Rückkehrer Kruse lässt nicht locker: “Müssen alles auf dem Platz raushauen”

Max Kruse hat nach seinem gelungenen Comeback für Union Berlin in der Fußball-Bundesliga seine Teamkollegen in die Pflicht genommen. “Wir haben am nächsten Wochenende in Bielefeld ein schwieriges Spiel”, sagte Kruse nach dem 1:1 (1:1) gegen die TSG Hoffenheim: “Deshalb müssen wir da alles auf dem Platz raushauen, was uns ausmacht. Dann können wir drei Punkte mitnehmen.”

Kruse konnte mit seiner Leistung beim ersten Spiel nach dreimonatiger Verletzungspause wegen eines Muskelbündelrisses zufrieden sein. Der 32-Jährige brachte die Eisernen mit seinem siebten Saisontor per Strafstoß (9.) in Führung und bot auch sonst über weite Strecken eine starke Vorstellung. “In einigen Aktionen hat man gesehen, welche Qualität er hat”, meinte Unions Trainer Urs Fischer.

Kruse gab sich nach dem Spiel entspannt und locker. Auf die Frage, wie es ihm nach dem Comeback körperlich gehen würde, reagierte er überraschend mit einer Gegenfrage: “Wie sah es denn aus?” Als der DAZN-Reporter meinte, Kruse habe am Ende seines 74-minütigen Auftritts etwas langsam gewirkt, musste auch der Ex-Nationalspieler lachen. “Langsam bin ich immer. Das ist kein Maßstab.”

Letztendlich hatte der 32-Jährige mit seinem Pensum alle und vor allem sich selbst zufriedengestellt. “Rein von der Kondition her, war es gut”, äußerte der frühere Nationalspieler, der sich für die Partie in Bielefeld am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) eine Steigerung vorgenommen hat: “Ich hoffe, dass ich nächste Woche länger aus dem Platz stehe.”

Zwar war der Punkt gegen die überraschend starken Hoffenheimer am Ende etwas glücklich, doch mit 34 Zählern liegen die Köpenicker weit über den eigenen Erwartungen, wollen sich aber nach wie vor nicht mit dem Europacup befassen. “Wir wollen so lange weitermachen, bis wir wirklich den Klassenerhalt geschafft haben”, sagte Christopher Trimmel, der den frühen Elfmeter herausgeholt hatte: “Danach werden wir schauen wie es weitergeht. Aber vorher wird darüber nicht gesprochen”, betonte der Kapitän.

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“Wie auf der Playstation”: HSV-Torjäger Terodde schwärmt von Lewandowski

Für Torjäger Simon Terodde vom Fußball-Zweitligisten Hamburger SV ist Bayern-Star Robert Lewandowski der beste Stürmer in der Bundesliga. Er stehe in seiner Liste “ganz oben. Wenn man sieht, wie er am Spiel teilnimmt und die Bälle festmacht – da erkennt man gar keine technischen Fehler mehr. Den kannst du vorne anschießen, trotzdem klebt ihm der Ball am Fuß”, sagte Terodde im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: “Manchmal habe ich das Gefühl, das ist wie auf der Playstation – sie drücken einfach einen Knopf und dann kommt der Pass und wird verarbeitet.”

Als zweiten Offensivspieler nannte der Topstürmer der 2. Liga Borussia Dortmunds Erling Haaland, “der vielleicht ein etwas anderer Spielertyp ist, eher die tiefen Läufe macht und mit seiner Geschwindigkeit schwer zu verteidigen ist. Auch Andre Silva bei Eintracht Frankfurt macht es gerade sehr gut.” 

Beim HSV sieht Terodde, der mit seinem Klub am Montagabend (20.30 Uhr/Sky) im Hamburger Stadtderby auf den FC St. Pauli trifft, spielerisch eine Entwicklung. “Gerade was das Gegenpressing angeht, haben wir einen Schritt nach vorne gemacht”, so Terodde: “Wir haben auch mal ein wenig Härte reingebracht, ohne dabei unfair zu werden. Dass wir aber generell nach vorne eine Qualität haben, uns Chancen erarbeiten und immer ein Tor machen können, ist Fakt. Wenn wir diese Einstellung beibehalten, bin ich davon überzeugt, dass wir Erfolg haben werden.” 

