erziehung der Kinder. “Es liegt immer an den Eltern und an dem, was sie ihren Kindern mitgeben. Auch in den Schulen müsse das Thema Rassismus “fester Bestandteil des Unterrichts sein. Nur so kommen wir weiter”.

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Silva und Ilsanker schocken Werder: Frankfurt entledigt sich aller Sorgen

Eintracht Frankfurt hat sich wohl endgültig aller Abstiegsängste entledigt und die Sorgen bei Werder Bremen damit wieder massiv verstärkt. Die Mannschaft von Adi Hütter gewann das Nachholspiel des 24. Spieltages bei den Hanseaten verdient mit 3:0 (0:0) und kletterte durch den zweiten Sieg in Serie auf Platz elf in der Tabelle.

Andre Silva (61.) traf in einer wenig aufregenden Partie per Kopf für Frankfurt gegen insgesamt harmlose Bremer. Stefan Ilsanker (81.) machte 19 Sekunden nach seiner Einwechslung nach einem Eckball alles klar, in der 90. Minute erhöhte der Österreicher nochmals.

Nach zuletzt zwei Siegen aus drei Spielen bedeutet die Heimpleite für Werder wieder einen herben Schlag. Das Team von Florian Kohfeldt fightete zwar, agierte in der Offensive aber nicht zielstrebig und verharrt auf dem vorletzten Platz. In der bereinigten Tabelle hat Grün-Weiß nun weiterhin zwei Punkte Rückstand auf Fortuna Düsseldorf auf dem Relegationsplatz.

“Wir sind unter Zugzwang”, hatte Kohfeldt vor der Partie gesagt und ging für seinen Plan ins Risiko. Im Vergleich zum Erfolg bei Schalke 04 wechselte er vier Mal, unter anderem saß Siegtorschütze Leonardo Bittencourt zunächst nur auf der Bank. Dafür stand Offensivmann Fin Bartels nach zweieinhalb Jahren (unter anderem ein Achillessehnenriss) erstmals wieder in der Startelf.

Die ersten Akzente setzten dann in der eigentlich für Anfang März angesetzten Partie, die wegen der Verlegung eines Europa-League-Spiels der Eintracht im Zuge einer Orkanwarnung abgesagt worden war, aber die Gäste. Die Eintracht kombinierte zunächst flüssiger und hatte in Silva (11.) auch die erste Möglichkeit.

Aber auch Bremen hängte sich voll rein und kam etwa durch Davy Klaassen (15.) und Davie Selke (23.) zu Abschlüssen. Es entwickelte sich anschließend das erwartet zähe Spiel mit vielen Fouls – beiden Teams war anzumerken, um was es ging.

Für ein bisschen Aufregung sorgte dann erst wieder ein vermeintliches Handspiel von Frankfurts David Abraham (35.) im Strafraum, Schiedsrichter Patrick Ittrich urteilte nach Videobeweis auf Abseits in der Entstehung der Szene. Eine äußerst knappe Entscheidung.

Das Spiel plätscherte insgesamt ein bisschen vor sich hin. Beide Teams vermieden es, volles Risiko zu gehen. Frankfurt erhöhte mit der Zeit aber etwas den Druck und ging durch Silva folgerichtig in Führung. Marco Friedl ließ dem Portugiesen bei dessen achten Saisontor etwas zu viel Platz.

Die Hanseaten versuchten sich danach mit zunehmender Verzweiflung weiterhin mit allen Mitteln zu wehren, ehe Ilsanker die Werder-Hoffnungen mit einem Doppelschlag zunichte machte.

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Schalke räumt Fehler bei “Härtefallantrag” ein

Traditionsklub Schalke 04 hat Fehler in der Kommunikation mit seinen Fans bei Ticketrückerstattungen für die Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga eingeräumt. “In den Anschreiben an Fans und dem darin aufgeführten ‘Härtefallantrag’ hat Schalke 04 unpersönliche und wenig empathische Formulierungen verwendet – dafür entschuldigen sich der Verein und die Mitarbeiter des Service Centers bei allen Fans in aller Form”, heißt es in einer Vereinsmitteilung von Mittwochabend.

Die Königsblauen hatten sich bei ihrer Vorgehensweise nach eigenen Angaben am “Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Veranstaltungsvertragsrecht” orientiert und den Anhängern unter anderem Gutscheine angeboten. Das Gesetz sehe jedoch ebenso eine sogenannte “Härtefallregelung” vor für Fans, “für die eine Rückzahlung nach dem 31. Dezember 2021 unzumutbar ist und verlange Gründe dafür”, argumentierte Schalke nun.

Das auf Grundlage dieses Gesetzes erstellte Formular für den Härtefallantrag löste bei zahlreichen Fans jedoch Entsetzen aus, unter anderem weil der Klub darin fragte, warum Fans das Geld “unbedingt jetzt” benötigten. Zudem forderte der Vereine seine Fans auf, “falls möglich” auch “entsprechende Belege” dem Antrag als Begründung beizufügen. 

Der FC Schalke 04 Supporters Club e.V. kritisierte den Klub infolgedessen scharf. “Ihr seid nicht die Schufa, ihr seid keine Bank die Kredite vergibt, ihr seid nicht die AfA (Agentur für Arbeit, Anm. d. Red) und zahlt Hartz IV aus! Welches Recht nehmt ihr euch eigentlich heraus? IHR seid die Bittsteller! IHR seid die Bettler!”, hieß es in einem offenen Brief, der mit den Worten endete: “Shame on you! Ihr seid nur noch peinlich!”

Der Klub stellte nun klar, dass es “außer Frage” stehe, “dass Schalke 04 jeden Antrag von Fans, die aus wirtschaftlichen Gründen auf eine sofortige Rückerstattung des Ticketpreises angewiesen sind, wohlwollend bearbeiten wird. Es wird niemand Belege einreichen müssen, und es wird selbstverständlich niemand ‘kontrolliert'”, bekräftigten die Gelsenkirchener.

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