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Schiri-Strukturreform wird konkret: “Überlegungen sind sehr weit”

Die seit Langem geplante Strukturreform des deutschen Schiedsrichterwesens nimmt konkrete Züge an. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) sind bei der anvisierten Gründung einer gemeinsamen Tochter-Gesellschaft offenbar vorangekommen.

“Die Überlegungen sind sehr weit”, sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius laut dem kicker beim 6. Vereinsrechtstag, einer von der Universität Osnabrück organisierten Digitalkonferenz. Die beiden Verbände verfolgen bereits seit einigen Jahren den Plan, wonach die Zuständigkeit für die Unparteiischen nicht mehr allein beim DFB liegen soll.

Die neue Struktur soll zu einer Qualitätssteigerung führen. Der kicker spekuliert über einer Umsetzung der Reform schon ab der kommenden Saison.

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Löw öffnet Tür für Younes-Rückkehr

Bundestrainer Joachim Löw hat Mittelfeldspieler Amin Younes vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt nach dessen starken Leistungen die Rückkehr zur Nationalmannschaft in Aussicht gestellt. Der 27-Jährige sei “wirklich wieder sehr im Kommen, er ist absolut ein Thema für uns, ob für die EM oder schon im März”, sagte Löw im kicker.

Younes sei “ein Spieler, der etwas Besonderes hat, der mit seiner Spielweise eine ganze Abwehr aufreißen und den Unterschied ausmachen kann”, betonte Löw. Der Leihspieler vom SSC Neapel hatte beim Tabellenvierten der Bundesliga zuletzt vor allem beim 2:1 gegen Rekordmeister Bayern München mit einem Treffer überzeugt. 

In der DFB-Elf habe Younes bereits beim Confed Cup vor vier Jahren “einen positiven Eindruck bei uns hinterlassen”, sagte Löw, “danach stagnierte er in seiner Entwicklung aus verschiedenen Gründen”.

Zuletzt hatte sich Younes Hoffnungen auf eine Rückkehr in die DFB-Auswahl gemacht. “Das wäre für mich nach wie vor etwas Großartiges. Das war immer ein Traum, für Deutschland zu spielen”, sagte er bei Sky Sport News. Younes war nach fünf Länderspielen im Jahr 2017 in den letzten beiden Spielzeiten in Neapel kaum zum Einsatz gekommen, erst seit Dezember blüht er in Frankfurt wieder auf.

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Neururer wartet auf Signale “von richtigen Leuten” auf Schalke

Der frühere Bundesliga-Trainer Peter Neururer hält sich für eine Rückkehr zum Krisenklub Schalke 04 bereit. Der 65-Jährige habe bereits Signale vom Tabellen-Schlusslicht erhalten, die Nachfolge des am Sonntag entlassenen Christian Gross anzutreten. Im Gespräch mit Sport1 schränkte er allerdings ein: “Es müssen aber Signale von den richtigen Leuten sein.”

Der krisengeschüttelte Revierklub, den Neururer zwischen April 1989 und November 1990 als Cheftrainer leitete, hatte sich am Sonntag neben Gross auch von Sportvorstand Jochen Schneider, Co-Trainer Rainer Widmayer, Lizenzspieler-Koordinator Sascha Riether und Athletik-Coach Werner Leuthard getrennt.

“Dass einige Leute entlassen werden, wusste ich eigenartigerweise schon vor einigen Tagen”, sagte Neururer: “Dass ich drei Tage vorher weiß, dass am Sonntagmorgen so ein Ding hochgeht, ist ein Zeichen für die Schwäche dieses Klubs.” Die Medienberichte über eine Spielerrevolte gegen Gross empfindet Neururer als “grauenhaft und schlecht”, Schalke befinde sich derzeit am “absoluten Tiefpunkt”. 

Dennoch ist Neururer bereit, den Königsblauen zu helfen: “Das ist für mich gar keine Frage, aber ich werde nicht Einfluss nehmen auf irgendwelche Entscheidungen.” Vor zwei Jahren war Neururer für wenige Monate als Sportdirektor der inzwischen insolventen SG Wattenscheid 09 eingesprungen. Als Trainer betreut er seit 2017 die vertragslosen Profis der Spielergewerkschaft VdV. Seine letzte Station bei einem Profiklub (VfL Bochum) liegt über sechs Jahre zurück.

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